Test ähnelt Vaterschaftstest

Corona: So funktioniert der Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2

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Weltweit tobt die Corona-Pandemie. Um das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachzuweisen, braucht es wie üblich einen Test. So funktioniert es.

  • Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit aus
  • Beim Test auf Corona kommt eine Methode zum Einsatz, die auch beim Vaterschaftstest genutzt wird
  • So funktioniert der Corona-Test

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hält die Welt in Atem. Die Infizierten- und Todeszahlen steigen täglich. In Deutschland droht gar eine Ausgangssperre wegen der Corona-Krise, aktuell herrscht ein Kontaktverbot. Dabei ist klar geregelt, wen man bei einem Kontaktverbot noch sehen darf - und wen nicht.

Wissenschaftler weltweit befinden sich auf der Suche nach einem Gegenmittel. Einen Test auf Corona gibt es bereits. Doch nicht jeder, der Symptome zeigt, wird in Deutschland auch auf das Coronavirus getestet. 

Test auf das Coronavirus: Wer getestet wird

Derzeit werden folgende Personen auf das Coronavirus getestet:

  • Personen mit Erkältungssymptomen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Infizierten hatten. 
  • Personen mit Erkältungssymptomen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) benannten Risikogebiet aufgehalten haben. 
  • Außerdem können Ärzte Personen testen lassen, die Erkältungssymptome aufweisen und sich in Gebieten aufgehalten haben, in denen das Coronavirus ausgebrochen ist und die nicht als Risikogebiet gelten

Corona-Test: So wird auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet 

Sieht ein Arzt die Notwendigkeit, einen Coronavirus-Test durchzuführen, wird dem betreffenden Patienten ein Rachenabstrich oder ein Abstrich aus der Nase entnommen. Dabei muss das medizinische Personal selbstverständlich nicht nur einen Mundschutz, sondern eine Schutzausrüstung tragen.

Beim Test auf das Coronavirus kommt eine Methode zum Einsatz, die auch beim Vaterschaftstest genutzt wird.

Zudem empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) bei einem begründeten Coronavirus-Verdacht, Proben aus den tiefen Atemwegen zu entnehmen - das ist beispielsweise ausgehustetes Sekret, das aus den Bronchien oder der Lunge stammt. 

Test auf Coronavirus Sars-CoV-2: Was der Vaterschaftstest damit zu tun hat

Die entnommenen Proben werden im Labor mittels einer Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR) untersucht. Ein ausgewähltes DNA-Stück wird in einem sogenannten Thermocycler vervielfältigt. Darin wird dann nach dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gesucht. Am Ende dieses Tests steht fest, ob Erreger im Körper sind und wenn ja, wie viele. 

Zudem wird die Polymerase-Kettenreaktion auch verwendet, um genetische Krankheiten nachzuweisen. Doch nicht nur das: Auch bei einem Vaterschaftstest und der Untersuchung des genetischen Fingerabdrucks bei Verbrechen wird die PCR genutzt.

Test auf Coronavirus Sars-CoV-2: So lange dauert es, bis das Ergebnis da ist 

Etwa fünf Stunden dauert der Test auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2. Hinzu kommen noch die Zeiten für den Transport ins Labor. Nach etwa ein bis zwei Tagen liegen die Testergebnisse vor. Diese teilt der Arzt dem Patienten dann umgehend mit.

Fällt das Ergebnis positiv aus, heißt es übersetzt: Das Coronavirus wurde gefunden. In diesem Fall wird auch das Gesundheitsamt informiert. In der Folge muss sich der Patient dann entweder in häusliche Quarantäne begeben oder er wird in ein Krankenhaus mit entsprechenden Schutzmaßnahmen eingewiesen. 

Zudem werden Kontaktpersonen ermittelt. Auch diese müssen sich zur Verhinderung einer Corona-Ausbreitung in Quarantäne begeben.

Corona-Test: Mutmaßliche Infizierte werden mehrfach auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet 

Weil bei dem Test auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 einiges schiefgehen kann, werden Patienten mehrfach getestet. Mögliche Fehler sind: 

  • Proben können falsch entnommen werden.
  • Proben können zum falschen Zeitpunkt entnommen werden.

Coronavirus Sars-CoV-2 löst die Lungenkrankheit Covid-19 aus 

Im Dezember 2019 ist das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 zuerst in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan aufgetreten. Von dort hat es sich weltweit verbreitet. Insbesondere sind Italien, Spanien und die USA betroffen. 

Das neue Coronavirus ist verwandt mit den Coronaviren Sars und Mers und verbreitet sich ebenfalls per Tröpfchen- und Schmierinfektion. Daher reichen nach Angaben von Experten Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und eine Husten- und Niesetikette aus, um sich vor dem Virus zu schützen. 

Auch Hundehalter müssen in Zeiten von Corona besonders aufpassen. Hinzu kommt, dass einige Unternehmen dazu gezwungen sind, auf die Corona-Krise mit Kurzarbeit zu reagieren.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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