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USA: Doch noch ein knappes Rennen?

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Von: Dieter Sattler

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© (FNP)

Man kann zwar nicht sagen, dass die amerikanischen Wähler am 8. November nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hätten, denn Hillary Clinton wäre für die USA und die Welt die eindeutig bessere Entscheidung als Donald Trump.

Man kann zwar nicht sagen, dass die amerikanischen Wähler am 8. November nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hätten, denn Hillary Clinton wäre für die USA und die Welt die eindeutig bessere Entscheidung als Donald Trump. Aber eine ideale Kandidatin der Demokraten ist die Ex-Außenministerin und Ex-First-Lady zweifellos nicht. Denn gegen sie kann Trump wunderbar den einzigen echten Trumpf ausspielen, den er hat: den Furor gegen das politische Establishment. Zur geschäftlichen Elite gehört er zwar natürlich selbst, aber er kann sich wirkungsvoll als Einzelkämpfer gegen Washington aufspielen. Dieser Kampf fällt ihm gegen Hillary Clinton wahrlich nicht schwer. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Bill war sie seit mehreren Jahrzehnten in Spitzenämtern. Die beiden sind durch vielfältige Aktivitäten steinreich geworden. Clinton fällt es schwer, das eigene Lager zu mobilisieren, dessen junger und linker Teil ihren Konkurrenten Bernie Sanders liebte. Dennoch schien Clinton nach der Veröffentlichung von Trumps sexistischen Ausfällen das Rennen schon zu gewinnen. Aber der Konter des republikanischen FBI-Chefs saß: Berichte über E-Mails von Hillary und Merkwürdigkeiten von Bills letzten Handlungen als Präsident (er begnadigte einen Steuersünder) ließen die Kampagne Trumps noch einmal Fahrt aufnehmen. Noch liegt Clinton in den umkämpften Staaten, die die Entscheidung bringen, vorne, aber es könnte noch einmal überraschend eng werden.

dieter.sattler@fnp.de  

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