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Geld ist vor allem nach Trennungen häufig ein schwieriges Thema.

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Kommentar zum Unterhalt: Unverschämte Rabenväter

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Unser Kommentator Dieter Sattler hat schon Verständnis für die armen Teufel, die das Geld für Unterhalt nicht zusammenbekommen. Aber allen anderen sagt er ganz klar: Den Unterhalt nicht zu zahlen, ist kein Kavaliersdelikt.

Es ist wirklich eines der unerfreulichsten Themen, die es in unserem Sozialstaat gibt. Männer zeugen Kinder und sind dann nach der Trennung oder dem Ende einer Kurz-Beziehung nicht bereit, für den Nachwuchs Unterhalt zu bezahlen. Solche Väter wünscht sich keiner. Leider muss Vater Staat dann seinem Namen alle Ehre machen und in die Bresche springen. Rund zwei Milliarden Euro kostete das im vergangenen Jahr den Steuerzahler, der ja bekanntlich der auch nicht immer reiche Sponsor des Staates ist.

Der Hintergrund zum Kommentar:  Väter bleiben gegenüber dem Staat Unterhalt schuldig

Die Hilfe der Allgemeinheit wird eiskalt einkalkuliert

Wetten, dass unter diesen Rabenvätern nicht wenige sind, die sich über diese oder jene Ungerechtigkeit beschweren, die ihnen real oder vermeintlich widerfahren ist? Die aber die bodenlose Unverschämtheit, die ihr Dauerverhalten darstellt, ganz leicht verdrängen können. Gewiss gibt es unter diesen Männern sicher auch wirklich arme Teufel, die trotz aller Bemühungen das Geld für Unterhalt nicht zusammenbekommen. Aber es gibt garantiert noch viel mehr, die eiskalt einkalkulieren, dass die Allgemeinheit schon für sie einspringt. Es soll sogar Fälle geben, in denen Mütter, um den Dauerärger mit den unzuverlässigen Vätern zu vermeiden, deren Namen gegenüber den Behörden verschweigen. Damit machen sie sich zu Komplizen, wenn man es auch ein Stück weit verstehen kann. Wer will schon jeden Monat dem Geld hinterherlaufen, um am Ende vielleicht doch immer wieder mal auf dem Trockenen zu sitzen?

Der Staat muss mehr tun, um die Schlawiner am Schlafittchen zu packen. Ähnlich wie bei Steuerhinterziehung oder Ladendiebstahl wird man nie alle Lücken schließen können. Aber es ist es jede Anstrengung wert, möglichst viel Missbrauch zu vermeiden. Diese Fälle sind das Gegenteil von einem Kavaliersdelikt.

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