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Gerade im Energiebereich können Haushalte ganz bequem viel Geld einsparen - doch es gibt noch viele weitere Ansatzpunkte.

Den Geldbeutel entlasten

So geht Einsparen im Jahr 2019

Ob nun zu wenig Geld bei zu viel Monat übrig ist oder aber das Geld reicht, doch irgendwie nie genügend übrigbleibt, um etwas auf die Seite zu legen: Wer kennt das nicht?

Zusätzlich sorgt die EZB mit ihren Zinsentscheidungen dafür, dass wirkliches Sparen immer unattraktiver wird. Trotzdem lässt sich jeden Monat recht einfach etwas Geld einsparen, wenn an den richtigen Stellschrauben gedreht wird. Es muss nicht einmal auf viel verzichtet werden, wenngleich das Sparen mit ein wenig Aufwand verbunden ist.

Anbietervergleiche nutzen 

Abgesehen von denjenigen, die ohnehin schon zu munteren Vertragswechseln geworden sind, lässt sich durch den Anbietervergleich in jedem Haushalt Geld einsparen. Hier gilt stets die Devise, dass je älter ein Vertrag ist, umso mehr gespart oder auch herausgeholt werden kann. Einige Möglichkeiten für den Vergleich im Überblick:

  • Energieanbieter – der Strompreisvergleich ist die einfachste Lösung, um monatlich ein wenig zu sparen. Oftmals nutzen gerade Mieter den Grundversorger mit dem Grundversorgungstarif, da auf diesen bei Einzug automatisch zugegriffen wird. Das ist allerdings der teuerste Stromvertrag. Beim Wechsel sollte nur darauf geachtet werden, dass es kürze Kündigungsfristen und keine Mindestvertragslaufzeit gibt. Gerade im zweiten Jahr verteuern sich solche Verträge durch den Wegfall des Bonus.
  • Telefonanbieter – das ist mitunter ein wenig schwieriger, da zuerst die Kündigungszeit in Erfahrung gebracht werden kann. Laufzeitverträge verlängern sich automatisch jährlich, wenn sie nicht gekündigt werden. Das ist aber zum richtigen Zeitpunkt stets möglich. Wer nicht kündigen will, aber mehrere Verträge bei einem Anbieter hat, der sollte unbedingt schauen, ob es Kombiangebote gibt. Einer der Verträge wird nun vergünstigt.
  • Versicherungen – auch sie sollten bereits aufgrund ihrer Inhalte jährlich kontrolliert und gegebenenfalls gewechselt werden. Ist die Hausratversicherung eventuell überdimensioniert? Und sind alle Zusatzversicherungen wirklich notwendig?

Diese Spartipps kosten ein wenig Zeit und Nerven, doch lohnt es sich. Bei Versicherungen gilt allerdings, nicht allein auf das Geld zu schauen, hier kommt es auch auf die Inhalte an.

Verantwortungsvoller Verbrauch: Ohne große Anstrengungen Geld sparen

In Deutschland landet täglich eine Unmenge von Geld in der Mülltonne. Die Rede ist natürlich von der Lebensmittelverschwendung, die für jeden Einzelnen auch wieder das Wegwerfen von Geld bedeutet. Hand auf Herz: Wer hat nicht schon einmal den abgelaufenen Joghurt fortgeschmissen, ohne zu schauen, ob er nicht noch gut ist? Der verantwortungsbewusste Verbrauch ist das wichtigste Element beim Sparen, denn gerade Lebensmittel müssen nicht eingekauft werden, wenn sich diese noch zu Hause befinden. Und das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur ein Hinweis. Zusätzlich gilt:

  • Reste – auch Reste sollten nicht einfach fortgeschmissen, sondern weitergenutzt werden. Vorratsdosen helfen auf diesem Gebiet ungemein.
  • Gemüse – ist schon wieder Gemüse im Kühlschrank, doch die Freunde laden zum Essen ein? Paprika, Champignons, Peperoni – sie müssen nur zerkleinert und gewaschen werden, dann lassen sie sich wunderbar einfrieren. Pluspunkt: Das Gemüse ist nun schon zerkleinert, das nächste Kochen geht viel schneller von der Hand.
  • Großpackungen – auch sie lohnen sich und können teils auf Kochevents im Freundeskreis verbraucht werden. Alternativ können sich gerade Singles zusammenschließen und gezielt große Packungen kaufen, die nun geteilt werden.

Aber auch der Stromverbrauch oder die Heizenergie sind entscheidend fürs Sparen. Unnötige Stromquellen sollten ausgeschaltet werden, die Beleuchtung auf stromsparende LED umgestellt. Bei der Heizung spart schon ein einziges Grad Geld ein – und das spürt man spätestens auf der nächsten Nebenkostenabrechnung.

Sparangebote nutzen

Die Supermärkte und Discounter übertrumpfen sich wöchentlich mit ihren Sparangeboten. Manchmal sind sie wirklich die besten Spartipps, allerdings sollte aufgepasst werden:

  • Angebot prüfen – ist das wirklich ein Angebot? Manche Hersteller lassen Händler Angebotsaktionen fahren, wenn sie das Packungsdesign verändern. Hin und wieder bedeutet das leider, dass mit neuem Design auch am Inhalt gespart wird.
  • Bedarf prüfen – kein noch so guter Rabatt ist ein echter Spartipp, wenn der Verbraucher schlichtweg Produkte kauft, die er nicht benötigt oder verbrauchen kann. Bei Produkten ohne echte Haltbarkeit ist es natürlich nicht schädlich, wenn fünf Flaschen Duschgel zum Preis von dreien gekauft werden. Fünf Wassermelonen zu denselben Konditionen führt aber wahrscheinlich dazu, dass die Melonen weggeschmissen werden müssen.

Um wirklich zu sparen, sollte vor jedem Einkauf eine Einkaufsliste erstellt werden. Auf diese kommt all das drauf, was benötigt wird. Jetzt wird sich im Geschäft strikt an die Liste gehalten: Was nicht draufsteht, wird nicht gekauft. Auf diese Weise lassen sich die teuren Spontankäufe vermeiden, die letztendlich wirklich ins Geld gehen.

Alles schon getan – trotzdem kein Geld gespart

Wer all diese Tipps ohnehin schon berücksichtigt, aber trotzdem kaum Geld übrig hat, dem kann nur zur Führung eines Haushaltsbuchs geraten werden. Das ist anstrengend und, zugegeben, zuerst unheimlich erschreckend, doch zeigt es bitterböse auf, wo das Geld versickert:

  • Kleinstkäufe – das Brötchen beim Bäcker, die Bratwurst in der Mittagspause, Kaugummis an der Tankstelle und der Kaffee zwischendurch. Die kleinen Posten summieren sich bei den meisten Menschen zu beträchtlichen Monatsbeträgen.
  • Kleidung – auch manche Männer haben dieses Problem, doch trifft es wohl eher Frauen. Die kleinen Shoppingvergehen, weil der Pulli oder die Tasche so wunderschön waren, reißen monatlich ebenso ein Loch ins Sparvermögen. Alternativ können hier natürlich Elektrogeräte, Multimedia oder Autozubehör genannt werden.
  • Ausgehen – je nach Lokalität kann schon ein Drink weniger in der Partynacht am Monatsende echtes Geld in der Hand bedeuten.

Für ein aussagekräftiges Haushaltsbuch müssen wirklich alle Posten einzeln und detailliert eingetragen werden. Es hilft nichts "Wocheneinkauf" zu notieren, wenn geschaut werden will, welche Käufe unnötig waren. Das ist zwar Arbeit, doch spätestens nach drei Monaten kommt – leider – das böse Erwachen.

Fazit – jetzt wird gespart

Schon vier nicht weggeworfene Joghurts sind zwei Euro. Das ist ein Kaffee beim Bäcker. Wer wirklich gezielt darauf achtet, was eingekauft wird und verantwortungsbewusst mit den Einkäufen umgeht, der wird automatisch Geld sparen. Kommen nun noch Anbieterwechsel und ein verändertes Strom- und Heizverhalten hinzu, summiert sich die Ersparnis beträchtlich. Für den Anfang empfiehlt sich dennoch ein Haushaltsbuch, damit die Ausgaben wirklich einmal Schwarz auf Weiß begutachtet werden können.

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