+
Ein höfliches Gespräch am Telefon ist die erste Maßnahme, wenn eine Reaktion auf die Bewerbung ausbleibt.

Noch nichts gehört?

Bewerbung verschickt: So fragen Sie charmant nach dem Zwischenstand

  • schließen

Sie haben die Bewerbung verschickt und die Tage vergehen ohne eine Rückmeldung. Sie werden unruhig: Sollen Sie nachhaken? Oder wirkt das ungeduldig?

Nachdem Sie die Bewerbungsunterlagen abgeschickt haben, sitzen Sie wie auf glühenden Kohlen: Sind Sie schon aus dem Rennen und werden deshalb nicht benachrichtigt? Haben Sie grobe Schnitzer in der Bewerbung gemacht? Sind Ihre Unterlagen vielleicht gar nicht angekommen? Sie hätten so gerne Gewissheit, aber Sie wollen ja auch nicht ungeduldig erscheinen und damit negativ auf sich aufmerksam machen.

Im Durchschnitt vergehen zwischen zwei und sechs Wochen vom Verschicken der Bewerbungsunterlagen bis zur ersten Reaktion, sagt das Bewerber-Portal Karrierebibel.de. Dahinter muss kein böser Wille stecken! Für Verzögerungen kann es gute Gründe geben:

  • mehr Bewerber als erwartet
  • die Kandidaten-Auswahl dauert länger als erwartet
  • ein wichtiger Entscheider ist krank oder im Urlaub

Durchsuchen Sie trotzdem Ihre Mailbox und alle Spam-Ordner. Und überprüfen Sie, ob die Kontaktdaten, die Sie in der Bewerbung angegeben haben, korrekt sind.

Am Telefon und per E-Mail stets höflich bleiben

Als erste Maßnahme sei Ihnen ein höfliches Telefonat empfohlen: Rufen Sie bei dem Unternehmen an und fragen Sie nach dem Zwischenstand. Halten Sie dafür wichtige Daten wie den exakten Jobtitel, die Kennziffer und den Namen Ihres Ansprechpartners bereit.

Sie können zum Beispiel fragen: "Guten Tag Frau Müller, hier spricht Herr Meier. Ich wollte mich nur kurz erkundigen, ob meine Bewerbungsunterlagen bei Ihnen eingetroffen sind und ob Ihnen noch etwas fehlt. Könnten Sie mir kurz etwas zum aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens sagen?"

Sollten während und auch nach diesem Telefonat noch tagelang keine Informationen erhalten, können Sie eine freundliche E-Mail schreiben und daran erinnern, dass Sie auf eine Antwort warten.

Video: Vorstellungsgespräch - diese sieben Sprüche sollten Sie Sich verkneifen

Lesen Sie auch: Studie zum Gehalt: Top-Verdiener in Deutschland haben oft die gleichen Namen

Manipulationsversuche werden sofort durchschaut

Auf keinen Fall sollten Sie beim Kontakt mit dem Unternehmen Ihre Ungeduld verraten oder vorwurfsvoll wirken, wie zum Beispiel: "Ich habe Ihnen schon vor einem Monat meine Bewerbung geschickt und immer noch keine Antwort bekommen!" Und natürlich sollten Sie stets freundlich und höflich bleiben, besonders bei einem Telefonat. Ihr Gesprächspartner sieht zwar nicht, ob sie lächeln, aber es wird in Ihrer Stimme zu hören sein.

Kommen Sie auch nicht auf die Idee, den Trick mit dem vielumworbenen Bewerber zu versuchen, von wegen: "Ich habe auch noch andere lukrative Jobangebote in Aussicht!" Das erzeugt keinen Druck beim potenziellen Arbeitgeber, sondern signalisiert nur Ihre Bedürftigkeit.

Sie sollten sich auch nicht dazu herablassen, um den Job zu flehen: "Aber Sie wollten sich doch melden? Falls ich die Stelle nicht bekomme, hätten Sie dann noch etwas Ähnliches für mich?" Das wirkt wenig attraktiv.

Wenn Sie es aber geschafft haben und beim Vorstellungsgespräch waren, geht es in die nächste Warte-Runde: Nach dem Bewerbungsgespräch: So oft dürfen Sie nachhaken, bevor es nervt

Ebenfalls interessant: Firma gründen: Junge Menschen fordern mehr Unternehmerwissen

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

vro

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare