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Spar-Trick: So verbessern Sie Ihre Rente und können dabei kräftig Steuern sparen

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Mit zusätzlichen Zahlungen können Arbeitnehmer ihr Rente aufbessern und gleich­zeitig eine Menge Steuern sparen. Stiftung Warentest erklärt den Spar-Trick.

  • Arbeitnehmer können ihre gesetzliche Rente mit zusätzliche Beiträgen aufbessern und gleichzeitig Steuern sparen.
  • Die Experten von Stiftung Warentest sagen, wie es funktionieren kann.
  • Lesen Sie hier die Spar-Tipps.

Mit zusätzlichen Zahlungen können Sie ihre künftige Rente* aufbessern und gleichzeitig kräftig Steuern sparen. Die Experten von Stiftung Warentest sagen, wie es geht: Arbeitnehmer können ihre gesetzliche Rente mit zusätzlichen Beiträgen aufbessern. Dass sie dadurch Steuern* sparen, gelte noch als Geheimtipp, heißt es in einem aktuellen Beitrag auf „Test.de“. Dabei sei dieser Spar-Trick ganz legal, seit es möglich ist, die Rentenabschläge auszugleichen. „Solche Ausgleichszahlungen bringen bis zu bestimmten Beträgen als Altersvorsorgeaufwendungen Steuerabzug.“

Einen großen Teil der Beträge, die Steuerabzug bringen, schöpfen Arbeitnehmer bereits durch den Pflichtbeitrag von 18,6 Prozent zur Rentenversicherung 2020 aus, heißt es in dem Beitrag konkret. So zahle ein Angestellter mit 50.000 Bruttogehalt insgesamt 4.650 Euro (9,3 Prozent) im Jahr ein. Der Arbeitgeber komme für die andere Hälfte von 4.650 Euro auf. „Inklusive Arbeitgeberbeitrag gehen folglich schon mal 9.300 Euro von 25.046 Euro Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen ab“, berichtet "Test.de".

Lesen Sie hier: Stiftung Warentest: Das sind die zwölf häufigsten Irrtümer bei der Lebens- und Rentenversicherung

So sparen Sie clever Steuern

Dabei lassen sich den Experten zufolge sogar mehrere Tausend Euro Steuern sparen. Allerdings nicht unbegrenzt: „Das Finanzamt erkennt Beiträge zur Basisaltersvorsorge nur bis zum Höchstbetrag an.“ 2020 betrage dieser 25.046 Euro. Für Ehepaare sei es doppelt so viel – 50.092 Euro. 

Außerdem zähle davon derzeit nur ein gewisser Anteil. „So wirken sich vom Höchstbetrag 2020 maximal 90 Prozent steuerlich aus, höchstens also 22.542 Euro (Ehepaare 45.083 Euro). Jedes Jahr steigt der Anteil um weitere 2 Prozent, bis im Jahr 2025 100 Prozent der anerkannten Beiträge bis zum Höchstbetrag Steuerabzug bringen.“

So könnten Berufstätige jedes Jahr „mehr Beiträge zur Basisaltersvorsorge jeweils bis zum Höchstbetrag“ absetzen, heißt es weiter in dem Bericht. „Im Gegenzug muss jeder neue Rentenjahrgang mehr von der Altersrente versteuern, bis für Neurentner ab 2040 die Rente voll steuerpflichtig ist.“ Der Tipp der Experten: „Bevor Sie Ausgleichszahlungen in die Rentenkasse leisten, sollten Sie ermitteln, wie viel sich für Sie maximal steuerlich auswirkt.“

Erfahren Sie hier: Alarmierende Zahlen: So wenig Geld bleibt für Rentner im Monat übrig

Zusätzlich in die Rentenkasse einzahlen

Ab 50 Jahren können Beschäftigte Stiftung Warentest zufolge eine Regelung nutzen, die streng genommen dafür da sei, die Abschläge einer Frührente bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. „Genauso gut können sie damit aber ihre reguläre Alters­rente erhöhen“, so der Tipp auf "Test.de".

Dass Extrazah­lungen für kommende Ruhe­ständler interes­sant sein könnten, rechnen die Experten am Beispiel einer 55-jährigen Muster-Arbeitnehmerin vor, die 50.000 Euro brutto im Jahr verdient: „Sie kann ihre gesetzliche Rente damit um mehr als 200 Euro erhöhen und gleich­zeitig rund 13.700 Euro Steuern sparen, wenn sie über drei Jahre verteilt zusätzlich 44.916 Euro in die Rentenkasse einzahlt.“

Die Einzahlsumme ist gedeckelt: „Frei wählen können Arbeitnehmer den Einzahlbetrag nich“, heißt es weiter auf „Test.de“.. Die Rentenkasse rechne einen individuellen Maximalbetrag aus. „Das ist die Summe, die sie einzahlen müssten, um anfallende Abschläge bei einem vorzeitigen Rentenbeginn auszugleichen.“ Mehr gehe nicht und damit sei auch das mögliche Plus bei der Rente begrenzt.

Frühester Renten­start ist mit 63 Jahren. Das geht, wenn Versicherte bis dahin auf mindestens 35 Versicherungs­jahre kommen, sonst etwas später. „Steuerlich attraktiv ist es für Beschäftigte oft, die zusätzliche Beträge von mehreren Tausend Euro in die Rentenkasse einzahlen wollen, die Summe über mehrere Jahre zu verteilen“, so ein weiterer Rat von Stiftung Warentest. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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Arbeitgeberverbände fordern jetzt, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen.

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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