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US-Senator ruft im Ukraine-Konflikt zur Ermordung Putins auf - und spricht Russen direkt an

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Von: Marcus Giebel

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Wladimir Putin hat seine Truppen in die Ukraine geschickt und beweist dabei seine ganze Brutalität. In den USA stachelt ein Politiker deshalb zum Angriff auf den Kreml-Chef an.

München - Lebt nun auch Wladimir Putin* gefährlich? Obwohl sich der Kreml-Chef kaum noch öffentlich zeigt und wohl bestens geschützt ist, muss er wegen des Ukraine-Kriegs* womöglich um sei Wohlbefinden bangen. Denn der republikanische US-Senator Lindsey Graham ruft offen zur Ermordung des Staatschefs auf.

Bei Twitter schreibt der Politiker: „Gibt es in Russland einen Brutus? Oder gibt es einen erfolgreicheren General Stauffenberg im russischen Militär?“ Damit spielt Graham auf das missglückte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 an, das mehrere Widerständler aus den Reihen der Wehrmacht mit dem Leben bezahlten.

Ukraine-Krieg: US-Senator hofft auf „besonderen Dienst“ aus Russland

„Dies kann nur enden, indem jemand aus Russland* den Kerl beseitigt“, legt Graham in seinem Post nach: „Sie würden Ihrem Land - und der gesamten Welt - einen besonderen Dienst erweisen.“ Darunter führt er fort: „Die russischen Menschen sind die einzigen, die das reparieren können. Leichter gesagt als getan. Wenn Sie nicht für den Rest Ihres Lebens in Dunkelheit leben wollen, in bitterer Armut vom Rest der Welt isoliert, müssen Sie nun auf den Plan treten.“

Putin versetzte mit seinen jüngsten Schritten die gesamte Welt in Habacht-Stellung. Indem Russlands mächtiger Präsident das Militär in die Ukraine einmarschieren ließ, testet er im Grunde auch die Stärke von EU und Nato. Denn niemand weiß wirklich, was der Machthaber aus dem Kreml riskieren würde, um seine Ziele zu erreichen. Und wo der nun begonnene Feldzug enden würde.

Putin und die Ukraine: Russlands Präsident trauert der Sowjetunion nach

Nach Ausbruch des Kriegs kommunizierte Putin zwar mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron*, doch von seinem Vorhaben konnte der starke Mann im Élysée-Palast ihn nicht abbringen. Die Regierung in Kiew um den tapferen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj* ist für den 69-Jährigen eine Bande von Nazis - offenbar nur deshalb, weil die Mitglieder die Nähe zur EU* suchen.

Der seit 1999 mit vierjähriger Unterbrechung amtierende Staatschef spricht dem Nachbarland die Eigenständigkeit ab, den Zerfall der Sowjetunion bezeichnete er als „größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Spätestens seit der Annexion der Halbinsel Krim im Jahr 2014 schwelt der Ukraine-Konflikt* - mal mehr, meistens weniger von der Weltöffentlichkeit verfolgt.

Wladimir Putin sitzt an einem Tisch vor einem Bildschirm
Tritt kaum noch öffentlich auf: Ahnt Wladimir Putin, dass der Krieg auch für ihn besonders gefährlich werden kann? © ANDREY GORSHKOV/afp

Ukraine-Konflikt: Putin spricht bei Feldzug von „Spezialoperation“

Mit dem Aufmarsch großer Truppenteile von Putins Armee an der Grenze zur Ukraine* richtete sich das Augenmerk in den vergangenen Monaten wieder mehr auf den Krisenherd. Mit der Invasion, die am 24. Februar begann, rechneten aber wohl die wenigsten Beobachter.

Putin selbst erklärte den Schritt zu einer „Spezialoperation“, es gehe um Sicherheitsinteressen Russlands. Denn der einstige KGB-Agent verlangt die Zusage, dass die Ukraine* kein Nato-Mitglied werde. Zudem soll er in Friedensverhandlungen eine Entmilitarisierung als Voraussetzung für ein Ende der Kämpfe fordern.

Putin und Selenskyj: Offenbar drei Attentatsversuche vereitelt

Staaten, die sich in den Konflikt einmischen sollten, drohte er „noch nie erlebte Konsequenzen“ an. Mutmaßlich genehmigte Putin bereits mehrere Attentatsversuche auf Selenskyj, den er offenbar um jeden Preis absetzen will. Allerdings sollen laut der englischen Zeitung The Times drei Angriffe auf den pro-westlichen Präsidenten der Ukraine vereitelt worden sein.

Dass er selbst einmal ins Visier geraten könnte, dürfte Putin sich dabei aber kaum ausgemalt haben. Auch wenn er in jüngster Zeit unverkennbar besondere Vorsicht walten lässt. (mg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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