Autofahrer sollten ihre Scheinwerfer immer gut pflegen - ein Hausmittel hilft dabei.
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Gerade im Winter ist es wichtig, dass die Scheinwerfer ausreichend Leuchtkraft besitzen.

Tipps für Autofahrer

Scheinwerfer zu schwach: So bekommen Sie das Autolicht wieder hell

Erst im Winter wird deutlich, wie schlecht die Scheinwerfer des Autos leuchten. In diesem Artikel verraten wir, wie Sie sie wieder heller bekommen.

Funzelige Scheinwerfer machen das Autofahren im Winter zum gefährlichen Blindflug. Doch es gibt Abhilfe, wenn das Abblendlicht zu schwach leuchtet – am einfachsten geht es wohl mit einem simplen Haushaltstrick*. Weitere nützliche Tipps für gute Sicht in der dunklen Jahreszeit erhalten Sie in den folgenden Abschnitten.

Scheinwerfer zu schwach: Reinigung mit warmem Wasser & Spülmittel

Wichtigste Voraussetzung für gutes Licht sind saubere Scheinwerfer. Die Streuscheiben oder Klarglas-Abdeckungen sollten daher möglichst sauber gehalten werden. Ein weicher Schwamm, warmes Wasser und Autoshampoo oder Spüli reichen für die Reinigung. Sind danach Risse oder große Macken in zu sehen, hilft nur ein Austausch – ansonsten leidet nicht nur die Sicht, auch die nächste Hauptuntersuchung könnte zur Hürde werden. Denn die Beleuchtung ist prüfungsrelevant. Auch einfache Trübungen lässt der Sachverständige nicht durchgehen. Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kann die Abdeckung aber mit feinem Schleifpapier und Polierpaste nass polieren. Im Fachhandel sind entsprechende Sets inklusive einer Versiegelung zu haben.  

Lesen Sie auch: TÜV Report 2020: Diese drei Autos haben bei der Hauptuntersuchung schlechte Karten.

Scheinwerfer zu schwach: Birnen müssen womöglich gewechselt werden

Liegt die schlechte Sicht an den Lampen selbst, gibt es ebenfalls Abhilfe. Bei Halogen-Birnen existieren große Qualitätsunterschiede. In der Regel lohnt es sich, auf die etwas teureren Markenprodukte zurückzugreifen. Bei der Auswahl können auch die regelmäßig in Zeitschriften veröffentlichten Tests helfen. Seit einiger Zeit sind auch Lampen mit bläulichem Licht erhältlich, das häufig als „Xenon-Effekt“ beworben wird. Da die Lichtfarbe dem Tageslicht recht ähnlich ist, empfinden manche Autofahrer derartige Lampen subjektiv als besonders angenehm. Die tatsächliche Lichtausbeute ist allerdings nicht unbedingt besser als bei normalen Halogen-Lampen. Generell gilt: Echte Wunder gibt es nicht: Entsprechend vollmundige Versprechen – vor allem im Internet – sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Auch interessant: Verkehrsregeln: Die größten Irrtümer bei Autofahrern.

Bei einigen Autos können die Halogenscheinwerfer durch Xenon- oder LED-Leuchten ersetzt werden. Allerdings können nicht einfach die Leuchtmittel gewechselt werden, stattdessen muss die komplette Scheinwerfereinheit getauscht werden. Bei Leuchtstärken oberhalb von 2.000 Lumen sind zudem eine automatische Leuchtweitenregelung und eine Scheinwerferreinigungsanlage vorgeschrieben. Auch deswegen kann der Umbau teuer kommen, 1.000 Euro und mehr werden schnell fällig. Von Billigangeboten im Internet lässt man trotzdem lieber die Finger. In der Regel haben sie keine ECE-Zulassung, auch wenn die Anbieter das behaupten.

Zum Weiterlesen: Werden Autofahrer von LED-Scheinwerfern wirklich stärker geblendet? ADAC sagt ‚Ja‘.

Scheinwerfer zu schwach: Einstellung überprüfen

Die beste Beleuchtung hilft jedoch nichts, wenn die Scheinwerfer falsch eingestellt sind. Für die passende Grundeinstellung ist die Fahrt in die Werkstatt nötig. Fahrer von Autos mit Halogenlicht müssen die Leuchtkegel darüber hinaus manuell an die jeweilige Beladung anpassen. Wenn das Auto zu Weihnachten mit Geschenken vollgepackt ist, droht die Hinterachse in die Knie zu gehen und das Licht trifft die Straße nicht mehr richtig. Bei Autos mit Xenon- und LED-Leuchten übernimmt eine Automatik die Regelung

Wer selbst mit gutem und hellem Licht fährt, wird weniger geblendet, weil die Pupillen sich der besseren Ausleuchtung anpassen. Trotzdem sollte man auch dann nicht in die Scheinwerfer des Gegenverkehrs schauen. Besser wird der Blick auf die rechte Fahrbahnbegrenzung gerichtet. Hilfreich gegen Blendung ist auch eine möglichst hohe Sitzposition. Zwar sind Scheinwerfer so eingestellt, dass sie in der Regel dem Gegenverkehr nicht direkt ins Gesicht leuchten, bei Bodenwellen kann jedoch trotzdem passieren. In höheren Autos wie Vans oder SUVs ist die Wahrscheinlichkeit jedoch geringer. (Holger Holzer/SP-X) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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