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Ellbogen- oder Fußcheck in Corona-Zeiten? Von folgender Begrüßung raten Experten dringlich ab

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Von: Juliane Gutmann

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Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, begrüßen sich vor einem Arbeitstreffen im Zollamt mit einem Ellbogencheck
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz begrüßen sich im Oktober vor einem Arbeitstreffen mit einem Ellbogencheck – doch wie Corona-konform ist dieser Gruß wirklich? © Sven Hoppe/dpa

Um einer Coronavirus-Infektion vorzubeugen, heißt es bereits seit fast einem Jahr: Körperkontakt meiden. Welche Begrüßung aktuell die sicherste ist, erfahren Sie hier.

Im Grunde birgt jede Form der körperlichen Nähe aktuell das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken*. Doch der Mensch ist in der Regel nun mal ein Herdentier und braucht soziale Interaktion. Deshalb hat er sich auch schnell eine Begrüßungs-Alternative zum Handschlag ausgedacht: Da werden Füße zusammengeführt, Ellbogen und Fäuste – weil so potenziell an den Fingern klebende Viren nicht übertragen werden können. Doch welche ist denn nun die geeignetste Methode, sich in der aktuellen Ausnahmesituation inklusive Lockdown und Kontaktbeschränkungen zu begrüßen? Darüber gibt es sogar wissenschaftliche Abhandlungen.

So hatten britische Forscher bereits 2014 die sogenannte Ghetto-Faust dahingehend untersucht, wie gut sie vor Krankheiten schützen kann. Und tatsächlich: Das Zusammenführen der Fäuste überträgt den Forschern Sara Mela und David E Whitworth zufolge rund 90 Prozent weniger Krankheitserreger als der normale Handschlag. Der Grund liegt im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Hand“: Bei einem Handschlag berühren sich die Innenseiten der Hände, die auch ständig in Kontakt mit dem eigenen Gesicht, Türklinken und anderen Oberflächen sind – und somit auch häufiger mit Krankheitserregern in Kontakt kommen als die Handoberfläche.

Hallo sagen während Corona: „Keine Hand, keine Faust, keine Umarmung: Begrüßung immer mit Abstand“

Doch die Ghetto-Faust darf sich nicht zu früh freuen: Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist strikt gegen diese Form der Begrüßung: „Keine Hand, keine Faust, keine Umarmung: Begrüßung immer mit Abstand“, zitiert die Berner Zeitung das BAG. „Hand ist Hand“, wird Adrian Kammer als Leiter der Kampagnen beim BAG zitiert: „Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den klassischen Händedruck, ein High Five oder eben um die Faust handelt“. Auf Berührungen und Körperkontakt sollte aktuell generell verzichtet werden.

Was bleibt uns also übrig, um das Corona-Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten? Im Grunde wohl nur eins: Das entfernte, sichere, klassische Winken. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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Weiterlesen: Wer sich an diesen drei Corona-Hotspots aufhält, erhöht das Ansteckungsrisiko enorm.

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