Urlaub in der Pandemie

Camping im Herbst 2020: Was Sie in der Corona-Pandemie beachten müssen

  • Enno Eidens
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Im Oktober beginnen deutschlandweit Herbstferien. Camping ist in der Coronavirus-Pandemie eine gute Option für deutsche Reisende. Doch auch hier gelten einige Regeln, vor allem bei Reisen ins Ausland.

  • Vom 5. bis 17. Oktober sind Herbstferien in Hessen.
  • In Deutschland und der EU gelten strenge Regeln für Reise-Rückkehrer.
  • Campingurlaub ist auch in der Coronavirus-Krise möglich.

Frankfurt – Viele deutsche Urlauber planen bereits, wo es in den Herbstferien 2020 hingehen soll. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind Flugreisen zu internationalen Zielen teilweise sehr riskant. Auch große Hotelanlagen im In- oder Ausland können Besucher abschrecken. Camping liegt seit Jahren im Trend und bietet auch für die Herbstferien 2020 eine gute Option für Urlauber. Dabei sind Reiseziele in Deutschland und dem EU-Ausland weiterhin sehr beliebt. Ganz besonders wichtig sind im Jahr der Pandemie eine gute Vorbereitung und Information über die Lage vor Ort, damit der Camping-Urlaub sicher und ohne Überraschungen abläuft.

Land in Europa:Deutschland
Hauptstadt:Berlin
Bevölkerung: 83,02 Millionen (2019) Eurostat
Staaten:Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg
Sehenswürdigkeiten:Schloss Neuschwanstein

Camping in den Herbstferien: Sicher in den Urlaub fahren trotz Coronavirus-Pandemie

In einigen Bundesländern verlaufen die Herbstferien 2020 zeitgleich. Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein entlassen ihre Schülerschaft am 5. Oktober 2020 in den rund zweiwöchigen Rezess. Für Familien stellt sich im Jahr der Coronavirus-Pandemie die Frage, ob und wie ein gemeinsamer Urlaub unternommen werden soll. Das Ausland ist eine Option, doch längst nicht so attraktiv wie früher. Der Deutschland-Tourismus erfreut sich wegen der Pandemie großer Beliebtheit, berichten der Reiseveranstalter TUI und der ADAC. Selbst im kühleren Herbst ist Camping – ob mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt – eine gute Option für viele Reisende.

Wildcamping in Deutschland dürfte dabei eher abenteuerlustige Urlauber, weniger Familie, ansprechen. Zelten ist zwar möglich, kann im Oktober allerdings richtig ungemütlich werden, wenn keine guten Vorbereitungen für kalte Nächte getroffen wurden. Im Oktober in Deutschland sinken die Temperaturen auf unter 6 Grad Celsius, wärmer als 13 Grad wird es selten.

Es empfiehlt sich in Deutschland also die Reise mit Wohnwagen oder Wohnmobil. Diese können teilweise auch vor Ort gemietet werden. Wer es wärmer mag, fährt zu einem Campingplatz im südlichen EU-Ausland. Viele EU-Reiseziele sind weiterhin beliebt und mit dem Auto gut zu erreichen. Ob nun national oder europäisch – besonders wichtig ist es, sich in Herbstferien 2020 über die Coronavirus-Regeln auf dem Campingplatz zu informieren, sonst können böse Überraschungen warten.

Camping in den Herbstferien: Diese Coronavirus-Regeln gelten für Deutschland-Camper

Das beliebteste deutsche Reiseziel im Jahr 2020 ist die Ostsee, laut TUI verbringen dort rund ein Viertel der Deutschlandurlauber ihre Ferien. Vergleichsportale wie camping.info und pincamp informieren über Coronavirus-Regeln auf Campingplätzen und listen Plätze, die trotz Coronavirus in den Herbstferien geöffnet haben. Seit dem bundesweiten Lockdown im Frühling dürften Campingplätze deutschlandweit wieder öffnen, wobei in jedem Bundesland eigene Regeln gelten. Wichtig ist es daher, sich auf der Betreiber-Website über grundsätzliche Einschränkungen und Hygiene-Regeln zu informieren.

Besonders Wellness-Liebhaber haben es in den Herbstferien 2020 schwer. Saunen, Massage-Angebote und anderes aus dem Bereich Spa und Erholung werden häufig noch nicht angeboten. Indoor-Spielplätze und Freizeitangebote in geschlossenen Räumen sind häufig ebenfalls nicht verfügbar – hier hat jeder Campingplatz eigene Vorgaben und Möglichkeiten, über die sich Urlauber informieren sollten. Doch einen großen Vorteil hat Camping in den Herbstferien: Draußen geht (fast alles) – und die Natur beginnt vor der „Tür“. Spielplätze, Minigolf, Strand und mehr sind offen, die Wälder der Umgebung natürlich auch. Viele deutsche Campingplätze haben zudem die Saison bis in den November verlängert. Wer nun direkt losfahren möchte, sollte sich vorher über die typischen Wohnmobil-Fehler informieren.

Internationales Camping in den Herbstferien – Coronavirus-Regeln für EU-Reisende

Wer ins Warme reisen möchte, kann dies mit Auto, Zug und Flugzeug innerhalb der EU tun. Auch wer mit Wohnmobil oder Wohnwagen reist, muss sich an dieselben Quarantäne-Vorschriften wie Flugreisende halten. Grundsätzlich gilt: Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, muss sich in Deutschland bei seinem zuständigen Gesundheitsamt melden. Wer ein Risikogebiet nur durchfahren hat, muss dies nicht tun. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Regeln für die darauffolgende Quarantäne und die Coronavirus-Tests.

Ab August gilt eine bundesweite Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Zudem müssen sich Urlauber in ganz Deutschland erst einmal in 14-tägige Quarantäne begeben. Wie sie diese verlassen können, ist unterschiedlich geregelt. Besonders streng testet beispielsweise das nördlichste Bundesland. In Schleswig-Holstein müssen während der Quarantäne zwei Tests, die fünf Tage auseinanderliegen, negativ absolviert werden. Andere Bundesländer könnten bis zu den Herbstferien nachziehen und ihre Regeln ebenfalls verschärfen.

Camping in Hessen, Italien, Frankreich, Kroatien oder Spanien – Coronavirus-Regeln vor Ort beachten

In Hessen müssen Einreisende ebenfalls in Quarantäne, können diese aber mit einem negativen Test, den sie maximal 48 Stunden vor der Einreise bekommen haben, wieder verlassen. Nach der Einreise kann kostenlos binnen 72 Stunden in Hessen auf das Coronavirus getestet werden, auch hier macht ein negativer Test die Quarantäne hinfällig. Das Bundesgesundheitsministerium sammelt aktuelle Coronavirus-Richtlinien.

Wer trotz Test-Stress in den Herbstferien 2020 international verreisen möchte, kann dies in Europa tun. Beliebte warme Reiseziele für deutsche Wohnwagen-Camper sind Italien, Spanien, Kroatien und Frankreich. Aktuell (Stand 14. September) stuft das Robert Koch-Institut (RKI) ganz Spanien sowie Teile von Frankreich und Kroatien als Risikogebiete ein. Im EU-Ausland gelten andere Coronavirus-Regeln, teilweise drohen empfindliche Strafen bei Vergehen. Urlauber sollten sich bei den Behörden des jeweiligen Reiseziels über aktuelle Maßnahmen informieren. Kein Campingplatz in Deutschland ist aktuell Risikogebiet – wer ganz sicher gehen will und keine Quarantäne möchte, bleibt einfach hier.

Rubriklistenbild: © Florian Schuh/dpa

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