Umfrage zur Bundestagswahl

Union im Sinkflug – SPD im Aufwind

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Umfragen zur Bundestagswahl 2021 zufolge rutscht die Union weiter ab. Der Druck auf Armin Laschet steigt. Olaf Scholz und die SPD befinden sich derweil im Aufwind.

Berlin - Die Bundestagswahl 2021* könnte eine enge Kiste werden. Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge kommen CDU*/CSU* auf 23, die Grünen* auf 20 und die SPD* auf 19 Prozent. Das geht aus dem am Mittwoch (11.08.2021) veröffentlichten RTL/ntv-Trendbarometer hervor, das das Meinungsforschungsinstitut Forsa erhebt. Für die Umfrage waren in den vergangenen Tagen rund 2500 Wahlberechtigte befragt worden.

Doch was bedeutet dies für mögliche Koalitionen nach der Wahl? Möglich werden vier Bündnisse: Schwarz-Gelb-Grün; eine Koalition aus CDU/CDU, SPD und FDP; ein Zusammenschluss von Grünen, SPD und FDP; auch ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linken ist rein rechnerisch möglich. Eine Große Koalition und ein Schwarz-Grünes Bündnis sind hingegen nicht möglich.

Bundestagswahl 2021: Vier Bündnisse sind rechnerisch möglich

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa vom 9. August war die Union auf 25,5 Prozent der Stimmen gekommen, die Grünen und SPD hatten jeweils 17,5 Prozent erreicht.

Die SPD befindet sich laut der aktuellen Umfrage im Aufwind.

Die SPD im Aufwind sieht auch die Deutschlandtrend-Umfrage von Infratest Dimap für die ARD*. Bei der jüngsten Sonntagsfrage kam sie auf 18 Prozent und verzeichnete ein Plus von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche. Die Union verlor laut dieser Umfrage zwei Prozentpunkte und kam auf 27 Prozent.

CDU/CSU23 %
Grüne20 %
SPD19 %
AfD10 %
Linke7 %

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz legt laut Forsa-Umfrage deutlich zu

Auch in der Kanzlerfrage ist die SPD derzeit auf der Überholspur. Kanzlerkandidat Olaf Scholz* gewinnt gegenüber der Vorwoche fünf Prozentpunkte und kommt auf 26 Prozent.

Scholz packt das (an): Die SPD befindet sich Umfragen zufolge derzeit im Aufwind. (Symbolfoto)

Der Kanzlerkandidat der Union Armin Laschet* verliert hingegen nochmals drei Prozentpunkte und landet bei zwölf Prozent. Und auch die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock* erzielt zwei Prozentpunkte weniger als vor einer Woche. Laut dem RTL/ntv-Trendbarometer liegt sie derzeit bei 16 Prozent.

Olaf Scholz26 %
Annalena Baerbock16 %
Armin Laschet12 %

Bundestagswahl-Umfrage: Markus Söder wäre der bessere Kanzlerkandidat der Union gewesen

Aus Sicht vieler Wähler:innen wäre Markus Söder* der bessere Kanzlerkandidat der Union. Dem Trendbarometer zufolge würden 40 Prozent ihm bei einer Kanzler-Direktwahl die Stimme geben - das sind mehr als dreimal so viele wie für Armin Laschet. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass Söder auch für andere Parteien attraktiv wäre: 27 Prozent der Wähler:innen anderer Parteien können sich vorstellen, den Bayern zum Kanzler zu wählen. Das gilt auch für 44 Prozent der FDP-Wähler, 39 Prozent der Unentschlossenen und 55 Prozent der Union-Wähler von 2017, die derzeit nicht mehr CDU oder CSU wählen wollen.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der erhobenen Daten. Forsa gibt eine statistische Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten an. (uf/dpa) fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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