Beim Sling-Training trainiert man den gesamten Körper.
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Beim Sling-Training trainiert man den gesamten Körper, statt einzelner Muskelgruppen.

Training für den ganzen Körper

Schlank durch Sling-Training: Workout-Trend mit zwei positiven Nebeneffekten

  • Laura Wittstruck
    vonLaura Wittstruck
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Das Sling-Training ist als Ganzkörper-Workout beliebt. Dabei kommen das eigene Körpergewicht und ein sogenannter Schlingentrainer zum Einsatz.

Das Sling-Training kennen viele auch als „TRX-Training“ — das ist der Name einer Marke, die die populären Schlingentrainer herstellt. Ursprünglich kamen diese in der Physiotherapie zum Einsatz, heute sind sie aus vielen Fitnessstudios nicht wegzudenken. Wir erklären Ihnen, welche Vorteile das Training mit dem Gurtsystem hat und welche Übungen sich dafür eignen.

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Sling-Training: Wie funktioniert‘s?

Das Gurtsystem für das Sling-Training kommt mit Griffen und Schlaufen zum Festhalten daher. Man kann sich entweder mit dem Oberkörper „hineinlehnen“ oder die Füße in den Schlaufen einhängen. Durchführen können Sie das Training in den meisten Fitnessstudios*. Aber auch zuhause funktionieren die Übungen gut. Anbringen lässt sich das Gurtsystem z.B. an einem Haken in der Decke. Dabei sollten Sie sich aber sicher sein, dass diese auch stabil genug ist, um ihr Gewicht zu tragen. Alternativ gibt es spezielle Türbefestigungen für Sling-Trainer. So können Sie beispielsweise auch im Urlaub die Übungen durchführen.  

Sind Sie sportlich und haben ein gutes Körpergefühl, können Sie zuhause direkt loslegen. Für absolute Anfänger empfiehlt sich aber die Einweisung durch einen Profi. Zwar ist das Verletzungsrisiko relativ gering, doch die Übungen sind nur effektiv, wenn sie auch korrekt durchgeführt werden.

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Sling-Training: Welche Vorteile hat die Trainingsmethode?

Das Schlingentraining ist eine eher wacklige Angelegenheit. Sie müssen Ihren Körper während der Übungen also ständig stabilisieren. Genau hier liegt der Vorteil des TRX-Trainings gegenüber klassischen Bodyweight-Übungen wie Liegestützen. Da der Körper das ganze Training über gefordert ist, werden deutlich mehr und tieferliegende Muskelgruppen angesprochen. Vor allem die Körpermitte wird auf diese Weise bestmöglich trainiert und somit Rückenbeschwerden vorgebeugt. Auch Ihre Haltung wird sich durch das Training verbessern.

Sling-Training eignet sich aber nicht nur, um Muskeln aufzubauen, sondern ist auch eine gute Methode, um Gewicht zu verlieren. Bei den Übungen verbrennen Sie ordentlich Kalorien. Und: zwei bis drei Einheiten die Woche mit je 20-30 Minuten reichen bereits aus, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Sling-Training: Welche Übungen eignen sich?

Für den Schlingentrainer gibt es über 300 mögliche Übungen, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Diese können Sie im Schwierigkeitsgrad variieren. Auch viele klassische Bodyweight-Übungen lassen sich im TRX ausführen:

  • Ausfallschritt:
    Einen Fuß in eine der Schlaufen abhängen, sodass der Fußrücken zum Boden zeigt. Stellen Sie den anderen Fuß davor ab und gehen Sie in den Ausfallschritt. Dann das Standbein beugen, bis das hintere Knie beinahe auf dem Boden aufkommt und wiederaufrichten.
  • Pushup:
    Halten Sie sich mit gestreckten Armen im TRX. Anfänger stehen dabei recht gerade und stützen sich nur leicht ins TRX. Sportlichere Benutzer können sich wie bei einem Plank in Position bringen. Hände, Ellbogen und Schulter sind auf einer Linie. Dann in die Liegestützposition begeben. Wichtig dabei: Die Körperspannung immer aufrecht erhalten! Nach kurzer Pause schließlich die Arme strecken und sich wieder nach oben stemmen.
  • Squat:
    Geraden Stand einnehmen, sodass die Beine etwa auf Schulterbreite ausgerichtet sind. Ziehen Sie dann die Schulterblätter zusammen und bauen Sie Bauchspannung auf. Dann greifen Sie die Schlingen, die auf Brust- oder Kopfhöhe hängen. Lehnen Sie sich so zurück, dass Sie durchgestreckt bleiben aber etwas in Rückenlage kommen. Anschließend gehen Sie in die Knie und drücken sich aus der Kraft der Beine wieder nach oben.

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(lw) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Quellen: fitforfun, spiegel.de, ispo

Warum Schlingentraining so effektiv ist

Wer nicht im Studio trainieren will, kann die Schlingentrainer auch zu Hause einsetzen. Foto: Christin Klose
Wer nicht im Studio trainieren will, kann die Schlingentrainer auch zu Hause einsetzen. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Marcel Doll arbeitet als Personal Trainer in Offenburg. Foto: Markus Dietze/Riva Verlag
Marcel Doll arbeitet als Personal Trainer in Offenburg. Foto: Markus Dietze/Riva Verlag © Markus Dietze
Kniebeuge mal anders: Hier wird sie auf einem Bein und mit Unterstützung des Schlingentrainers durchgeführt. Foto: Marcel Doll/Riva Verlag
Kniebeuge mal anders: Hier wird sie auf einem Bein und mit Unterstützung des Schlingentrainers durchgeführt. Foto: Marcel Doll/Riva Verlag © Marcel Doll
Besonders stark wird hierbei die Rumpfmuskulatur angesprochen. Foto: Marcel Doll/Riva Verlag
Besonders stark wird hierbei die Rumpfmuskulatur angesprochen. Foto: Marcel Doll/Riva Verlag © Marcel Doll
Aufrechtes Rudern: Bei dieser Übung stärkt man unter anderem die Muskeln zwischen den Schulterblättern. Foto: Marcel Doll/Riva Verlag
Aufrechtes Rudern: Bei dieser Übung stärkt man unter anderem die Muskeln zwischen den Schulterblättern. Foto: Marcel Doll/Riva Verlag © Marcel Doll
Marcel Doll stellt in seinem Buch "Das ultimative Schlingentraining" verschiedene Übungen vor. Foto: Riva Verlag
Marcel Doll stellt in seinem Buch «Das ultimative Schlingentraining» verschiedene Übungen vor. Foto: Riva Verlag
Beim Schlingentraining wird nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet. Foto: Fitness First
Beim Schlingentraining wird nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet. Foto: Fitness First © Fitness First

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