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Corona-Infektion im eigenen Haushalt? Diese Regeln müssen sie dringend beachten

  • vonTobias Ketter
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Corona ist gefährlich und auch ziemlich ansteckend. Doch wie sollten Personen reagieren, die mit einem Corona-Patienten zusammenleben? Zu diesen Maßnahmen rät das RKI.

  • Kontakte mit Corona-Patienten aus dem eigenen Haushalt müssen reduziert werden.
  • Mahlzeiten sollten getrennt voneinander zu sich genommen werden.
  • Auch bei der Wäsche und dem Müll gibt es strenge Regeln zu beachten.

Frankfurt – Das Coronavirus grassiert weiterhin in Hessen. Es gibt viele Neuinfektionen und die Gefahr einer Ansteckung ist allgegenwärtig. Besonders hoch ist das Risiko, wenn man mit einer infizierten Person zusammenlebt und während der Isolation vor Ort bleibt. Das Robert Koch-Institut hat ein Infoblatt veröffentlicht, in dem wichtige Hinweise für Menschen, die mit einem Corona-Erkrankten zusammenleben, aufgeführt sind.

Corona: Nur bei guter Gesundheit mit infizierter Person unter einem Dach

Angehörige, die mit einem positiv auf Corona getesteten Menschen zusammenwohnen, sollten bei guter Gesundheit und ohne Vorerkrankungen sein. Ist das nicht der Fall, ist es ratsam, die Zeit bis zur Genesung des Verwandten oder Partners an einem anderen Ort zu verbringen.

Angehörige von Corona-Patienten, die sich zu Hause aufhalten, sollten den Kontakt möglichst meiden.

Kontakte mit einem corona-infizierten Mitbewohner müssen auf ein Minimum reduziert werden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, den Mindestabstand von eineinhalb Metern durchgehend einzuhalten und immer einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es sollte keinen Kontakt mit Menschen außerhalb des Hausstandes geben. Es ist ratsam, Lieferungen von Briefträgern vor die Tür legen zu lassen und dieses erst nach drinnen zu holen, wenn niemand mehr vor dem Haus steht.

Corona in den eigenen vier Wänden: Regelmäßiges Lüften ist notwendig

Die mit dem Coronavirus infizierte Person muss in einem eigenen Zimmer untergebracht werden, das so selten wie möglich betreten werden darf. Außerdem ist das regelmäßige Lüften der Wohnung notwendig. Mahlzeiten gilt es, zeitlich getrennt und in separaten Räumen zu sich zu nehmen.

Häufige Corona-Symptome:Husten, Fieber, Schnupfen
Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
Seltene Corona-Symptome:Pneumonie, Halsschmerzen, Atemnot
Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit
Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit,
Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall
Hautausschlag, Lymphknotenschwellung
Quelle:Robert Koch-Institut

Beim Husten und Niesen sollte sich die infizierte Person möglichst wegdrehen. Am besten ein Einwegtaschentuch benutzen und dieses sofort entsorgen. Des Weiteren empfiehlt das RKI in die Armbeuge zu husten oder niesen. Nicht infizierte Personen, die mit einem Corona-Erkrankten unter einem Dach leben, müssen sich noch häufiger die Hände gründlich mit Seife waschen und diese desinfizieren. Das gilt besonders vor dem Zubereiten von Speisen.

Corona-Patienten sollten Einweghandtücher benutzen

Keinesfalls sollten die Personen des Hausstandes die gleichen Handtücher benutzen. Es ist ratsam, dass der oder die Infizierte beim Händewaschen nur Einweghandtücher verwendet und diese dann umgehend entsorgt. Mindestens einmal pro Tag ist die Desinfektion von Oberflächen, die im Laufe des Tages berührt wurden, zu empfehlen. Das betrifft unter anderem Smartphones, Tablets, den Herd, Tische, Stühle sowie Waschbecken und Toilette.

Die Wäsche der erkrankten Person muss bei mindestens 60 Grad gewaschen und zuvor in einem separaten Wäschesack gesammelt werden. Niemals die kontaminierte Wäsche schütteln und direkten Hautkontakt vermeiden. Zum Waschen sollte ein Vollwaschmittel benutzt werden und die Kleidung muss anschließend gründlich trocknen. Der Müllsack mit Abfällen, die von Erkrankten erzeugt wurden, ist im Krankenzimmer in einem verschließbaren Behälter aufzubewahren. Der Sack sollte fest verschnürt im Restmüll entsorgt werden.

Kontakt mit Corona-Patienten: Auch Verwandte müssen sich melden

Außerdem wichtig zu wissen: Haushaltsangehörige einer mit dem Coronavirus infizierten Person gelten als Kontaktperson der Kategorie 1, wie das RKI mitteilt. Sie sollten bis 14 Tage nach ihrem letzten Kontakt zu dem isolierten Covid-19-Patienten täglich das zuständige Gesundheitsamt über ihren Gesundheitszustand informieren. Des Weiteren ist es ratsam, sich selbst hinsichtlich Corona-Krankheitssymptomen zu beobachten. Sollten diese auftreten, ist es zwingend notwendig, sich eigenständig bei den entsprechenden Behörden zu melden. (Tobias Ketter)

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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