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Der Toyota RAV4 IV im Gebrauchtwagen-Check

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Toyota RAV4 IV (2013 bis 2018)
Kompakter sportlicher Geländewagen: Der Toyota RAV4 fährt mittlerweile in der fünften Generation vor - wie schlägt sich das japanische Modell als Gebrauchtwagen? © Toyota/dpa-tmn

SUVs boomen in allen Farben und Formen. Auch auf dem Gebrauchtmarkt ist die Auswahl riesig. Und bei den Kompakten muss es nicht immer ein VW Tiguan sein - wie wäre es etwa mit einem RAV4 von Toyota?

Berlin - Der RAV4 ist ein Urgestein unter den Kompakt-SUVs. Doch das allein macht aus ihm noch keinen Kassenschlager. Die vierte Generation blieb bei den Neuwagenverkäufen unter den Erwartungen.

Ein Gebrauchtwagen-Tipp ist der mit Front- und Allradantrieb gebaute Wagen dennoch: Er schneidet „in allen Jahrgängen mit deutlich weniger Mängeln als der Klassendurchschnitt ab“, notiert der „Auto Bild Tüv Report 2022“. Nur einen großen Patzer leistet sich der RAV4 bei der Hauptuntersuchung (HU).

Modellhistorie: Im Jahr 2013 kam der RAV4 IV auf den Markt, die Modellpflege von 2016 brachte einen Euro-6-Diesel von Kooperationspartner BMW sowie eine lang erwartete Voll-Hybridversion. Anfang 2019 rückte Generation Nummer fünf nach.

Abmessungen (laut ADAC): 4,56 m bis 4,61 m x 1,85 m x 1,66 m bis 1,68 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 547 l bis 1746 l. (Hybrid: 501 l bis 1633 l).

Karosserievarianten: Zuvor auch als Dreitürer gebaut, gibt es den Toyota RAV4 seit der dritten Modellgeneration nur noch als Fünftürer.

Stärken: Solide Verarbeitung und üppige Serienausstattung zählen zu den Vorzügen. Bei der HU geben sämtliche Fahrwerkskomponenten so gut wie keinen Anlass zu Beanstandungen. Fehler in der Lenkung sind laut „Auto Bild Tüv Report 2022“ sogar so gut wie nicht feststellbar.

Achsaufhängung sowie Federn und Dämpfer werden nur „in Ausnahmefällen“ bemängelt. Die Fußbremse arbeitet zuverlässig, Bremsleitungen und -schläuche sind robust, was auch auf die Abgasanlage zutrifft. Ölverlust ist selten.

Schwächen: Vor allem die Feststellbremse wird bemängelt - und zwar überdurchschnittlich oft in allen Jahrgängen, mit Ausnahme der dritten HU im Fahrzeugalter von sieben Jahren. Bei der ersten HU könnten die teils bemängelten Scheinwerfer insgesamt besser abschneiden - aber das war’s dann auch schon an grundlegender Kritik. Vereinzelt klagen Halter über undichte Differentiale und Probleme mit Drehmomentwandlern, so der Tüv-Report.

Pannenverhalten: Der ADAC verortet ältere Modelle der Erstzulassungsjahre 2013 bis 2015 im Mittelfeld seiner Pannenstatistik, jüngere dagegen auf guten Plätzen. Einziger Pannenschwerpunkt sind die Batterien (2014 und 2015).

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 112 kW/152 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 91 kW/124 PS und 110 kW/150 PS; Hybrid (Front- und Allradantrieb): 145 kW/197 PS Systemleistung.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- RAV4 2.0 D-4D Executive 4x2 Start/Stopp (2016); 105 kW/143 PS (Vierzylinder); 117.000 Kilometer; 17.100 Euro.

- RAV4 2.0 Valvematic Executive 4x4 (2013); 111 kW/151 PS (Vierzylinder); 114.000 Kilometer; 15.000 Euro. - RAV4 2.5 VVT-i Hybrid Comfort 4x4 (2016); 145 kW/197 PS (Vierzylinder und E-Motor); 99.000 Kilometer; 18.700 Euro. dpa

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