Kellnerin mit Kaffeetassen
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Gegen heftige Kopfschmerzen hilft in manchen Fällen ein simples Heißgetränk.

In jedem Küchenschrank

Hausmittel statt Schmerzmittel bei Kopfschmerzen – Folgendes Heißgetränk lindert Kopfweh

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Sie trinken immer einen Espresso, wenn Sie Kopfschmerzen haben? Eine gute Idee, denn das enthaltene Koffein hilft – wenn Sie folgende Dosis nicht übersteigen.

  • Es gibt verschiedenste Arten von Kopfweh – die einen haben bei Wetterumschwung* Kopfschmerzen, die anderen leiden unter heftigen Migräne-Attacken.
  • Sehr viel Wasser trinken, Pfefferminzöl auf die Stirn oder Kaffee mit Zitronensaft: Viele Hausmittel sollen gegen den Schmerz wirken.
  • Vor allem Koffein soll Kopfschmerzen vertreiben. Erfahren Sie hier, wie viele Tassen unproblematisch sind.

Kaffee-Entzug macht müde und kann Kopfschmerzen bereiten, wenn die gewohnte Tagesration ausbleibt. So das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie. Untersucht wurde, wie sich ein plötzlicher Einnahmestopp von Koffein auf den Körper auswirkt. Versuchspersonen, die über einen längeren Zeitraum Koffeinkapseln eingenommen hatten, zeigten deutliche Reaktionen, wie die Schmerzklinik Kiel informiert: So fühlten sich die Probanden beim Entzug müde, erschöpft und matt – und der Koffeinentzug führte auch bei vielen zu Kopfschmerzen. Die Studienleiter führten das auf den erhöhten Blutfluss im Gehirn und auch auf die erhöhten sogenannten Theta-Rhythmen im EEG-Bild zurück.

Koffein verengt die Blutgefäße, was kurzfristig zu schnellerem Blutfluss, wie auch zu hohem Blutdruck führt. Gleichzeitig steigt das Sauerstoff-Angebot in den Zellen“, erklärt Hartmut Göbel, Leiter der Schmerzklinik Kiel. Auf diese Weise hemmt das in Kaffee, Cola, Energy Drinks und Tee enthaltene Koffein auch Kopfschmerzen. Doch es gibt eine Krux: „Das Problem dabei ist, dass das Gehirn eine ständige Koffein-Dosis bemerkt und sich daran gewöhnt. Deshalb wirkt Koffein umso weniger, je mehr man davon zu sich nimmt“, so Göbel. 

Lesen Sie auch: Wer so viel Kaffee trinkt, soll seine Leber vor Alkohol-Schäden schützen können.

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Koffein gegen Kopfschmerzen: Diese Anzahl an Tassen sollten Migräne-Patienten nicht überschreiten

Das bedeutet im Umkehrschluss: Kaffee kann wie ein Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen wirken – solange man ihn nicht regelmäßig in großen Mengen zu sich nimmt. Auch die Art des Kopfschmerzes spielt eine wesentliche Rolle. So kann Koffein vor allem bei Migräne suboptimal wirken. So sollen mehr als drei Tassen Kaffee täglich die Wahrscheinlichkeit für eine Kopfschmerzattacke erhöhen, so eine vom Deutschlandfunk zitierte Studie. Ein bis zwei Tassen Kaffee täglich waren für die Migränepatienten dagegen unproblematisch. Koffein ja, allerdings in gemäßigten Dosen – so auch die Schlussfolgerung der Ärzte-Zeitung in Hinblick auf Hypnic Headache. Diese Kopfschmerz-Form, die nachts auftritt, kann man der Ärzte-Zeitung zufolge bereits mit einer Tasse Kaffee lindern.

Generell gilt: „Koffein kann auch gegen Schmerzen helfen. Koffein ist in einigen Schmerzmitteln enthalten und es gibt auch Untersuchungen, dass Koffein alleine Schmerzen reduziert. Man kann Koffein also auch therapeutisch nutzen“, so Charly Gaul, Chefarzt an der Migräne- und Kopfschmerz-Klinik Königstein, auf deutschlandfunk.de. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Umfrage zum Thema: Wie häufig trinken Sie Kaffee?

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Welche Kuranwendungen sind für wen geeignet?

Kurse wie dieser sind ein typischer Teil der Thalasso-Therapie. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Kurse wie dieser sind ein typischer Teil der Thalasso-Therapie. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn © Bernd Wüstneck
Brigitte Goertz-Meissner ist die Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands. Foto: Deutscher Heilbäderverband/dpa-tmn
Brigitte Goertz-Meissner ist die Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands. Foto: Deutscher Heilbäderverband/dpa-tmn © Deutscher Heilbäderverband
Eine Thalasso-Therapie sollte in der Regel in unmittelbarer Nähe zum Meer stattfinden. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Eine Thalasso-Therapie sollte in der Regel in unmittelbarer Nähe zum Meer stattfinden. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn © Bernd Wüstneck
Lutz Hertel ist Diplom-Psychologe und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wellness Verbands. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Lutz Hertel ist Diplom-Psychologe und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wellness Verbands. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn © Ina Fassbender
Mooranwendungen wie diese helfen etwa bei Knie- und Fingergelenkarthrose. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Mooranwendungen wie diese helfen etwa bei Knie- und Fingergelenkarthrose. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn © Bernd Wüstneck
Daniela Hubloher ist Gesundheitsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hessen. Foto: Piotr Banczerowski/Verbraucherzentrale Hessen e.V./dpa-tmn
Daniela Hubloher ist Gesundheitsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hessen. Foto: Piotr Banczerowski/Verbraucherzentrale Hessen e.V./dpa-tmn © Piotr Banczerowski

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