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Kommentar zur Eishockey-WM

Viertelfinale ist das Maximum

Die Eishockey-WM und das olympische Turnier sind sportlich nicht zu vergleichen. Der historische Silbermedaille von Pyeongchang wird Deutschland niemand mehr nehmen.

Die Eishockey-WM und das olympische Turnier sind sportlich nicht zu vergleichen. Der historische Silbermedaille von Pyeongchang wird Deutschland niemand mehr nehmen. Aber nun muss man die Olympischen Spiele abhaken und sich der Realität stellen.

In Dänemark sind andere Kaliber am Start. Kanada und die USA haben starke NHL-Auswahlen mit großen Stars dabei. Schweden bringt 16 Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga mit, Finnland acht, Tschechien sieben, Russland sechs und die Schweiz fünf.

Und dabei wird es nicht bleiben. Die unsinnigen und einmaligen Regularien der Eishockey-Weltmeisterschaft ermöglichen es den Teams, sich während des Turniers erheblich zu verstärken. Wovon die sechs Top-Nationen der Welt reichlich Gebrauch machen. Sich der eigenen Stärke bewusst, starten sie mit Kadern, in denen Plätze frei bleiben. Dabei nehmen sie Niederlagen gegen Außenseiter durchaus in Kauf. Die haben für sie keine Auswirkung. Die Qualität ihrer Teams ist so groß, dass ihnen das Viertelfinale nicht entgehen kann. Und dass der Gruppensieg keine Garantie für leichtere Gegner ist, mussten schon viele erkennen, die gegen den Vierten Kanada oder USA ausgeschieden waren.

Deutschland muss hingegen vom ersten Tag an Vollgas geben. Bundestrainer Marco Sturm verlor durch die Absage von 15 Olympia-Helden fast alle Routiniers. Mit dem vorhandenen Kader ist der Einzug ins Viertelfinale das absolute Maximum. Medaillen-Träume sind unsinnig. Die bleiben in der Eishockey-Welt lediglich sechs Nationen vorbehalten.

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