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Für viele bedeutet die Abgabe der Steuererklärung Stress. Doch nun haben Sie mehr Zeit, sie abzugeben.

Worauf Sie jetzt achten müssen

Vorsicht: Jetzt gilt eine neue Abgabefrist für Ihre Steuererklärung 2018

Bisher galt als Abgabefrist für die Steuererklärung der 31. Mai. Das ändert sich jedoch 2019 - ab diesem Jahr haben Sie dafür etwas mehr Zeit.

Viele stöhnen auf, wenn sie wieder ansteht – die verhasste Steuererklärung. Wer sie dieses Jahr machen muss, sollte sich allerdings zuvor darüber informieren, ob sich rechtliche Änderungen ergeben haben.

Bis wann kann ich meine Steuererklärung abgeben?

Seit 2019 gilt der 31. Juli als letzter Abgabetermin. Sie müssen also Ihre Steuererklärung für 2018 nicht mehr bis zum 31. Mai abgeben, sondern haben dafür nun zwei Monate länger Zeit. "Alle Bürgerinnen und Bürger sollen mehr Zeit bekommen, ihre Steuererklärungen effektiv zu erledigen", erklärte dazu Heike Taubert, Thüringer Finanzministerin (SPD) auf dem Portal Thüringen.de.

Sie können die Abgabefrist aber auch noch weiter verschieben – wenn Sie einen triftigen Grund haben. Darunter fallen:

  • Krankheit
  • Fehlende Steuerbelege
  • Arbeitsüberlastung
  • Umzug

Wenn einer dieser Gründe auf Sie zutrifft, müssen Sie vor dem 31. Juli einen schriftlichen Antrag auf Verlängerung bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen. Bitten Sie zudem um eine schriftliche Bestätigung. Wenn das Finanzamt zustimmt, können Sie so den Abgabetermin bis Ende September desselben Jahres hinauszögern. Allerdings können Sie auch versuchen, ohne Begründung eine Fristverlängerung zu beantragen. Einfach anrufen und fragen.

Falls Sie keinen Antrag stellen und die Abgabefrist verpassen, kann es sein, dass Sie eine Mahnung durch das Finanzamt erhalten. Wenn Sie auch diese ignorieren sollten, müssen Sie eventuell am Ende einen sogenannten Verspätungszuschlag zahlen.

Falls Sie allerdings Ihre Steuererklärung für 2018 von einem Steuerberater machen lassen, können Sie diese automatisch bis zum 31. Dezember des Folgejahres übermitteln. Aber auch nur, wenn Sie beim Finanzamt angegeben haben, dass Sie Ihre Steuererklärung über einen Steuerberater abwickeln lassen. Auch hier kann sich die Frist in begründeten Fällen verlängern, dann ist der letzte Abgabetermin der 28. Februar des Zweitfolgejahres.

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Welche steuerlichen Änderungen muss ich beachten?

Wer einen Rechtschreibfehler entdeckt oder sich bei den Angaben vertan hat, nachdem er seine Steuererklärung bereits weggeschickt hat, konnte das bisher nicht mehr ändern lassen. Wer das nämlich innerhalb der Einspruchsfrist erst gemerkt hat, der hatte oft Pech. Doch seit dem 01. Januar 2017 ist eine neue Steuervorschrift (§173a AO) in Kraft getreten.

Und die besagt, dass das Finanzamt nun Steuererklärungen aufheben und sogar ändern muss, wenn dem Arbeitnehmer auffällt, dass er Schreib- oder Rechenfehler - und damit falsche Angaben - in seiner Steuererklärung gemacht hat.

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Ebenfalls ab dem 01. Januar 2017 darf die Steuerverwaltung nun – mit Ihrer Zustimmung – Ihren Steuerbescheid elektronisch übermitteln (§122a AO). Diesen erhalten Sie meist drei Tage nach der elektronischen Ankündigung per Email.

Früher war das noch anders: Wer 2016 seine Steuererklärung zum Beispiel über das ElsterFormular gemacht hatte, der wurde danach meist vom Finanzamt darüber per Email informiert und erhielt zudem seinen Steuerbescheid schriftlich per Post.

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Hatte man allerdings Anmerkungen oder war mit den Berechnungen des Finanzamts nicht einverstanden, konnte erst mit dem Erhalt des Papier-Steuerbescheids Einspruch erheben. Doch mit der neuen Vorschrift können Sie einen etwaigen Einspruch nun elektronisch bekannt geben – und zwar unmittelbar, wenn Sie den elektronischen Bescheid erhalten.

Eine weitere Erleichterung stellt sicherlich für viele Arbeitnehmer dar, dass sie grundsätzlich keine Belege mehr vorzeigen müssen. Das heißt, sie schicken diese nur noch per Post, wenn das Finanzamt danach fragt. Das gilt besonders bei Quittungen über getätigte Spenden. Diese mussten zuvor immer zusätzlich zur elektronischen Übermittlung per Post geschickt werden. Seit 23. Juli 2016 dürfen Sie sie auch elektronisch an Ihr zuständiges Finanzamt übermitteln.

Doch Vorsicht: Falls das Finanzamt nicht sofort die Belege fordert, bedeutet das nicht, dass sie sie nicht (mehr) benötigen. Es kann Belege ab Erhalt des Steuerbescheids noch bis zu zehn Jahre danach von Ihnen verlangen.

Dies gilt ebenfalls, wenn Sie einen Behinderten-Pauschbetrag beanspruchen. Wenn Sie ihn bereits einmal beantragt haben, müssen Sie keinen entsprechenden Beleg mehr vorzeigen. Falls sich allerdings der Grad der Behinderung ändern sollte, hat das Finanzamt das Recht, einen Nachweis anzufordern.

Erfahren Sie hier, warum Sie Ihre Steuererklärung besser vier Jahre rückwirkend abgeben - und viel Geld absahnen.

Ab wann kann ich die Steuererklärung wirklich abgeben?

Bereits ab März dieses Jahres nehmen Finanzämter Steuererklärungen von Arbeitnehmern entgegen. Der Grund dafür: Die Steuer-Software ElsterOnline beziehungsweise das ElsterFormular der deutschlandweiten Steuerverwaltung werden laut des Bundesfinanzministeriums erst im Laufe des Februars bereitgestellt.

Deshalb können die Mitarbeiter/innen der bundesweiten Finanzämter erst Mitte März ihre Arbeit aufnehmen und die eingehenden Steuererklärungen für 2018 bearbeiten.

Außerdem haben Arbeitgeber, Versicherungen und weitere Institutionen Vorrang – Sie sollten bis Ende Februar ihre Lohnsteuerdaten, die Versicherungsdaten ihrer Versicherungsnehmer an die Behörden weitergeben. Dazu zählen unter anderem die Lohnsteuer-Bescheinigungen, Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung und zur Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen. Damit die Daten jeweils im März beim Finanzamt vorliegen und die Steuererklärungen bearbeitet werden können.

Erfahren Sie hier, mit welchen Freibeträgen Sie viel Geld sparen können.

Wann erhalte ich meinen Steuerbescheid?

Grundsätzlich bekommen Sie etwa sechs Wochen bis sechs Monate später eine (elektronische) Benachrichtigung von Ihrem Finanzamt. Das kann allerdings stark variieren und hängt auch damit zusammen, wie komplex Ihr Fall beziehungsweise die Auswertung Ihrer Angaben ist.

Ihre Meinung ist gefragt!

Erfahren Sie hier, warum es so wichtig ist, auch als Student die Steuererklärung abzugeben. Und hier können Sie nachlesen, welche Unterlagen Sie dringend benötigen.

Von Jasmin Pospiech

Steuererklärung 2018 kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt übermitteln. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück. © dpa / Hans-Jürgen Wiedl
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig. © dpa /Jens Wolf
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten – schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person. © pixabay / Takmeomeo
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Kinder kosten viel Geld – doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld. Sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage "Kind" von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben. © iStockphoto
Bereits als Student macht es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euros sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen.
Bereits als Student ergibt es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euro sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen. © pixabay / janeb13
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Softwares sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden in den Programmen Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können.
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Programme sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können. © pixabay / Simon
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen.
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen. © iStockphoto

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