Eine Personalerin hält eine Bewerbungsmappe in ihren Händen
+
Bestimmte Floskeln im Anschreiben schießen Bewerber schnell ins Aus. (Symbolbild)

Karriere

No-Gos bei der Bewerbung: Mit diesen Floskeln verscherzen Sie es sich mit dem Personaler

  • Svenja Wallocha
    vonSvenja Wallocha
    schließen

Floskeln in der Bewerbung werden schnell zum Karrierekiller. Mit diesen Fehlern im Anschreiben kann man sich die Zusage für den Traum-Job gefährden. 

Frankfurt – „Hiermit bewerbe ich mich für...“ oder „Sehr geehrte Damen und Herren“: Diese und viele weitere Standardsätze landen schnell mal in der Bewerbung. Sie können im schlimmsten Fall jedoch den Traumjob kosten. Um sich positiv von den Mitbewerbern abzuheben ist es besser, präzise zu formulieren und kreativ zu sein. Einige typische Floskeln sollten deshalb ganz fix aus dem Anschreiben verschwinden.

Eine Bewerbung zu schreiben kostet meist nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Viele Dinge gilt es zu beachten. Ist der Lebenslauf vollständig und gut strukturiert, das Anschreiben authentisch und kreativ? Vor allem beim Bewerbungs- oder Motivationsschreiben reihen sich oft Floskeln aneinander. Es ist zwar nicht mehr ganz so wichtig wie vielleicht noch vor zehn Jahren, doch einige Unternehmen legen durchaus noch Wert auf ein gutes Anschreiben. „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich“ ist so ein Satz, den Bewerber nicht nur vom Papier, sondern auch aus dem Kopf streichen sollten.

Bewerbung: Typische Floskeln aus dem Anschreiben unbedingt streichen

Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ können Bewerber bei der Personalerin oder dem Personaler direkt Minuspunkte sammeln. Es ist besser, den richtigen Ansprechpartner zu finden. „Wenn Sie auf der Unternehmenswebsite nicht fündig werden, rufen Sie einfach an und fragen, an wen Sie Ihre Bewerbung adressieren können“, rät auch Karriereberater Christian Püttjer in einem Bericht von spiegel.de. Ist der richtige Name gefunden, sollte er dann natürlich auch richtig geschrieben werden. Titel wie „Dr.“ zudem bei der Bewerbung nicht weglassen, die Träger sind meist stolz darauf. Es zeigt außerdem, dass sorgfältig und genau recherchiert wurde.

Die nächste Floskel folgt oft direkt nach der Anrede. „Hiermit bewerbe ich mich als...“. Diese Formulierung klingt sehr standardisiert und die Personalabteilung wird sie bereits hunderte Male gelesen haben. Zudem ist mit dem Anschreiben ohnehin schon klar, dass sich der Absender damit bewerben will. Besser ist es, mit einer Anekdote zu beginnen oder einen persönlichen Einstieg zu wählen und damit Interesse zu wecken.

Floskeln bei der Bewerbung: Hohle Phrasen vermeiden – Beispiele nennen

Generell sollte im Anschreiben nicht der Lebenslauf wiederholt werden. Es ist ein Zusatz und eine Möglichkeit für die Bewerberin oder den Bewerber sich, die eigene Motivation und Stärken vorzustellen. „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige vom xy gelesen“, auch das ist eine typische Floskel bei der Bewerbung. Wer sich auf eine Stellenanzeige bezieht, sollte das nur machen, wenn auch bestimmte Fähigkeiten gefragt sind. Stärken können dann mit Beispielen belegt werden. „Ich habe umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet xy“ oder „Ich bin teamfähig“, reicht da nicht aus. Lieber Beispiele nennen wie Projekte, die gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen bereits erfolgreich umgesetzt wurden.

Zu lange sollte eine Bewerbung auch nicht werden, denn der Personaler wird kaum die Zeit haben, ein dreiseitiges Anschreiben zu lesen. Eine Seite reicht meist vollkommen aus. Und auch der Schlusssatz ist nicht zu vernachlässigen. Meist endet die Bewerbung mit: „Ich würde mich sehr über eine positive Rückmeldung freuen“. Ins Konjunktiv zu verfallen ist generell eine schlechte Idee. Außerdem wurde im Anschreiben die ganze Zeit von Stärken gesprochen, zu devot sollte sie deshalb nicht enden. Besser ist zum Beispiel „Ich freue mich, von Ihnen zu hören“. Je nach Firma frischt auch ein persönlicher Gruß die Bewerbung auf, wie „viele Grüße aus Frankfurt nach Berlin“.

Bestimmte Floskeln im Anschreiben schießen Bewerber schnell ins Aus. (Symbolbild)

Wer sich viel Arbeit bei der Bewerbung gemacht hat, erwartet dann natürlich auch eine Rückmeldung. Wenn die nicht kommt, ist der Frust groß. Hinter dem fehlenden Feedback bei der Bewerbung können jedoch auch perfide Gründe stecken. (svw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare