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Die Haushaltskasse:

Welcher Betrag ist wirklich notwendig?

Immer wieder wird der Haushalt zum Ausgangspunkt diverser Anschaffungen, die kaum vermieden werden können.

In vielen Haushalten wird aus diesem Grund großen Wert auf finanzielle Reserven gelegt, die dazu in der Lage sind, die Belastungen in der gewünschten Weise aufzufangen. Doch welche Beträge sind dafür wirklich notwendig und wie lassen sie sich bei einem hohen Maß an Komfort ansparen?

Der Blick auf den Lebensstandard

Schnell wird deutlich, dass es gerade bei diesem Thema nicht möglich ist, zu pauschalen Aussagen überzugehen. Zu viele individuelle Faktoren lassen sich erkennen, die letztlich doch einen großen Einfluss auf die Ausgangslage haben. Dazu zählt zunächst der Lebensstandard, der die eigenen Ausgaben bestimmt. Finanziell gut gestellte Haushalte, die ihr monatliches Einkommen gerne für luxuriöse Anwendungen aufbringen, werden grundsätzlich mehr Geld auf die Seite legen müssen, um über ein Polster gleichen Umfangs zu verfügen. Gleichsam hat die Größe der Familie einen wichtigen Einfluss auf diese wirtschaftlichen Dimensionen.

Experten auf dem Gebiet des Sparens empfehlen für die Haushaltskasse einen Betrag, der etwa vier bis sechs Monatseinkommen entspricht. Erst dann ist ihrer Meinung nach ein Puffer vorhanden, der die Anschaffungen des Alltags tatsächlich ausgleichen kann. Dazu zählt:

  • Mietrechnung
  • Strom, Wasser, Gas
  • Einkäufe von Lebensmitteln
  • Versicherungen und laufende Kosten
  • Größere Einzelkäufe

Es ist die teure Reparatur des Autos, oder die Jahresrechnung für die Heizung, welche von diesen Reserven bezahlt werden muss. Doch auch der Wunsch nach einer neuen Küche lässt sich leichter verwirklichen, wenn bereits Vorarbeit geleistet werden konnte.

Gerade in den vergangenen Jahren sank für die Menschen in Deutschland die Bedeutung des Haushaltsbuchs. Dies liegt vor allem an den niedrigen Zinsen, die aktuell die Lage in der Finanzwelt bestimmen. So ist es für die Verbraucher möglich, an besonders günstige Kredite zu kommen und diese zu den eigenen Gunsten einzusetzen. Selbst ein negativer Schufa-Eintrag ist kein Ausschlusskriterium mehr für den Erhalt der ersehnten Finanzierung. Seriöse Foren wie dieses hier machen darauf aufmerksam, wie digitale Banken diese Kunden auffangen können. Sie tragen einen Teil dazu bei, dass ein finanzieller Engpass durch ein günstiges Darlehen aufgefangen werden kann.

Schutz bei Arbeitslosigkeit

Doch nicht nur für die Anschaffungen im Haushalt kann die Summe der Ersparnisse von großer Bedeutung sein. In einigen Haushalten wird zudem Wert darauf gelegt, dass es sich um ein wirtschaftliches Polster handelt, das auch im Fall einer Arbeitslosigkeit zum Tragen kommen kann. In dieser Situation ist es dann möglich, sich auf die schützende Wirkung der angesparten Geldsumme zu verlassen. Handelt es sich tatsächlich um die Entsprechung von sechs Monatseinkommen, so ist es für ein halbes Jahr möglich, ohne große finanzielle Engpässe nach einer neuen beruflichen Aufgabe zu suchen. Derweil ist dafür gesorgt, dass die Kosten des Alltags dennoch im vollen Umfang nach dem eigenen Gusto gedeckt werden können.

Die gezielte Anlage

Wer den wichtigen Schutz vor Arbeitslosigkeit mit dem wirtschaftlichen Polster verbindet, sollte sich sogleich Gedanken über die richtige Anlage des Geldes machen. Zu jeder Zeit muss der betreffende Betrag leicht verfügbar sein, um schnell auf unwegsame Situationen reagieren zu können. Leider ist es in dieser Lage nicht möglich, eine Wertsteigerung durch eine gezielte Investition in Betracht zu ziehen. So ist es zum Beispiel bei einem Festgeldkonto nicht möglich, zu jeder Zeit an den angelegten Betrag zu kommen, ohne dabei die Zinsen wieder in Gefahr zu bringen.

Handelt es sich um die einzigen handfesten Reserven, die im Haushalt vorhanden sind, so sollte auch vom Kauf von Aktien Abstand genommen werden. Auf den ersten Blick scheint es sehr verlockend zu sein, den Betrag an der Börse noch einmal zu vermehren und damit den wirtschaftlichen Spielraum ohne eigenes Zutun zu steigern. In der Praxis offenbart sich leider ein ganz anderes Bild. Denn die Schwankungen an der Börse können dafür sorgen, dass zu einem gewissen Zeitpunkt nur unter Verlusten verkauft werden kann. Ist es jedoch genau zu dieser Zeit wirklich notwendig, auf die Reserven und Ersparnisse zurückzugreifen, so entsteht ein Dilemma, das nicht ohne Verluste enden kann.

Dennoch gibt es unterschiedliche sinnvolle Möglichkeiten, um die ersparte Summe richtig anzulegen. Auf eigenes Risiko wird ein solch hoher Geldbetrag von mehreren tausend Euro in den eigenen vier Wänden aufbewahrt. Besser erscheint es, ihn zum Beispiel auf einem separaten Girokonto oder Sparbuch zu platzieren. Doch Achtung: Hier muss für eine klare Trennung von den monatlich verfügbaren Geldern gesorgt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die ersparten Beträge doch für den Kauf des neuen Smartphones oder Fernsehers ausgegeben werden, für den sie doch eigentlich gar nicht vorgesehen waren.

Auch ein Schließfach in der Bank kann sich als attraktive Methode erweisen, um den ersparten Betrag zu jeder Zeit gut zugänglich zu halten. Dies liegt daran, dass die Summe dort in bar eingelagert werden kann, ohne sie dabei einem hohen Risiko auszusetzen. Bei Bedarf ist es binnen weniger Stunden möglich, an das Geld zu gelangen, welches dann zur Deckung der Kosten eingesetzt werden kann.

Der Weg zu den Ersparnissen

Doch wie ist es nun überhaupt möglich, jemals eine so große Summe anzusparen? Tatsächlich ist je nach Höhe des Einkommens und Höhe der monatlichen Ausgaben ein gewisser Vorlauf erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen. Ein erster wichtiger Tipp, der sich leicht in die Tat umsetzen lässt, ist das automatische Sparen mithilfe eines Dauerauftrags. Dabei wird ein separates Konto eröffnet, das ganz klar als Sparkonto gekennzeichnet ist. Dort besteht zu keiner Zeit die Absicht, die ersparte Summe auszugeben, sofern es nicht den eigentlichen Zwecken des Haushaltsgeldes und der persönlichen Absicherung dient.

In jedem Monat bietet sich nun die Gelegenheit, einen kleinen Teil des verfügbaren Einkommens auf dieses Konto zu überweisen. Bereits mit rund 50 Euro ist es möglich, sehr schnell die ersten positiven Veränderungen zu erkennen. Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, das Geld auf andere Weise zu investieren, kann der Dauerauftrag direkt zu Beginn eines jeden Monats eingerichtet werden. Auf diese Weise stehen die finanziellen Mittel fortan gar nicht mehr für eine anderweitige Investition zur Verfügung. Stattdessen lassen sie sich ganz gezielt zum Aufbau des finanziellen Polsters einsetzen.

An den laufenden Kosten sparen

Gerade die laufenden Belastungen, die Monat für Monat von unserem Konto abgebucht werden, sind ein attraktiver Ansatzpunkt für die ersten Ersparnisse. Dies liegt daran, dass bereits eine Senkung um wenige Euro pro Monat ihre Spuren hinterlässt. Wer dazu neigt, das eine oder andere Abo abzuschließen, welches eigentlich nicht benötigt wird, der sollte sich schon zu einem frühen Zeitpunkt über die möglichen Alternativen in Kenntnis setzen. Hier lohnt es sich, den Kontoauszug eines Monats ganz genau durchzugehen und dabei auch die Abbuchungen von der Kreditkarte einzubeziehen. In vielen Fällen wird der eine oder andere Posten zu erkennen sein, an dem es doch möglich gewesen wäre, die Kosten ganz bewusst zu reduzieren, da die betreffende Leistung schon gar nicht mehr in Anspruch genommen wird.

Deutlich schwerer ist es auf der anderen Seite, für eine Erhöhung des monatlichen Einkommens zu sorgen. Denn unsere zeitlichen Ressourcen, die wir dafür zum Einsatz bringen können, sind zu jeder Zeit begrenzt. Am wahrscheinlichsten ist in vielen Fällen eine Erhöhung des monatlichen Gehalts, die besonders von der Dienstzeit und den erbrachten Leistungen abhängig ist. Bahnt sich eine solche Erweiterung der monatlich verfügbaren Mittel an, so lohnt es sich in jedem Fall, einen Teil des neu gewonnenen Geldes direkt zu den Ersparnissen zu packen. Andere ziehen für sich einen Nebenjob in Betracht, mit dem sie ihr wirtschaftliches Potenzial steigern möchten. Zu beachten ist hier jedoch die zusätzliche Belastung, die damit in den Alltag integriert wird und die in den meisten Fällen nicht einfach ausgeblendet werden kann.

Eine ganzheitliche Herangehensweise

Unter dem Strich erscheint es hier besonders wichtig, die eigenen Bemühungen nicht nur auf einen einzigen Punkt zu fokussieren. Zunächst sollte es gelingen, die zu sparende Summe möglichst genau zu taxieren. Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit, den Weg zu dieser Ersparnis zu bahnen und über die passende Anlage des Geldes nachzudenken.

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