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Potenzprobleme?

Wie Betroffene eine erektile Dysfunktion erkennen und was sie tun können

Erektionsstörungen sind ein häufiges Problem und können prinzipiell bei allen Altersgruppen auftreten. Es sind also auch junge Männer betroffen.

Bei vielen trifft eine erektile Dysfunktion aber erst im Zuge des Alterungsprozesses auf. Wie hoch der prozentuelle Anteil an Betroffenen ist, lässt sich allerdings nur schwer schätzen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass einige Menschen aus Scham nicht zum Arzt gehen. Daher gibt es eine hohe Dunkelziffer. Ein Arztbesuch kann bei einer Erektionsstörung aber durchaus helfen. Schließlich lässt sich die Krankheit besser behandeln, wenn sie früh erkannt wird.

Eine erektile Dysfunktion kann psychische Beschwerden verursachen. Sie schadet dem Wohlbefinden vieler Deutscher. Betroffene Männer können kein normales Sexualleben mehr führen. Sie haben oft ein geringeres Selbstwertgefühl und sind einem erhöhten Stress ausgesetzt. Manchmal kommt es sogar zu Depressionen oder Psychosen. Wer unter Erektionsstörungen leidet, sollte also in jedem Fall etwas dagegen tun. Schauen wir uns daher an, wie man eine Erektionsstörung erkennt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. 

Ursachen einer erektilen Dysfunktion

Eine erektile Dysfunktion liegt dann vor, wenn Männer über einen längeren Zeitraum hinweg keine ausreichende Erektion bekommen oder diese nicht halten können. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Prinzipiell kann selbst die Ernährung eine erektile Dysfunktion begünstigen. In den meisten Fällen wird eine Erektionsstörung allerdings durch Krankheiten oder psychische Probleme verursacht. Bei den Krankheiten hängt eine erektile Dysfunktion in mehr als der Hälfte der Fällen mit Diabetes oder Herz und Kreislaufkrankheiten zusammen. Aber auch hormonelle Störungen, ein hoher Blutdruck und andere Erkrankungen können zu einer Erektionsstörung führen.

Bei psychischen Beschwerden sind ein geringes Selbstvertrauen, Schamgefühl und ein ständiges sich unter Druck setzen häufige Problemfaktoren. Letzteres kann sich schnell zu einer Art Teufelskreis entwickeln. Auch die Einnahme von Alkohol, Nikotin, Drogen oder Medikamenten kann zu einer Erektionsstörung führen. Wer sich sicher ist an einer erektilen Dysfunktion zu leiden, sollte eine Behandlung in Erwägung ziehen. Gemeinsam mit einem Arzt kann Klarheit geschaffen und eine Lösung gefunden werden. Bei vielen Männern hilft bereits die Einnahme bestimmter Medikamente, um das Problem aus der Welt zu schaffen. 

Diagnose einer erektilen Dysfunktion

Eine rechtzeitige Diagnose ist nicht nur wichtig, um die Erektionsstörung zu behandeln. Möglicherweise liegt als Ursache eine Krankheit vor, die wesentlich ernster ist. Erektile Dysfunktionen können also ein Frühwarnzeichen für gefährliche Krankheiten sein. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten des Penis (z. B. einer Balanitis), die oft mithilfe eines Dermatoskops festgestellt werden kann, läuft die Diagnose einer erektilen Dysfunktion anders ab. Zu Beginn der Behandlung steht eine ausführliche Befragung des Betroffenen (Anamnese). Bei der Befragung spielen vor allem Fragen zum Sexualleben eine Rolle. Doch auch Dinge wie die Einnahme von Medikamenten, bestehende Erkrankungen sowie die Familien- oder berufliche Situation sind für den Arzt interessant, um sich ein besseres Bild der Lage zu machen.

Neben der Anamnese führen Ärzte auch eine klinische Untersuchung durch. Wie sie dabei vorgehen, lässt sich anhand von Anatomiemodellen gut nachvollziehen. Der behandelnde Arzt beurteilt das Hodenvolumen und schaut nach der Ausprägung sekundärer männlicher Geschlechtsmerkmale. Mögliche Indikatoren können verhärtete Bindegewebssträngen oder Veränderungen der Prostata sein. Hinzukommen weitere Untersuchungen wie eine Messung des Blutdrucks, der Blutwerte und der Becken- und Beinpulse. Anhand einer entsprechenden Diagnose können Ärzte in der Regel direkt nachvollziehen, ob eine erektile Dysfunktion vorliegt und ob diese Anhand der Krankenvorgeschichte und den Untersuchungsergebnissen kann der Arzt meist psychogene oder organische Ursachen hat.

Sollte die anfängliche Untersuchung nicht die gewünschten Erkenntnisse bringen, kann der Arzt weitere Methoden zur Behandlung hinzuziehen. Eine dieser Methoden ist der Schwellkörper-Injektionstest (SKIT). Der Schwellkörper-Injektionstest dient der Untersuchung der Funktionsfähigkeit der Schwellkörper. Des Weiteren lassen sich die Verschließbarkeit der Venen und die Versorgung der Penisarterien beurteilen. Beim SKIT wird dem Patienten eine Substanz in die Schwellkörper gespritzt. Sollte diese bereits bei kleinen Mengen zu einer Erektion führen, sind zumindest gefäßbedingte Ursachen unwahrscheinlich. Der Test dient jedoch nicht nur zur Diagnose, sondern kann auch bei der Behandlung helfen. Schließlich lässt sich anhand des Tests besser die richtige Dosis für eine Medikation ermitteln. 

Behandlung einer erektilen Dysfunktion

Da Erektionsstörungen vielfältige Ursachen haben können, gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Fakt ist, dass neue Therapieoptionen die Wahrscheinlichkeit einer Besserung oder gar einer Heilung erhöhen. Eine der häufigsten Methoden sind medikamentöse Therapieformen. Durch die Einnahme von Viagra oder anderen Substanzen wird die Potenz des Mannes gesteigert, sodass er weiterhin ein erfülltes Sexualleben führen kann. Ein weiterer Ansatz ist die Testosterontherapie. Bei der Testosterontherapie wird der Testosteronspiegel des Mannes gesteigert. Diese Art der Therapie kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn die Testosteron-Produktion des Mannes eingeschränkt ist.

Bei speziellen Formen der erektilen Dysfunktion kann eine Elektrostimulation helfen. Sie ermöglicht sogar eine vollständige Heilung. Ziel der Elektrostimulation ist es auf die Infrastruktur des Penis einzuwirken und dadurch die Potenzmuskulatur zu stärken. Die genannten Methoden sind aber nur ein Bruchteil der möglichen Therapieformen. Es gibt viele medizinisch anerkannte Ansätze. In manchen Fällen ist eine Behandlung in dem Sinne aber auch gar nicht nötig. Bereits eine Lebensumstellung kann bei Erektionsstörungen helfen. Unter anderem körperliches Training und eine gesunde Ernährung können positive Auswirkungen haben.

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