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Ein Fahrrad liegt zu Anschauungszwecken bei einer Verkehrserziehungswoche für Schulen unter den Hinterrädern eines Lkw.

Nach Todesfällen

Treffen für besseren Schutz vor gefährlichen Lkw-Unfällen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) drängt auf die Ausstattung von Lastkraftwagen mit elektronischen Abbiegeassistenten.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) drängt auf die Ausstattung von Lastkraftwagen mit elektronischen Abbiegeassistenten.

„Technisch ist es machbar. Deswegen müssen wir jetzt Tempo machen”, sagte der Minister am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin”. „Jetzt machen wir den ersten Schritt: in Deutschland zu schauen, dass alle mitmachen.”

Im Ministerium ist an diesem Dienstag ein Treffen mit Vertretern der Autoindustrie, Logistik, Prüforganisationen, Verkehrssicherheitsexperten, Autofahrer- und Fahrradfahrerclubs geplant.

Mit dem Abbiegeassistenten - einer einfachen technischen Lösung - könnten Radfahrer besser vor rechtsabbiegenden Lastwagen geschützt werden. Immer wieder gibt es tödliche Unfälle, weil Lkw-Fahrer sie im toten Winkel übersehen.

Die EU will eine Pflicht für neue Lkw ab 2022 erlassen. Die Bundesregierung wäre für eine schnellere Einführung, verweist aber auf die nötige EU-Regelung. „Wir werden schon in diesem Halbjahr dafür sorgen, die notwendigen Beschlüsse zu fassen”, sagte Scheuer mit Blick auf die EU.

Derzeit geht es um einen freiwilligen Einbau. „Es dreht sich da um ein System, dass 800, 900, 1300 Euro kostet. Es gibt in Deutschland einige Hersteller, die diese Systeme nachrüsten”, sagte Scheuer. Es gebe auch Fördermittel. Eine Summe nannte der Minister aber nicht.

(dpa)

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