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Krankschreibung wegen Depression: Wie lange darf sie gehen und welche Regelungen gelten?

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Von: Felix Herz

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Viele Arbeitnehmer wissen nicht genau, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie unter einer temporären, psychischen Erkrankung leiden.
Viele Arbeitnehmer wissen nicht genau, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie unter einer temporären, psychischen Erkrankung leiden. © imago images / Cavan Images

Eine Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, die ärztlich behandelt wird und eine Krankschreibung nach sich zieht. Doch wie lange darf sie gehen?

In den letzten 20 Jahren stieg die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Erkrankungen stark an. Ein großer Teil dieser ist auf Depressionen zurückzuführen. Doch auch mit einer hohen Dunkelziffer muss gerechnet werden, da sich viele Menschen aus Angst vor negativen Folgen wegen einer Depression nicht krankschreiben lassen oder, noch schlimmer, gar nicht erst zum Arzt gehen. Das ist jedoch ein großer Fehler, denn bei einer Depression handelt es sich um eine ernstzunehmende psychische Krankheit, die von einem Facharzt behandelt werden muss. Die typischen Anzeichen einer Depression sind hauptsächlich Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessenslosigkeit. Häufig kommen noch körperliche Beschwerden, die sich nur schwer zuordnen lassen, hinzu, wie zum Beispiel Glieder- und Magenschmerzen. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die Krankschreibung* wegen einer Depression.

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Krankschreibung wegen Depression: Die wichtigsten Infos

Grundsätzlich, und das kann nicht oft genug wiederholt werden, sollten Anzeichen für eine Depression nicht ignoriert werden. Genesung kann sich in erster Linie durch professionelle Hilfe einstellen. Weitere Informationen finden Sie nachfolgend:

Eine Krankschreibung wegen Depression hat keine maximale Obergrenze. Entscheidend ist die Diagnose des behandelnden Arztes.
Eine Krankschreibung wegen Depression hat keine maximale Obergrenze. Entscheidend ist die Diagnose des behandelnden Arztes. © imago images / Manngold

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Wie sieht es mit dem Gehalt und einem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes aus?

Arbeitnehmer dürfen jährlich bis zu sechs Wochen krank sein, ohne um ihren Arbeitsplatz fürchten zu müssen. Für diesen Zeitraum zahlt das Unternehmen auch weiter das Gehalt des Angestellten – es leistet die sogenannte Entgeltfortzahlung, weiß arbeitsvertrag.org. Doch auch im Anschluss muss man nicht direkt mit einer Kündigung rechnen. Nur übernimmt dann die Krankenkasse die Fortzahlung des Lohns. Man spricht dann vom Krankengeld, welches 70 Prozent des Bruttogehalts beträgt. Ob der Arbeitgeber den Arbeitnehmer weiterbeschäftigt, hängt zu großen Teilen von der individuellen Prognose ab, wie lange die Ausfallzeit wegen der Depression noch andauern wird. In vielen Fällen kann hier auch der Betriebsarzt weiterhelfen, der übrigens auch unter der ärztlichen Schweigepflicht steht. (fh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Brauchen Sie professionelle Hilfe? Unter diesem Link gelangen Sie zur Seite der Deutschen Depressionshilfe, auf der Sie weitere Kontaktmöglichkeiten und entsprechende Telefonnummern finden. In dringenden Fällen wählen Sie die 112.

Artikelquellen: arbeitsvertrag.org & praktischarzt.de

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