+
Bei heißen Nächten stehen viele vor dem gleichen Problem - mit oder ohne Decke schlafen?

Alltagsfrage

Warum kann ich selbst bei Hitze nicht ohne Bettdecke schlafen?

Ihnen macht die Bettdecke im Sommer zu schaffen? Mit diesem Problem stehen sie vermutlich nicht alleine da - aber wie lässt sich mit damit umgehen?

Jeder hat es schon einmal erlebt: Über heiße Tage hinweg staut sich die Hitze im eigenen Schlafzimmer und macht die Nachtruhe beinahe unmöglich. Um nicht zu sehr zu überhitzen, liegt der Reflex nahe, die Bettdecke von sich zu werfen - aber plötzlich ganz ohne Körperbedeckung zu schlafen, geht irgendwie auch nicht. Meist endet die Sache in einer Art Kompromisssituation: Beine und Oberkörper liegen frei, während die Hüfte bedeckt ist. Aber warum ist das so? Warum kommen viele ohne Bettdecke nachts nicht aus?

Schlafen bei Hitze: Darum ist eine Bettdecke im Sommer so unangenehm

"Unsere circadiane Rhythmik ist eng mit Temperaturen verbunden und genau vor dem Einschlafen fällt die Kernkörpertemperatur", erklärt Ellen Wermter, eine zertifizierte Krankenpflegerin laut dem Online-Portal Huffingtonpost. Während der Nachtruhe fällt die Körpertemperatur weiter ab - eine Differenz, die durch die Bettdecke aufgefangen wird. Mit ihr kühlen wir nicht zu stark herunter.

Im Sommer jedoch ist sie eher kontraproduktiv - denn wem schon warm ist, für den entwickeln sich unter der Bettdecke unangenehme Temperaturen. Und die Körperwärme teilt dem Gehirn mit, dass es Zeit ist, aktiv zu sein. Selbst wer es schafft einzuschlafen, hat wahrscheinlich nicht lange etwas davon: "Ihre Körpertemperatur wird vermutlich weit genug ansteigen, dass sie wachwerden, wenn der Körper versucht, sich abzukühlen", meint Wermter.

Schlafen im Sommer: Warum fällt es so schwer, die Decke wegzulassen?

Die natürliche Reaktion darauf wäre, die Decke aus dem Bett zu verbannen. Aber meist sorgt diese Konsequenz nicht für die gewünschte Abhilfe. Das läge laut Wermter daran, dass sie mittlerweile zur täglichen Routine gehört - ohne sie haben wir das Gefühl das etwas fehlt und somit fällt es uns schwer abzuschalten.

Es hängt aber auch mit dem REM-Schlaf (Abkürzung: Rapid Eye Movement, dt.: schnelle Augenbewegungen) zusammen: Während dieser Schlafphase verringern sich die Serotonin-Werte, eben das Hormon, das für Gelassenheit sorgt. Bettdecken hingegen - insbesondere wenn sie viel wiegen - werden mit höheren Serotonin-Werten in Verbindung gebracht, was wiederum für einen besseren Schlaf sorgt, wie Wertmer der Huffingtonpost erklärt.

Auch interessant: Schlafen Sie gern auf der rechten Seite? Das sollten Sie ab sofort nicht mehr tun.

Bettdecke entfernen oder nicht? Was Sie bei Hitze tun können

Wer sich also seiner Bettdecke entledigt, hat einen schlechteren Schlaf - wer sie wiederum behält, schläft eventuell gar nicht erst ein: Was ist also die Lösung? Chelsie Rohrscheib, eine Schlafexpertin und Neurowissenschaftlerin aus Australien hat dafür einige Tipps für das Schlafen bei Hitze bereit:

  • Duschen Sie vor dem Schlafengehen. Das heiße Wasser verdunstet auf der Haut, was zu einer Thermoregulierung des Körpers führt, die Sie abkühlt.
  • Wechseln Sie nicht einfach einen Tag auf den anderen von einer schweren zu einer leichteren Decke. Gewöhnen Sie Ihren Körper nach und nach an das geringere Gewicht, indem Sie jeden Tag etwas davon wegnehmen.
  • Schlafen Sie in Unterwäsche.
  • Schlafen Sie ohne Socken oder strecken Sie Ihre Füße unter der Bettdecke hervor. Auf diese Weise können Sie auch Ihre Körpertemperatur herunterkühlen.

Lesen Sie auch: Mit diesem alten Soldatentrick schlummern Sie in nur zwei Minuten ein.

Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © pixabay
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen". © pixabay
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © pixabay
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © pixabay
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun.
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © pixabay
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -Verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan.
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © pixabay
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern.
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © pixabay
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen.
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © pixabay

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare