Eierlikör hält sich länger als viele denken - und ist schnell gemacht.
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Eierlikör hält sich länger als viele denken - und ist schnell gemacht.

Rezept

Kann Eierlikör schlecht werden? Mit diesem Rezept machen Sie ihn einfach selbst

  • Anne Tessin
    VonAnne Tessin
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Zu Ostern steht er hoch im Kurs: Eierlikör. Wer nur gelegentlich ein Glas trinkt, oder ihn für Kuchen und Eis verwendet, fragt sich, wie lange sich Eierlikör hält.

  • Eine Flasche Eierlikör wird meist nicht direkt ausgetrunken.
  • Aber wie lang hält sich Eierlikör eigentlich?
  • Wir verraten es Ihnen und außerdem, wie Sie Eierlikör ganz leicht selbst machen.

Selbst Menschen, die Eierlikör als "Alte-Damen-Schnaps" sehen, sagen an Ostern zu einem Gläschen nicht nein. Oder man verwendet den cremigen Likör jetzt für Süßspeisen oder als Extra auf dem Eis. Aber was tut man dann mit der angebrochenen Flasche*? Kann man sie eine Weile im Kühlschrank aufbewahren? Oder wird Eierlikör schnell schlecht? Immerhin enthält er rohe Eier...

Eierlikör hält sich lange - auch angebrochen

"Je jünger, desto frischer und geschmacksintensiver ist Eierlikör. Deshalb empfehlen wir, Eierliköre innerhalb von ein bis zwei Jahren zu verzehren", weiß Stefan Buggle, Leiter Produktentwicklung und Qualitätsmanagement bei vomFASS. Wichtig zu wissen: Dies gilt nur für noch verschlossene Flaschen. Angebrochen sollte Eierlikör zeitnah verbraucht werden, im Kühlschrank hält er sich aber immerhin noch etwa sechs Monate. Dass Eierlikör – wie viele andere Lebensmittel, die Ei enthalten – verderblich ist, stimmt jedoch nicht! "Alkohol und Zucker haben eine konservierende Wirkung auf das Produkt. Daher geht auch keine Gefahr von Salmonellen aus", so Buggle. Ein klassisches "Ablaufdatum" gibt es für Eierlikör also nicht.

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Was ist dann die orangefarbene Schicht auf dem Eierlikör?

Häufig setzt sich im Laufe der Zeit eine orangefarbene Schicht auf dem Eierlikör ab oder es bilden sich Bläschen. "Das sind keinesfalls Zeichen dafür, dass der Likör schlecht geworden ist", versichert der Experte. "Es handelt sich dabei um Ei-Öl (Dotterfett) und damit einen natürlichen Bestandteil des Eis. Das Ei-Öl setzt sich von den anderen Komponenten, beispielsweise dem Alkohol und Zucker, ab."

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So sollten Sie Eierlikör am besten aufbewahren

"Um zu gewährleisten, dass Eierlikör bis zu zwei Jahre genießbar bleibt, sollte er kühl, dunkel und ungeöffnet, das heißt mit möglichst wenig Sauerstoff in der Flasche, aufbewahrt werden", schließt vomFASS-Experte Stefan Buggle.

So machen Sie Eierlikör einfach selbst

Für einen Liter brauchen Sie:

  • Eigelbe* von frischen Eiern
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker 
  • 250 g Puderzucker 
  • 340 ml Kondensmilch (7,5 % Fett) 
  • 250 ml Prima Sprit - Neutralalkohol (alternativ: Korn, Wodka oder weißer Rum)

Und so machen Sie den Eierlikör:

  • Verrühren Sie die Eigelbe und den Vanillezucker in einer Schüssel, die für ein Wasserbad geeignet ist, bevorzugt aus Metall.
  • Rühren Sie nach und nach den Puderzucker, die Kondensmilch und den Alkohol unter.
  • Nun platzieren Sie die Schüssel über einem heißen Wasserbad und schlagen sie mit dem Handrührgerät mit Quirlaufsatz etwa fünf bis sechs Minuten dickcremig auf.
  • Füllen Sie den Eierlikör noch heiß in die sauberen, auskochten Flaschen und verschließen Sie diese gut.

So ein selbstgemachter Eierlikör hält sich gut verschlossen etwa sechs Monate im Kühlschrank.

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Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
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