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Finden junge Menschen nach ihrer Ausbildung keinen Job, müssen nicht die Eltern, sondern das Bafög-Amt die Kosten für eine weitere Ausbildung tragen. So urteilte das Oberlandesgericht Hamm.

Eltern müssen für zweite Ausbildung nicht noch mal zahlen

Eltern, die ihren Kindern eine Ausbildung finanziert haben, müssen nicht noch mal zahlen, wenn das Kind keinen Job gefunden hat. Das allgemeine Risiko der Nichtbeschäftigung nach der Ausbildung dürfe den Eltern nicht angelastet werden, entschied das Oberlandesgericht Hamm.

Eltern, die ihren Kindern eine Ausbildung finanziert haben, müssen nicht noch mal zahlen, wenn das Kind keinen Job gefunden hat. Das allgemeine Risiko der Nichtbeschäftigung nach der Ausbildung dürfe den Eltern nicht angelastet werden, entschied das Oberlandesgericht Hamm.

Volljährige Kinder müssten nach Abschluss ihrer Ausbildung selbst für sich sorgen. Ausnahmen gebe es etwa, wenn der erlernte Beruf aus nicht vorhersehbaren Gründen wie einer Erkrankung nicht ausgeübt werden könne (Az.: 7 UF 18/18 OLG Hamm).

Im konkreten Fall hatte eine junge Dortmunderin an einer Hochschule in Mannheim studiert und ein Tanzdiplom abgelegt. Eine Stelle als Tänzerin fand sie aber nicht. Teils habe es 3000 Bewerber für eine einzige Stelle gegeben. Deshalb entschloss sie sich später, noch Psychologie zu studieren. Für dieses zweite Studium hatte das Land 6400 Euro Bafög gezahlt und von den Eltern zurückverlangt - zu Unrecht, wie das Gericht entschied.

(dpa)

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