Schnarchende Kinder
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Auch im Kindesalter können Menschen bereits schnarchen. (Symbolfoto)

Gesundheit

Kinder-Studie zeigt: Erschreckende Schäden durch Schnarchen - Das müssen Eltern wissen

  • Tobias Utz
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Viele Menschen schnarchen, selbst Kinder tun es. Forscher haben nun gezeigt, was das für Folgen haben kann.

Frankfurt – Schnarchen ist ein weitverbreitetes Phänomen. Eine Studie aus den 90er-Jahren kommt zum Ergebnis, dass rund 40 % aller Frauen und 60 % aller Männer gewohnheitsmäßige Schnarcher beziehungsweise Schnarcherinnen sind. In weiteren Untersuchungen schwanken die Zahlen stark, die Wissenschaft ist sich in diesem Punkt uneinig. Rhonchopathie, so der Fachbegriff für Schnarchen, kann unterschiedliche Ursachen haben. Zahlreiche Faktoren, wie das Alter, die Genetik oder beispielsweise vorausgegangener Alkoholgenuss können dafür verantwortlich sein. Oftmals schnarchen ältere Menschen, da ihr Bindegewebe bereits erschlafft ist und auf diese Weise die Luftzufuhr gehemmt wird. Doch auch Kinder können davon betroffen sein.

Schnarchen kann insbesondere für sehr junge Menschen gefährlich sein. „Durch die Atemunregelmäßigkeiten entsteht Druck auf die Lunge. Auf die Dauer kann sich dadurch die rechte Herzseite ungesund vergrößern“, erklärt Roman Roitmann, Arzt aus Frankfurt, dem Onlineportal Fitbook.de. Eine neue Studie hat zudem herausgefunden, dass Kinder, die häufig nachts schnarchen, Verhaltensauffälligkeiten wie Tagmüdigkeit zeigen. Schnarchen kann sich zudem negativ auf die Entwicklung des Gehirns bei Kindern auswirken: Schäden in bestimmten Regionen, wie der Großhirnrinde, drohen, wie die Ärzte Zeitung berichtet.

Schnarchende Kinder: Studie untersucht Gesundheit

In der Studie wurde vor allem das Phänomen der „obstruktiven Schlafapnoe“ analysiert. Davon spricht die Forschung, falls es während des Schlafs regelmäßige Atemaussetzer gibt – eine extreme Form des Schnarchens. Auf diese Weise gelange deutlich weniger Sauerstoff zum Gehirn, betonen die Forscher in der Studie, welche im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht wurde. Im Kindesalter kann das ernsthafte Folgen haben, wie bereits beschrieben.

Auch im Kindesalter können Menschen bereits schnarchen. (Symbolfoto)

Laut Angaben der Wissenschaftler häuft sich das Phänomen der Schlafapnoe. Ein Faktor, welcher im größere Bedeutung erlangt und das Krankheitsbild begünstigt, ist Übergewicht. Adipositas erhöht das Risiko, daran zu erkranken. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts betrifft Übergewicht rund 15 % der Kinder in Deutschland

Die Forscher betonen in der Analyse, dass vergrößerte Rachenmandeln oftmals eine Ursache für Schnarchen bei Kindern seien. Die sogenannten Polypen können die oberen Atemwege blockieren und auf diese Weise für die Schlafstörung sorgen. Durch das Abschaben beziehungsweise Entfernen von Polypen lässt sich das gesundheitliche Phänomen behandeln. (tu)

Hinweis der Redaktion

Hierbei handelt es sich um keine ärztliche Beratung. Falls Sie oder Ihr Kind betroffen sind, suchen Sie einen Mediziner auf und lassen sich beraten. Weitere Informationen finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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