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Kämpften im Wettbewerb gegeneinander, doch freuten sich am Ende füreinander: Die Erstplatzierte Sofie Allert und Fabian Lemke auf Platz 2.

Erfolg für nuventura:

Deutsches Startup wird Zweiter bei Postcode Lotteries Green Challenge

Sensationeller Triumph für das deutsche Deeptech-Startup nuventura: Beim Finale der diesjährigen Postcode Lotteries Green Challenge am 3. Oktober in Amsterdam holte das Unternehmen um Geschäftsführer Fabian Lemke den zweiten Platz.

Erster wurde die Swedish Algae Factory, repräsentiert von der Schwedin Sofie Allert. Für den Sieger gab es 500.000 Euro, 200.000 Euro gingen an Platz zwei. Die übrigen der Top 5 erhielten jeweils 100.000 Euro.

nuventura landet hinter Swedish Algae Factory auf dem zweiten Platz

Das Finale der diesjährigen Postcode Lotteries Green Challenge in Amsterdam ist Geschichte – eine solche, die für Fabian Lemke, den Mitbegründer und Geschäftsführer des Deeptech-Startups nuventura, am 3. Oktober einen äußerst erfolgreichen Ausgang nahm. Denn bei einem der weltweit größten internationalen Wettbewerbe für grüne Gründer musste sich das deutsche Unternehmen nur der Schwedin Sofie Allert und ihrem Startup Swedish Algae Factory geschlagen geben.

Auch wenn es für den Sieg nicht ganz gereicht hat, war Lemke nach der Verkündung der Platzierungen überglücklich. Im Interview sagte er: „Während der letzten drei Jahre gab es (…) immer wieder Höhen und Tiefen für uns, deshalb ist diese Unterstützung unglaublich wertvoll für uns.“

Das deutsche Startup hat eine neue gasisolierte Schaltanlage (GIS) für Stromnetze entwickelt, die ohne SF6, das schädlichste aller Treibhausgase, auskommt. Stattdessen wird schlicht Luft verwendet. „Allein schon die Anerkennung (…) gibt uns den Mut, dem Einsatz von SF6 in den Schaltanlagen weiter den Kampf anzusagen“, so Lemke.

Sieg der Swedish Algae Factory um Geschäftsführerin Sofie Allert

Während es für nuventura auf dem zweiten Platz 200.000 Euro Preisgeld gab, erhielt die erstplatzierte Swedish Algae Factory 500.000 Euro. Getreu dem Namen setzt sich das schwedische Startup um Geschäftsführerin Sofie Allert für die Effizienz- und Leistungssteigerung von Solarpanelen ein. Hierfür hat es einen auf der Verwendung von lichtabsorbierenden Kieselalgen basierenden Mechanismus entwickelt.

Dabei wird das hauseigene Produkt, das auf den Namen „Algica“ hört, auf den Panelen angebracht und kann laut Allert infolgedessen jährlich 200 Tonnen pro Kilogramm CO2 reduzieren.

Auch die Schwedin war nach dem Finale emotional: „Wir fühlen uns richtig geehrt, dass wir gewonnen haben. Das Geld wird uns dabei helfen, weitere Kunden im Solarbereich anzusprechen“, so ihr Kommentar.

Restliche Top 5 ebenfalls Sieger mit jeweils 100.000 Euro

Obwohl nach dem Finale die Swedish Algae Factory und nuventura im Fokus der medialen Aufmerksamkeit standen, war das Event, das in diesem Jahr schon zum 13. Mal stattfand, auch für die restlichen Teilnehmer ein voller Erfolg.

So erhielten die übrigen Startups der Top 5 jeweils ein Preisgeld von 100.000 Euro und nehmen nun ebenfalls im Anschluss an den Wettbewerb am sogenannten Green Challenge DeepDive teil, einem sechsmonatigen Expertencoaching.

Im Einzelnen sind das die Startups Desolenator aus Großbritannien, Field Factors aus den Niederlanden und TEXEL Energy Storage aus Schweden. Auch sie hatten sich, wie nuventura und die Swedish Algae Factory, vom 1. März bis zum 1. Mai 2019 erfolgreich für den Wettbewerb angemeldet.

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