Eine Frau arbeitet mit Hörschutz im Homeoffice.
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Immer mehr Arbeitnehmer weiltweit wollen auch nach der Corona-Krise im Home Office arbeiten.

Eindeutige Ergebnisse

Home Office nach Corona? Weltweite Studie zeigt: Kaum Arbeitnehmer wollen ins Büro zurück

  • Simona de Clerk
    VonSimona de Clerk
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Home Office hat sich bei vielen Arbeitnehmern während der Corona-Krise etabliert. Die wenigsten wollen nun ins Büro zurück. Welche Folgen hat dies für Firmen?

  • Ergebnisse einer aktuellen Mitarbeiterbefragung in Zusammenarbeit mit der Website „Perceptyx“ haben Interessantes hinsichtlich Home Office* nach der Corona.-Krise gezeigt.
  • 750.000 Arbeitnehmer aus 100 branchenübergreifenden Unternehmen weltweit wurden für die Studie befragt, ob sie gerne wieder ins Büro zurückkehren möchten.
  • Das Ergebnis: Lediglich vier Prozent der Befragten wollen nach der Corona-Pandemie wieder Vollzeit in ihr Büro. Was bedeutet das für Unternehmen?

Studie zu Home Office zeigt: Nur vier Prozent der Arbeitnehmer wollen ins Büro zurückkehren

Der Prozentsatz der Beschäftigten, die nach der Corona-Krise an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen, lag laut der Studie noch Anfang April bei 33 Prozent. Ende Juni zeigten sich die Ergebnisse drastisch nach unten korrigiert: nur noch vier Prozent der 750.000 befragten Arbeitnehmer wollen demnach ins Büro zurückkehren. Was steckt hinter dieser Verschiebung, dieser „neuen Normalität" in der Arbeitswelt? Und wie sollten Unternehmen darauf reagieren?

Lesen Sie hier: Das ist das größte Problem von Männern und Frauen im Homeoffice - es ist nicht der Partner.

Mitarbeiter produktiver, wenn sie von zu Hause aus arbeiten

Die Umfrage ergab, dass mit der sinkenden Bereitschaft zur Rückkehr auch die Produktivität der Mitarbeiter zugenommen hat. Verbesserungen der Produktivität bei der Arbeit im Home Office hängen laut der Studie mit dem Wunsch zusammen, an den physischen Arbeitsplatz zurückzukehren. Je weniger produktiv jemand aus dem Home Office, desto stärker ist der Wunsch nach der Arbeit im Büro. Für viele Arbeitnehmer ist dieser Wunsch mittlerweile aber nicht mehr so stark vorhanden, da sie sich an die Arbeit im Home Office gewöhnt und sich ihren Arbeitsplatz produktiv und funkionabel eingrichtet haben. Es besteht nun eine Vertrautheit hinsichtlich des „Lebens am Arbeitsplatz“.

Darüber hinaus haben Unternehmen wie Twitter und Facebook angekündigt, dass Mitarbeiter*innen ab sofort die Möglichkeit haben, dauerhaft von zu Hause aus zu arbeiten. Dazu werden den Mitarbeiter*innen sogar diverse Mittel zur Verfügung gestellt, wie etwa ergonomische Bürostühle, Doppelmonitore oder andere Zusatzleistungen. Aufgrund der wachsenden Erfahrung mit Home Office in Kombination mit zusätzlicher Flexibilität vonseiten der Unternehmen, habe sich laut der Studie der Prozentsatz derer, die sagen, Remote-Arbeit ermögliche es, produktiv zu arbeiten, auf nahezu 100 Prozent erhöht. (sca) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Macht Homeoffice dick? Studie liefert überraschende Antwort.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

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