Das Gallus wird kulinarisch aufgewertet

  • vonAndrea Möller
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Es tut sich was im Gallus – und zwar in der Mainzer Landstraße 229. Hier findet sich in einem Hinterhof die frühere Spielhalle, die in Zukunft als Domizil für eine Mischung aus Gastro- und Konzertbetrieb dienen wird.

Es tut sich was im Gallus – und zwar in der Mainzer Landstraße 229. Hier findet sich in einem Hinterhof die frühere Spielhalle, die in Zukunft als Domizil für eine Mischung aus Gastro- und Konzertbetrieb dienen wird.

Bis das „Ninti’s“, so der Name, seine Türen öffnet, dauert es allerdings noch einige Monate. Die Umbauten haben nämlich gerade erst begonnen. „Wir hoffen, spätestens im November fertig zu sein“, sagt Hannibal Tarkan Daldaban. Der gebürtige Deutsche mit türkischen Wurzeln hat das Konzept des Ninti’s entwickelt. Was ihm nicht besonders schwer gefallen ist: Als Eventmanager und Gastroberater verfügt er über viel Erfahrung. Für sein neuestes Projekt sieht er mehrere Betriebe vor, die sich über beide Etagen des Flachbaus verteilen.

Das Erdgeschoss gliedert er in zwei Bereiche. Auf der einen Seite erwartet die künftigen Gäste eine Station mit Burgern und Sandwiches. Sie lassen sich vor Ort verspeisen oder ins Büro mitnehmen. Auf der anderen Seite wird es bewegliche Kochstationen geben, die vier bis acht Quadratmeter messen. „Wie in der Kleinmarkthalle“, erklärt Daldaban, „nur mit mobilen Ständen.“ Sie halten verschiedene Angebote bereit und bespielen einen Restaurantbereich. Die gesamte Etage präsentiert sich unter dem Label „Korrekt“ – was bedeutet, dass Bioprodukte aus der Region verwendet werden.

Im Obergeschoss plant Daldaban eine Konzerthalle namens „Konfuzius Franz“. Sie eignet sich für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen. Auf dem Programm stehen etwa Electric Six im November und DJ Krush im Dezember. Gleich nebenan liegt der Backstage-Bereich, der außerdem als Speakeasy fungiert. So wurden die illegalen Clubs während der amerikanischen Prohibition bezeichnet. Wie seine Vorbilder ist auch das „Fabel“ nicht leicht zu finden und über einen geheimen Eingang zu betreten. Sein optisches Konzept umfasst Wohnzimmermöbel der 1950er- und 1960er-Jahre.

Die Kombination aus Gastro- und Konzertbetrieb beschreibt Daldaban gerne als „Begegnungsstätte, die die Leute kulinarisch und kulturell zusammenbringt“. Der 39-Jährige hat das Ganze aber nicht nur konzipiert, er wird auch die Stelle des Geschäftsführers übernehmen. Sein Partner bei dem Projekt ist Harald Franz, der die Spielothek im selben Haus leitet. Um das Gebäude herum versammeln sich donnerstags übrigens verschiedene Foodtrucks. Der „Hessendöner“ mit Kasseler und Sauerkraut im Fladenbrot gehört ebenso dazu wie „Goose“ mit seinen Waffeln und ab nächster Woche „Chez Vivi“ mit ihren Crêpes. Es tut sich halt was im Gallus.

(moe)

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