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Hagelschaden am Auto: Welche Versicherung bezahlt?

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Von: Marcus Efler

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Zerschlagene Scheiben und Beulen in der Karosserie sind typische Hagelschäden
Zerschlagene Scheiben und Beulen in der Karosserie sind typische Hagelschäden. © Bernd März/Imago

Ein heftiger Hagelsturm kann das Design eines Autos nachhaltig verändern. Der Schaden ist in der Regel versichert. Das gilt es zu beachten.

Sie gehören zum Sommer wie offene Cabrios und Eis am Stiel: Heftige Gewitter, die heiße Sommertage kühl und nass beenden. Oft gehen sie mit Hagelschlag einher. Nicht selten erreichen die eisigen Körner die Größe von Golfbällen – und manchmal sogar die von Tennisbällen. Für ein Auto, das gerade nicht in der Garage geparkt ist, und den Angriff aus der Luft fahrend (unter Berücksichtigung dieser Vehaltensregeln) oder am Straßenrand abwettert, bedeutet das oft: Totalschaden.

Hagelschaden am Auto: Welche Versicherung bezahlt?

Könnte man zerschlagene Scheiben noch ersetzen, ist eine Reparatur der verbeulten Karosserie meist so gut wie unmöglich. Das führt in der Regel zu einem wirtschaftlichen Verlust im fünfstelligen Bereich. Die gute Nachricht: Wer sein Auto Kasko-versichert hat, bekommt den Schaden meistens recht unbürokratisch ersetzt. Allerdings sollte er ihn der Versicherung möglichst sofort melden.

Die noch bessere Nachricht: Es muss nicht einmal ein luxuriöse Vollkasko-Versicherung sein. Denn die Teilkasko zahlt nicht nur bei Diebstahl oder Steinschlag im Glas, sondern auch bei Hagelschlag. In der Regel überweist sie den Zeitwert des Fahrzeugs, den ein Sachverständiger ermittelt hat. Heftige Unwetter sind den Schadens-Sachbearbeitern in der Regel auch bekannt, sodass Autofahrer nicht mühsam den Wetterbericht des betreffenden Tages einholen müssen.

Hagelschaden am Auto: Nicht sofort verschrotten

Was man nicht überstürzt tun sollte: Das Auto sofort frustriert zur Schrottpresse fahren. Zumindest, bis die Versicherung den Schaden reguliert hat, sollte der Wagen in Reichweite einer möglichen Besichtigung durch einen Sachverständigen bleiben. In der Zeit kann es durchaus sinnvoll sein, einen Käufer zu suchen – auch im Ausland: Vor allem aus den USA ist bekannt, dass es dort Autofahrer und -Sammler gibt, die für einen Pkw im speziellen Beulendesign einiges springen lassen.

Natürlich kann man auch einfach das Geld von der Versicherung nehmen und mit der kalt verformten Karosserie weiterfahren. In beiden Fällen muss allerdings vereinbart sein, dass der Wagen beim Halter verbleibt und nicht in den Besitz der Versicherung übergeht. (me)

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