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Die Einstellungsuntersuchung ist in vielen Berufen Pflicht.

Vor Vertragsunterzeichnung

Für welche Jobs muss ich mich ärztlich untersuchen lassen?

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Einstellungsuntersuchungen sind oft erlaubt, für manche Berufe sind sie sogar Pflicht. Welche Jobs einen ärztlichen Check erfordern, sehen Sie hier im Überblick.

Bevor der Arbeitsvertrag unterzeichnet wird, drängen viele Arbeitgeber auf eine Einstellungsuntersuchung, oft beim hauseigenen Betriebsarzt. Doch auch wenn viele dabei ein ungutes Gefühl beschleicht: Solche Gesundheitschecks sind meist erlaubt - und in manchen Berufen sogar Pflicht.

Warum wird eine Einstellungsuntersuchung durchgeführt?

Bei der Einstellungsuntersuchung wird überprüft, ob der Arbeitnehmer gesundheitlich für die ausgeschriebene Stelle geeignet ist und diese Position auch ausführen kann. So prüft der Betriebsarzt etwa, ob 

  • der Bewerber die Tätigkeit laut Arbeitsvertrag durchführen kann, 
  • der Bewerber im Job seine eigene Gesundheit nicht gefährdet und 
  • eine Ansteckungsgefahr für andere Mitarbeiter ausgeschlossen werden kann

Eine Arbeitsunfähigkeit soll damit in den nächsten sechs Monaten ausgeschlossen werden. Die durchgeführten Untersuchungen müssen für die Stelle jedoch relevant sein. Wer etwa überwiegend im Sitzen arbeitet, bei dem darf die Belastung der Beine ohne Einwilligung nicht untersucht werden.

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In welchen Jobs muss ich mich ärztlich untersuchen lassen?

In einigen Berufen ist eine ärztliche Untersuchung absolut notwendig und sogar gesetzlich vorgeschrieben. Das betrifft vor allem Jobs mit einer besonderen Verantwortung, etwa

  • Piloten,
  • Ärzte,
  • Busfahrer,
  • Lokführer.

Aber auch Berufe, in denen Arbeitnehmer einer gefährlichen Belastung ausgesetzt sind (Gefahrstoffe oder Strahlenbelastungen), ist eine Eingangsuntersuchung erlaubt. Dies betrifft etwa Röntgenassistenten.

Außerdem ist eine Untersuchung bei Jugendlichen unter 18 Jahren Pflicht. So heißt es in § 32 Abs. 1 Jugendarbeitsschutzgesetz: 

"Ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt, darf nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden ist (Erstuntersuchung) und dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt."

Nicht zu vergessen: Auch Beamte sind gesetzlich verpflichtet, eine Eingangsuntersuchung durchführen zu lassen.

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In vielen Berufen schlägt den Mitarbeitern der hohe Stresslevel aufs Gemüt. Unsere Fotostrecke zeigt, in welchen Jobs überdurchschnittlich viele Menschen aufgrund von Depressionen krank geschrieben werden (Quelle: TK Depressionsatlas). © iStock / Poike
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