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Abnehmen mit Schilddrüsenunterfunktion: Ihre Medikamentendosis muss richtig eingestellt sein

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Von: Judith Braun

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Wer an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, legt häufig auch beim Körpergewicht zu. So werden Betroffene ihre neuen Kilos wieder los.

Gewichtszunahme ist eines der vielfältigen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion. Betroffene leiden oftmals darunter, dass sie plötzlich mehrere Kilos zunehmen, obwohl sie an ihrem Essverhalten nichts verändert haben. Zudem fällt das Abnehmen bei der Stoffwechselstörung meist schwer, da kaum etwas zu helfen scheint. Dennoch ist der Kampf gegen die Pfunde nicht aussichtslos.

Schilddrüsenunterfunktion: Wie Sie dennoch abnehmen und Ihr Gewicht regulieren

Die Füße einer Frau stehen auf einer Personen Waage.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion läuft der Stoffwechsel langsamer als normal. Das wiederum wirkt sich auf den Grundumsatz und damit auf den Kalorienbedarf aus. Eine Gewichtszunahme ist deshalb nicht selten. © McPHOTO/IMAGO

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion stellt das Organ zu wenige Hormone her, die Stoffwechselprozesse im Körper beeinflussen. Das hat zur Folge, dass sich der Stoffwechsel verlangsamt. Dadurch sinkt der Grundumsatz und der Kalorienbedarf nimmt ab. Beim Grundumsatz handelt es sich um den Energiebedarf, den der Körper in Ruhe für lebenswichtige Funktionen wie Atmung und Herzschlag benötigt. Verändert er sich, dann kann es sich eben auch auf den Energiehaushalt auswirken. Das zeigt sich bei manchen Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion in Form einer Gewichtszunahme.

Allerdings ist der sinkende Grundumsatz bei einer Unterfunktion nur teilweise für ein höheres Gewicht verantwortlich, da dieses nicht allein durch den Zuwachs von Fettgewebe zustande kommt. Denn durch eine Schilddrüsenunterfunktion sammelt sich im Körper auch mehr Salz und Wasser an. Dieser Umstand kann sich ebenfalls im Gewicht niederschlagen. Zudem sind meistens nur 2,5 bis fünf Kilo auf die Erkrankung des schmetterlingsförmigen Organs zurückzuführen. Kommen zur Gewichtszunahme außerdem keine weiteren typischen Symptome einer Unterfunktion, wie zum Beispiel Müdigkeit, Haarausfall oder trockene Haut hinzu, liegt die Ursache vermutlich woanders.

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Abnehmen trotz Schilddrüsenunterfunktion: Medikamentöse Behandlung hilft

Behandelt wird eine Schilddrüsenunterfunktion meist mithilfe einer medikamentösen Therapie. Patienten müssen dann Tabletten mit dem Wirkstoff L-Thyroxin einnehmen, um den Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen. Die Einnahme sollte dabei nicht mit Kaffee oder Mineralstoffen wie Calcium erfolgen. Meist bekommen Betroffene dadurch automatisch auch das Problem mit der Gewichtszunahme in den Griff. Sind die Schilddrüsenhormone im Körper wieder im Gleichgewicht, dann reguliert sich in der Regel auch das Gewicht. So nehmen die meisten diejenigen Kilos wieder ab, die durch die Wassereinlagerung entstanden sind.

Hängt die Gewichtszunahme allerdings nicht mit der Unterfunktion zusammen, dann lässt sich in manchen Fällen trotz der Behandlung weniger abnehmen wie erhofft. Besteht ein Übergewicht trotz mit Medikamenten gut eingestellter Schilddrüse weiterhin, dann sollte zum Abnehmen eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen. Ob Ihre Schilddrüse richtig funktioniert, können Sie übrigens zunächst mit einem Symptom-Check herausfinden. Besteht ein Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung, dann sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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