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Toiletten-Affäre bringt Trump in Bedrängnis: Journalistin erhebt schwere Vorwürfe

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Bald veröffentlicht Journalistin Maggie Haberman ein Buch über Donald Trumps Amtszeit als US-Präsident. Doch schon jetzt kommen die erste brisanten Details ans Licht.

Washington - Im Weißen Haus war regelmäßig die Toilette verstopft, als Donald Trump* US-Präsident war. Das zumindest berichtet eine Journalistin, die den 75-Jährigen jahrelang begleitet hat. Auch eine Erklärung für die Rohrverstopfungen hat sie parat: Trump habe im Klo regelmäßig Akten und Dokumente verschwinden lassen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Republikaner Vorwürfe über seinen Umgang mit Dokumenten anhören muss.

Im Weißen Haus sei regelmäßig die Toilette mit beschriftetem Papier verstopft gewesen, sagte Maggie Haberman von der New York Times dem Sender CNN am Donnerstag (10. Februar). Haberman berichtet seit Jahren über Trump - im Oktober soll ihr Buch über den 75-Jährigen und seine Jahre im Amt erscheinen. Sie könne nur spekulieren, um was es sich bei dem Papier gehandelt habe, sagte Haberman weiter. „Es war in den Rohren. Und das war (...) sein Badezimmer.“ Es habe sich nicht um einen Einzelfall gehandelt, so Haberman. Trump wies den Vorwurf zurück.

Hat Donald Trump wichtige Dokumente in der Toilette verschwinden lassen? „Kategorisch unwahr“

Dass er Dokumente die Toilette herunterspült habe, sei „kategorisch unwahr“, hieß es in einer Mitteilung des Ex-Präsidenten*. Die Reporterin habe die Geschichte erfunden, um Werbung für ihr „größtenteils frei erfundenes Buch“ zu machen. Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, dass Trump während seiner Zeit im Weißen Haus routinemäßig Dokumente zerrissen habe. Das berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf ehemalige Beamte.

Auch nach seiner Amtszeit soll Trump mehrere Kisten mit Akten in sein Anwesen nach Mar-a-Lago in Florida mitgenommen haben. Darunter sollen nach Medienberichten Briefe des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un und ein Schreiben von Trumps Vorgänger Barack Obama gewesen sein.

Einige Dokumente des Weißen Hauses seien dem Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke* zufolge wieder zusammengeklebt übergeben worden, schrieb die Washington Post kürzlich. Die Nationale Verwaltungsstelle für Archivgut und Unterlagen habe die Dokumente laut der Zeitung vergangenen Monat sichergestellt, so die Zeitung weiter.

Trumps Umgang mit Dokumenten: Nationale Verwaltungsstelle schreitet ein

Trump bestätigte, mehrere Dokumente zuletzt der Nationalen Verwaltungsstelle für Archivgut und Unterlagen übergeben zu haben. „Die Übergabe der Papiere erfolgte problemlos, konfliktfrei und auf einer sehr freundschaftlichen Basis“, so Trump. Das Ganze sei „Routine“ und „keine große Sache“ gewesen. In den USA müssen Korrespondenzen des Präsidenten archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden.

Trump scheint trotz mehrfacher Hinweise sein Dokument-Verhalten allerdings nie geändert zu haben. „Zuerst waren wir ein Weißes Haus, das nicht wusste wie man Dinge aufbewahrt und dann war es am Ende egal“, sagte die frühere Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, dem Sender CNN. Sie schilderte, wie Trump einmal mit ihr im Flugzeug gesessen habe, Dokumente zerrissen und diese dann auf dem Boden liegen lassen habe. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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