Es gibt neue Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung
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Es gibt neue Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Gesetzlich versichert

Diese Leistungen bezahlen Krankenkassen seit dem 1. Oktober

Es gibt neue Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese betreffen werdende Eltern, Menschen mit psychischen Problemen und alle ab einem Alter von 35 Jahren.

Mehr Tests beim Neugeborenen-Screening und beim Gesundheits-Check-up sowie ein neues Angebot in der Psychotherapie: Diese Leistungen stehen gesetzlich Krankenversicherten seit Oktober zu. Darauf wies der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken Ende September hin. Was sich konkret zum 1. Oktober geändert hat:

  • Neugeborenen-Screening: Die Blutuntersuchung umfasst künftig auch Tests auf Sichelzellkrankheit und spinale Muskelatrophie, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Damit würden im Rahmen des Screenings 16 statt bisher 14 angeborene Störungen abgedeckt.
  • Hepatitis B und C bei Check-up: Versicherte ab 35 Jahren haben alle drei Jahre Anspruch auf eine umfassende Gesundheitsuntersuchung, Check-up genannt. Künftig können sie sich dem dpa-Bericht zufolge hierbei auch einmalig auf die Viruserkrankungen Hepatitis B und Hepatitis C testen lassen. „Die Tests können übergangsweise auch separat durchgeführt werden, wenn der letzte Check-Up weniger als drei Jahre zurückliegt“, informierte zudem das Ärzteblatt anlässlich des erweiterten Angebots.
  • Neuerungen bei Psychotherapie: In der ambulanten Psychotherapie steht dem Ärzteblatt zufolge außerdem mit der gruppenpsychotherapeutischen Grundversor­gung ein neues Angebot zur Verfügung. „Patientinnen und Patienten können hier erste Erfahrungen sam­meln und prüfen, ob eine Gruppentherapie für sie infrage kommen könnte. Therapeuten informieren in bis zu vier Sitzungen zu je 100 Minuten oder in bis zu acht Sitzungen zu je 50 Minuten über psychische Störungen sowie über Arbeitsweise und Wirkmechanismen, Chancen und Nutzen einer Gruppentherapie“, heißt es weiter auf www.aerzteblatt.de. Es sei kein Anzeige- oder Antragsverfahren gegenüber den Krankenkassen notwendig.

In diesem Monat gibt es davon abgesehen noch eine andere Neuerung: Coronatests sind ab dem 11. Oktober nicht mehr kostenfrei. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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