1. Startseite
  2. Politik

Schwere Verluste für Russland: Vorräte an modernen Waffen schwinden

Erstellt:

Von: Daniel Dillmann, Nail Akkoyun, Vincent Büssow, Christian Stör

Kommentare

Die Verluste im Ukraine-Krieg werden für Russland immer größer: der News-Ticker.

+++ 15.30 Uhr: Russland stellen die Verluste im Ukraine-Krieg offenbar vor immer größere Probleme. So setzt das Land nach britischer Einschätzung bei seinen Angriffen in der Ukraine zunehmend auf ungenaue Raketen. Grund sei vermutlich, dass die Vorräte an modernen, zielgenauen Waffen schwinden, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Analysen hätten ergeben, dass das Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk sehr wahrscheinlich von einer Rakete des Typs Ch-32 getroffen worden sei, hieß es unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse.

Ukraine-Krieg: Das Einkaufszentrum in Krementschuk in Flammen
Aufnahme vom 27. Juni: Das Einkaufszentrum in Krementschuk in Flammen. © Viacheslav Priadko/dpa

Dabei handele es sich um eine Weiterentwicklung der sowjetischen Rakete Ch-22 (Nato-Code: AS-4 Kitchen), die aber noch immer nicht dafür optimiert sei, Bodenziele genau zu treffen, vor allem in Städten. „Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Kollateralschäden beim Zielen auf bebaute Gebiete erheblich“, betonte das Ministerium. Bei Angriffen auf das südwestukrainische Gebiet Odessa am 30. Juni seien vermutlich Raketen vom Typ Ch-22 eingesetzt worden. „Diese Waffen sind sogar noch ungenauer und ungeeignet für zielgenaue Angriffe und haben in vergangenen Wochen so gut wie sicher zu wiederholten zivilen Opfern geführt“, hieß es weiter.

News zum Ukraine-Krieg: Fast 36.000 russische Soldaten gefallen

+++ 12.30 Uhr: Die Zahlen der russischen Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter an. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabes sind seit Beginn der Invasion am 24. Februar inzwischen 35.870 russische Soldaten gefallen. Auch 1582 Panzer und 186 Hubschrauber wurden demnach zerstört – ein Überblick.

News zum Ukraine-Krieg: Russlands Verluste in der Übersicht

News zum Ukraine-Krieg: Verluste machen Russland zu schaffen

+++ 10.15 Uhr: Die Verluste machen Russland im Ukraine-Krieg schwer zu schaffen. So geht der US-Geheimdienst inzwischen davon aus, dass Russland nicht über genügend Truppen verfügt, um die Gebiete im Oblast Cherson dauerhaft zu kontrollieren. Der Kampf im Donbass bündele derzeit alle Kräfte.

Russische Soldaten müssen in den besetzten Gebieten der Ukraine, wie hier in Cherson, ständig mit Partisanen-Angriffen rechnen.
Russische Soldaten müssen in den besetzten Gebieten der Ukraine, wie hier in Cherson, ständig mit Partisanen-Angriffen rechnen. © Olga Maltseva/afp

Update vom Samstag, 2. Juli, 06.45 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben Russland offenbar erneut einen schweren Verlust zugefügt. Nach Angaben des ukrainischen Operationskommandos „Süd“ haben ukrainische Soldaten zwei Munitionslager im Gebiet Cherson angegriffen und dabei im Gebiet Mykolajiw eine von Russland kontrollierte „Forpost“-Drohne im Wert von sieben Millionen Dollar zerstört.

+++ 14.30 Uhr: Russland hat zum ersten Mal indirekt eingeräumt, dass es im Ukraine-Krieg enorme militärische Verluste erleidet. Dies geht aus einem Entwurf für ein Bundesgesetz hervor, das der Kreml am 30. Juni der Duma vorgelegt hat. Wie das Nachrichtenmagazin Newsweek berichtet, heißt es darin, dass im Rahmen „einer besonderen Militäroperation in den Gebieten der Volksrepublik Donezk, der Volksrepublik Luhansk und der Ukraine ein erhöhter Bedarf an der Reparatur von Waffen und militärischer Ausrüstung“ bestehe. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem „den Einsatz von Sachwerten aus staatlichen Reserven“ und „die vorübergehende Aktivierung von Kapazitäten und Einrichtungen zur Mobilisierung“ sowie Überstunden in „einzelnen Organisationen“ vor.

Update vom Freitag, 1. Juli, 09.00 Uhr: Mittlerweile sollen 35.750 russische Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen sein. Das vermeldet der ukrainische Generalstab in seinem täglichen Lagebericht. 1577 Panzer und 185 Hubschrauber sollen außerdem zerstört worden sein – ein Überblick.

+++ 15.00 Uhr: Offenbar haben ukrainische Truppen das Dorf Potiomkino im Oblast Cherson befreien können. Dies berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Die Soldaten der 60. Infanteriebrigade berichteten demnach, dass sie eine „erfolgreiche Offensive“ durchgeführt und mehrere russische Panzer und Schützenpanzer zerstört und die Kontrolle über Potiomkino wiedererlangt hätten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

(dil/nak)

Auch interessant

Kommentare