Gemüse schneiden
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Jeden Tag Gemüse und Co. schneiden – frisch kochen kann ganz schön Zeit und Energie fressen.

Mit diesen einfachen Tricks sparen Sie jede Menge Zeit und Geld beim Kochen

  • Anne Tessin
    vonAnne Tessin
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Ihr Alltag ist hektisch? Durch den Mangel an Zeit und Lust ernähren Sie sich oft einseitig oder fühlen sich gestresst vom Gedanken ans Kochen? Dann sind diese Tipps Gold wert.

Vom Single bis zur Großfamilie – Essen und Kochen ist ein Thema, das alle betrifft und nicht selten stresst. Was soll gekocht werden, sind die Zutaten im Haus, wer kauft ein und wer soll das überhaupt alles schneiden und zubereiten?

Wenn Sie sich diesen Frust in Zukunft mildern, oder sogar ganz vom Hals schaffen wollen, ist gute Planung entscheidend. Hier die wichtigsten Tipps und Kniffe:

1. Räumen Sie Ihren Kühlschrank auf

In einem unordentlichen Kühlschrank finden Sie sich nicht zurecht und Essensreste*, die Sie eigentlich noch gebrauchen könnten, verstecken sich in der letzten Ecke und verderben, ehe Sie sie entdecken.

  • Räumen Sie Ihren Kühlschrank komplett aus.
  • Werfen Sie alles weg, was sein Haltbarkeitsdatum überschritten hat (aber Vorsicht: Nicht alle Lebensmittel, die abgelaufen sind, sind auch schlecht).
  • Werfen Sie alles weg oder verschenken Sie, was Sie sowieso nicht mehr essen werden.
  • Wischen Sie den Kühlschrank gründlich mit Essigwasser aus, um Schmutz und unangenehme Gerüche zu entfernen.
  • Sortieren Sie die Lebensmittel nach Gruppen wieder ein. Nutzen Sie dabei Körbe, um sie besser zusammenzufassen.

Wenn Sie alles auf einen Blick erkennen können, nutzen Sie Ihre Vorräte viel besser, werfen weniger weg und sparen Zeit und Geld.

Schauen Sie schnell in Ihren Kühlschrank: Diese Lebensmittel müssen raus

Äpfel bleiben knackiger und geschmackvoller, wenn Sie sie dunkel und kühl aufbewahren. Der Kühlschank ist zu kalt. Außerdem entströmt Äpfeln Methylen. Dieses Gas lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben.
Äpfel bleiben knackiger und geschmackvoller, wenn Sie sie dunkel und kühl aufbewahren. Der Kühlschank ist zu kalt. Außerdem entströmt Äpfeln Methylen. Dieses Gas lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben. © Pixabay
Knoblauch verliert im Kühlschrank seinen Geschmack und gibt ihn unglücklicherweise an alles ab, was sich in seiner Nähe befindet.
Knoblauch verliert im Kühlschrank seinen Geschmack und gibt ihn unglücklicherweise an alles ab, was sich in seiner Nähe befindet. © Pixabay
Basilikum liebt die Wärme und wird im Kühlschrank geschmacklos. Kaufen Sie ihn im Topf, oder stellen Sie ihn in ein Glas mit frischem Wasser.
Basilikum liebt die Wärme und wird im Kühlschrank geschmacklos. Kaufen Sie ihn stattdessen im Topf, oder stellen Sie ihn in ein Glas mit frischem Wasser. © Pixabay
Sie denken vielleicht, dass Brot im Kühlschrank länger frisch bleibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es trocknet schneller aus. Bewahren Sie es stattdessen in einem Brotkasten auf.
Sie denken vielleicht, dass Brot im Kühlschrank länger frisch bleibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es trocknet schneller aus. Bewahren Sie es stattdessen in einem Brotkasten auf. © Pixabay
Kaffeepulver sollten Sie in einem luftdichten Behälter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Es nimmt schnell fremde Gerüche und Feuchtigkeit auf. Kaffeebohnen können Sie dagegen in kleinen Mengen einfrieren.
Kaffeepulver sollten Sie in einem luftdichten Behälter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Es nimmt schnell fremde Gerüche und Feuchtigkeit auf. Kaffeebohnen können Sie dagegen in kleinen Mengen einfrieren. © Pixabay
Honig hält sich ewig ohne Kühlung. Im Kühlschrank kristallisiert er nur und lässt sich unmöglich aufs Brot schmieren.
Honig hält sich ewig ohne Kühlung. Im Kühlschrank kristallisiert er nur und lässt sich unmöglich aufs Brot schmieren. © Pixabay
Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen und Co. können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Besonders Kirschen leiden im Kühlschrank.
Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen und Co. können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Besonders Kirschen leiden im Kühlschrank. © Pixabay
Öl verfestigt sich und wird trüb im Kühlschrank. Nur Nussöle sollten kalt aufbewahrt werden.
Öl verfestigt sich und wird trüb im Kühlschrank. Nur Nussöle sollten kalt aufbewahrt werden. © Pixabay
Auch Zwiebeln verlieren im Kühlschrank einen Großteil ihres Geschmacks.
Auch Zwiebeln verlieren im Kühlschrank einen Großteil ihres Geschmacks. © Pixabay
Die Kälte im Kühlschrank verwandelt die Stärke in Zucker. Das Ergebnis: Die Kartoffeln schmecken seltsam. Dieser Zucker wird beim Braten und Frittieren dann auch noch in das krebserregende Acrylamid umgewandelt. Also ein doppeltes Nein.
Die Kälte im Kühlschrank verwandelt die Stärke in Zucker. Das Ergebnis: Die Kartoffeln schmecken seltsam. Dieser Zucker wird beim Braten und Frittieren dann auch noch in das krebserregende Acrylamid umgewandelt. Also ein doppeltes Nein. © Pixabay
Auch Gewürze verlieren im Kühlschrank ihr Aroma und damit eigentlich auch ihren ganzen Sinn.
Auch Gewürze verlieren im Kühlschrank ihr Aroma und damit eigentlich auch ihren ganzen Sinn. © Pixabay
Sojasoße ist so salzig, dass sie sich auch ohne Kühlung ewig hält. Bewahren Sie sie also einfach im Küchenschrank auf.
Sojasoße ist so salzig, dass sie sich auch ohne Kühlung ewig hält. Bewahren Sie sie also einfach im Küchenschrank auf. © Pixabay
Tomaten werden im Kühlschrank weich und büßen ihr herrliches Aroma ein.
Tomaten werden im Kühlschrank weich und büßen ihr herrliches Aroma ein. © Pixabay
Bananen und andere nachreifende Obstsorten haben im Kühlschrank nichts verloren. Die Schale verfärbt sich schneller braun und die Frucht wird ungenießbar.
Bananen und andere nachreifende Obstsorten haben im Kühlschrank nichts verloren. Die Schale verfärbt sich schneller braun und die Frucht wird ungenießbar. © Pixabay
Das mag Sie überraschen, aber Eier müssen erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum in die Kühlung. Vorher werden sie von der Citicula geschützt. Kaufen Sie die Eier dagegen gekühlt, müssen Sie sie weiter kühlen.
Das mag Sie überraschen, aber Eier müssen erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum in die Kühlung. Vorher werden sie von der Citicula geschützt. Kaufen Sie die Eier dagegen gekühlt, müssen Sie sie weiter kühlen. © Pixabay

Auch interessant: Die meisten machen es falsch – so wärmen Sie Essen richtig auf

2. Machen Sie einen Essensplan

Unzählige Rezepte in Kochbüchern und im Netz machen es schwer, eine Wahl zu treffen. Behalten Sie den Überblick, indem Sie Tagen ein bestimmtes Motto geben. Der schnelle Nudelmontag, der fleischfreie Freitag, der Auflaufmittwoch – wenn Sie wissen, in welche Richtung Sie für Rezepte schauen müssen, dann können Sie sich viel schneller entscheiden. Schreiben Sie sich Rezepte, die Sie ausprobiert und für gut befunden haben auf, damit Sie sie wieder einplanen können. Manche Menschen machen sogar einen rotierenden Essensplan, der sich innerhalb eines gewählten Zeitraums immer wieder wiederholt. Einfacher und schneller geht es kaum...

3. Bereiten Sie nicht zu viel auf einmal vor

Richtige Vorkoch-Profis bereiten am Sonntag schon sämtliche Gerichte für die nächste Woche zu. Das kann Anfänger schnell überfordern und sie fangen gar nicht erst an. Stapeln Sie also lieber tief und beginnen Sie mit einem oder maximal zwei Gerichten, die Sie vorkochen. Suchen Sie sich dafür einen festen Tag aus. Wenn sich alles eingespielt hat, können Sie die Menge der vorgekochten Rezepte schrittweise erhöhen.

4. Schreiben Sie einen ausführlichen Einkaufszettel

Haben Sie Ihren Essensplan und die Gerichte parat, die Sie vorkochen wollen, geht es ans Einkaufen. Mit einem kompletten Einkaufszettel – am besten sogar nach der Sortierung Ihres Lieblingssupermarktes geschrieben – sparen Sie sich beim Einkaufen jede Menge Zeit und Frust. Sie müssen dann, wenn überhaupt, nur noch frische Lebensmittel, die eine kurze Haltbarkeit haben, tagesaktuell kaufen.

5. Bereiten Sie sich sorgfältig aufs Kochen vor

Sie kennen es aus Koch- und Backsendungen: Die Zutaten stehen fertig vorbereitet und abgewogen bereit und müssen dann nur noch genutzt werden. Hobbyköche kochen zumeist einfach drauf los und verzetteln sich. Das Ergebnis: Sie geraten in Stress und das Ergebnis entspricht vielleicht auch nicht Ihren Erwartungen. Lesen Sie sich also im Vorfeld gut das jeweilige Rezept durch, bereiten Sie alle Zutaten vor und kochen Sie dann effizient und mit Spaß.

6. Setzen Sie auf One-Pot-Gerichte

Der Name ist neu, das Prinzip überhaupt nicht: One-Pot-Rezept folgen dem Prinzip des guten, alten Eintopfs und entwickeln es weiter. Mittlerweile gibt es unzählige Rezepte, bei denen Sie die Zutaten gleichzeitig oder nach und nach in einem Topf zusammenfügen, um am Ende mit einem runden, köstlichen Gericht belohnt zu werden. Damit sparen Sie nicht nur Arbeit und Zeit beim Kochen, sondern auch noch beim Abwasch.

7. Kochen Sie bestimmte Lebensmittel vor

Nicht jeden Bestandteil müssen Sie pro Rezept extra vorbereiten. Wenn Sie sich Ihren Wochenplan anschauen, sehen Sie vielleicht, dass Sie schon am Montag Hähnchen vorbraten können, das sie für ein Rezept am Mittwoch brauchen. Eventuell können Sie auch bei einem Rezept gleich etwas mehr Soße kochen, die Sie dann für ein weiteres Gericht verwenden können. Denken Sie vor und sparen Sie Zeit und Arbeit. Profi-Tipp von Vorkochern: Kochen Sie Reis oder Nudeln vor und frieren Sie sie in Portionen ein.

8. Einfrieren, Zeit sparen

Generell ist das Einfrieren eine einfache und schnelle Möglichkeit, unter der Woche nach Feierabend viel Zeit zu sparen. Sie kochen am Wochenende oder an Tagen vor, an denen Sie Zeit und Lust haben und frieren die Ergebnisse dann in passenden Portionen weg. Sie müssen nur bedenken, dass sich nicht alle Lebensmittel oder Gerichte dafür eignen. Manche verändern ihre Konsistenz oder noch schlimmer, ihren Geschmack – dazu gehören zum Beispiel Kartoffelgerichte. Suppen lassen sich dagegen toll einfrieren und schnell aufwärmen, besonders, wenn Sie sie flach in Gefrierbeuteln lagern. (ante)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Für Bauch und Seele – Diese leckere Kartoffelsuppe müssen Sie heute probieren

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch. © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar. © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht. © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne. © picture alliance / Patrick Pleul

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