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Discounter-Angestellte müssen sich von ihren Kunden vieles anhören - vor allem, wenn es an der Kasse nicht schnell genug vorangeht.

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Discounter-Angestellte packen aus: Das müssen sie sich täglich gefallen lassen

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Sie sitzen bis zu zehn Stunden hinter der Kasse und arbeiten nie schnell genug: die Kassierer. Ihre Kunden behandeln sie oft wie Arbeiter zweiter Klasse.

Kürzlich machte der Filialleiter des Edeka im bayerischen Lichtenfels seinem Ärger über eine unfreundliche Kundin in einem Post auf Facebook Luft und forderte mehr Respekt im Einzelhandel.
Was war passiert? Die Verkäufer hinter der Metzgertheke mussten als Abschreckung für ein lernunwilliges Mädchen herhalten: Die Frau hielt ihre Tochter an, in der Schule fleißig zu sein, sonst ende sie "wie die da".

Anfeindung, Rassismus, Beleidigungen

Auf diesen Post hin meldeten sich in den Kommentaren viele Mitarbeiter zu Wort: Bei jeder Kleinigkeit werde man von den Kunden angepöbelt und beleidigt. Und dies ist laut Computer-Website CHIP keine Seltenheit. Jeden Tag erleben Supermarkt-Angestellte Anfeindungen, Rassismus und Beleidigungen.

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Arbeiter zweiter Klasse an der Kasse?

Besonders schlimm ist es an der Kasse. Kaum müssen die Kunden ein bisschen warten, wird Gemecker laut: "Geht das auch ein bisschen schneller?" - und genau die, die sich beschweren, brauchen laut einem Kaufland-Mitarbeiter offenbar am längsten.

Das Miese dabei ist - und das wissen die wenigsten: Die Wartezeit fließt in die Kassenzeit mit ein und das Kassengerät zeichnet den Umsatz pro Stunde auf. 1.000 bis 1.200 Euro Umsatz werden in einer Stunde erwartet. Bei langsamen Kunden meldet der befragte Angestellte von Kaufland die Kasse also einfach ab. So trödeln die Kunden wenigstens nicht auf seine Kosten.

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Der hilfreiche Warentrenner

Das schlimmste Vergehen ist für die Kunden, wenn ihnen falsche Waren zugeordnet werden. Aber wie soll der Kassier das riechen, wenn die Kunden keine Warentrenner verwenden? Trotzdem müssen sie sich rechtfertigen.

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vro

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