Corona

Coronavirus: Was wichtig ist – Symptome, Test und Impfstoff

  • Luisa Ebbrecht
    vonLuisa Ebbrecht
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  • Moritz Serif
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Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Alles, was bezüglich Symptomen, Tests, Quarantäne und Impfstoffen wichtig ist.

  • In Deutschland verbreitet sich das Coronavirus immer weiter.
  • Hier erfahren Sie alles über Symptome, Inkubationszeit, Behandlung, Impfstoff, Quarantäne und Tests.
  • Händewaschen, Hygiene beim Husten und Niesen und Abstand halten ist sehr wichtig.

Coronavirus und Sars-CoV-2 bezeichnen ein neues Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan aufgetaucht ist. Im Januar 2020 konnte das Virus als Coronavirus identifiziert werden. Es gehört zur gleichen Viren-Familie wie Sars und Mers. Im Februar 2020, einen Monat später, hat es die Bezeichnung Sars-Cov-2 bekommen. Das bedeutet „Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2“. Die Lungenkrankheit Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) wird durch das Virus ausgelöst. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht seit 11. März 2020 von einer Pandemie

Die Lungenkrankheit Covid-19 wird von Mensch zu Mensch übertragen. Wie die verwandten Krankheiten Sars und Mers soll sich Corona laut Experten per Tröpfcheninfektion verbreiten. Corona taucht auch in Stuhlproben auf.

Corona: Das sind die Symptome des Coronavirus 

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch des Coronavirus kann bis zu 14 Tage dauern. Wer Corona hat, kann unter den folgenden Symptomen leiden - es gibt jedoch auch viele Fälle ohne Symptome

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Halskratzen
  • Durchfall
  • Atemprobleme
  • Lungenentzündung
  • Störung von Geruchs- und/oder Geschmackssinn

Wenn das Coronavirus einen schweren Verlauf nimmt, haben Patienten oftmals Atemprobleme und Lungenentzündungen. Statistisch gesehen sterben ältere Patienten oder Menschen mit chronischen Vorerkrankungen häufiger als andere. Etwas mehr als zwei Prozent der Erkrankten sterben laut Robert-Koch-Institut (RKI) an Corona. Es sei jedoch sehr wahrscheinlich, „dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen“, berichtet das RKI. 

Coronavirus: So kann man Corona aktuell behandeln - Impfstoffe im Einsatz

Momentan kann die von Corona ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 noch nicht therapiert werden. Maßnahmen sind also von dem Verlauf der Krankheit abhängig. Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts, Sauerstoffabgabe, oder Antibiotika-Einnahme können angewendet werden. Außerdem behandelt man vorhandene Grunderkrankungen. Wissenschaftler forschen an Medikamenten gegen das Coronavirus.

Bisher gibt es allerdings noch keinen Wirkstoff. Allerdings gibt es Medikamente, die gegen andere Krankheiten entwickelt wurden, die gegen Corona eingesetzt werden. Allerdings werden mittlerweile weltweit Impfstoffe gegen das Virus eingesetzt. In Deutschland etwa kommen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson, Moderna und Astrazeneca zum Einsatz. Weitere sollen folgen.

Corona: Kontaktpersonen von Menschen, die sich mit Coronavirus infiziert haben, müssen in Quarantäne

Kontaktpersonen von Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, müssen 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Der Grund: Die Inkubationszeit der vom Coronavirus hervorgerufenen Lungenkrankheit Covid-19 dauert maximal 14 Tage. Während der Quarantäne überprüft das Gesundheitsamt den Gesundheitszustand der Patienten. Liegen Symptome vor, handelt das Gesundheitsamt schnell. Durch die Quarantäne wird sichergestellt, dass das Coronavirus nicht weitergegeben wird. Die Verbreitung des Virus kann so verhindert und eingedämmt werden. 

Corona: Händewaschen, Hygiene beim Husten und Niesen und Abstand sehr wichtig

Zunächst wurde China und die Region Hubei von Corona getroffen. Während China das Virus größtenteils unter Kontrolle hat, flammt die Pandemie in vielen Ländern Europas wieder auf. Auf der Website der WHO gibt es einen Überblick über die aktuellen Zahlen. Damit das Virus eingedämmt wird, empfehlen das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Maßnahmen. Es sind dieselben, die auch für Krankheiten wie die Grippe gelten. 

  • Händewaschen: Sehr häufig kommen die Hände mit Keimen in Kontakt. Durch Berührungen werden die Keime weitergegeben. Deshalb sollte man sich die Hände regelmäßig waschen - auch, wenn sie nicht dreckig sind. 20 bis 30 Sekunden sollte man die Hände waschen.
  • Hygiene beim Husten und Niesen: Beim Husten und Niesen kann sich das Coronavirus durch Tröpfcheninfektion verbreiten. Deshalb sollte man beim Husten oder Niesen Abstand von anderen Personen halten, in ein Einwegtaschentuch niesen und dieses entsorgen. Wer kein Taschentuch zur Hand hat, sollte in die Armbeuge niesen oder Husten und sich von anderen Personen abwenden.
  • Abstand halten: Menschen, die eine ansteckende Infektionskrankheit haben, sollten Abstand zu anderen Personen halten (mindestens ein bis zwei Meter). Gefährdete Personen sind vor allem Schwangere, Säuglinge, alte und immungeschwächte Menschen. Engen Kontakt (Küssen, Umarmen) sollte man vermeiden. Wenn man Kontakt hatte, gilt: gründlich Hände waschen.

Coronavirus: Test - Gleiche Methode wie bei Vaterschaftstest 

Eine Methode, die auch bei Vaterschaftstests zum Einsatz kommt, wird angewandt, um Menschen auf das Coronavirus zu testen. Das ist die sogenannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Bei dieser Methode nehmen Forscher Abstriche aus Rachen und der Nase. Diese werden dann untersucht. Nach ein bis zwei Tagen sind die Testergebnisse da. Mittlerweile gibt es auch PCR-Schnelltests. Sie nutzen gleiche Methode, sind allerdings vereinfacht und etwas ungenauer. Diese Tests müssen nicht in Laboren durchgeführt werden.

Zudem gibt es Antigentests, die den Erreger direkt nachweisen können. Sie müssen allerdings bestimmte Testkriterien erfüllen, um aussagekräftig zu sein. Antikörpertests dienen auch zur Identifikation einer Covid-19-Infektion. Diese Tests können vor allem eine abgelaufene Infektion nachweisen, wenn der Körper bereits Antikörper gegen den Erreger gebildet hat. Antikörpertests sagen nichts darüber aus, ob die Betroffenen noch infektiös sind, wie lange die Corona-Infektion zurückliegt oder ob ein ausreichender Immunschutz gegen eine erneute Infektion vorliegt.

Coronavirus: Helfen Schutzmasken gegen Corona? Das sagen Experten

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, herrscht in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine Maskenpflicht. Immer dann, wenn kein Abstandhalten möglich ist, müssen Mund-Nasen-Masken getragen werden. Die Maskenpflicht gilt beispielsweise in Geschäften, auf öffentlichen Plätzen und im öffentlichen Nahverkehr, in Innenstädten und auf Parkplätzen.

Die chinesische Stadt Wuhan und die Region Hubei waren besonders stark vom Coronavirus betroffen. Deshalb wurden sämtliche Zug-und Flugverbindungen nach und aus Wuhan eingestellt. Außerdem fuhren keine Busse und U-Bahnen mehr. Die Bewohner durften Wuhan nicht verlassen. Dort entstand auch ein Notkrankenhaus mit 1000 Betten. Mittlerweile hat sich das Leben in der Region und ganz China wieder normalisiert.

Coronavirus in Deutschland: Lockdown, Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen

In Deutschland hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strikte Maßnahmen gegen das Coronavirus angekündigt. Kinos, Theater, Einzelhandel, Bars und Clubs mussten im März 2020 schließen. Auch Monate später hat sich die Situation nicht entspannt, es gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Seit Winter 2020 gibt es in Deutschland einen Teil-Lockdown. Viele Freizeiteinrichtungen und Dienstleister mussten Anfang November 2020 schließen. Auch die Kontaktbeschränkungen wurden verschärft. Im April 2021 folgte gar eine nächtliche Ausgangssperre. (Stand: 29.04.2021)

Rubriklistenbild: © dpa/Christin Klose

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