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Vitamin D: Häufiger Fehler kann dazu führen, dass unser Körper weniger Sonnenhormon produziert

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Von: Juliane Gutmann

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Vitamin D ist wichtig, weil es Knochen und Zähne hart macht. Unser Körper kann es selbst produzieren – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Die einzig bekannte positive biologische Wirkung von UV-Strahlung ist die Anregung der Bildung des körpereigenen Vitamin D durch UV-B-Strahlung. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz weiter informiert, sei dafür keine Extra-Portion Sonne nötig. Doch was heißt das genau? Reicht ein mehrminütiger Spaziergang in der Sonne, währenddessen nur das Gesicht beschienen wird? Oder sollte man sich einmal wöchentlich im Bikini auf den Balkon legen?

Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Sonne aussetzen – das soll ausreichen, damit der Vitamin-D-Speicher voll wird oder bleibt. Zu lange sollte man sich dem Licht dabei nicht aussetzen. Denn ein zu hohes Pensum an UV-A-Strahlung erhöht das Hautkrebs-Risiko. Als Faustregel gilt deshalb dem Bundesamt für Strahlenschutz zufolge in Hinblick auf die Vitamin-D-Produktion: Bleiben Sie nicht länger als die Hälfte Ihrer Eigenschutzzeit in der Sonne. Je nach Hauttyp variiert der Eigenschutz-Zeitraum. So kann sich die Haut des sehr hellen Hautbräunungstyps 1 nur maximal zehn Minuten selbst gegen gefährliche UV-Strahlen schützen. Die Eigenschutzzeit von Hauttyp 4 beläuft sich dagegen auf bis zu 45 Minuten.

Nur UV-B-Strahlung trägt dazu bei, dass der Körper Vitamin-D produziert. UV-A-Strahlung dagegen nicht. Letztere erhöht das Hautkrebs-Risiko.

Ist mein Vitamin-D-Spiegel zu niedrig?

Zwar können wir Vitamin D auch mit der Nahrung aufnehmen, doch weitaus relevanter für einen ausreichend hohen Spiegel sei die körpereigene Vitamin-D-Produktion, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Um das sogenannte Sonnenhormon herzustellen, muss UV-B-Strahlung auf die Haut treffen. Aus Vitamin-D-Vorstufen, die im Körper vorhanden sind, wird sodann Vitamin D produziert, wie die DGE weiter informiert.

Sie haben den Verdacht, dass Ihr Vitamin-D-Spiegel zu niedrig ist? Ein Allgemeinmediziner kann mithilfe eines Bluttests herausfinden, ob dem so ist. Im Fall eines Mangels wird in der Regel ein hoch dosiertes Nahrungsergänzungsmittel verabreicht.

Junge Frau liegt in einem Swimmingpool auf einer Luftmatratze.
Trifft Sonnenlicht auf die Haut, kann der Körper Vitamin D produzieren – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. © Frank Sorge/Imago

Keine Sonnencreme verwenden – allerdings nur kurz

Für ein Vitamin-D-Sonnenbad brauchen Sie keine Sonnencreme, zitiert das Arztbewertungsportal Jameda Heilpraktikern Elisabeth Strüber aus Herne. Ab Sonnenschutzfaktor 15 würden Sonnenschutzprodukte verhindern, dass ausreichend UV-B-Strahlung auf die Haut treffen kann. Denselben Effekt hätten Fensterglas und Sonnenbrillen. Optimalerweise sollte man nach dem Vitamin-D-Sonnenbad im Freien für vier bis sechs Stunden aufs Duschen verzichten, damit sich das Hormon Cholecalciferol (Vitamin D3) in der Haut bilden kann, empfiehlt Strüber.

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