Eine Familie gibt ihr Gepäck beim Self Bag Drop von Easyjet ab.
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Easyjet sieht die Verantwortung über Corona-Testungen der Passagiere nicht bei den Airlines.

Plan der Bundesregierung

Wer kümmert sich um die Corona-Testung von Passagieren? Easyjet weist Verantwortung zurück

Flugpassagiere sollen demnächst verpflichtend einen Corona-Test bei der Einreise nach Deutschland machen. Easyjet sieht die Verantwortung aber nicht bei den Airlines.

Die Billigairline Easyjet sieht auch in Zukunft die Passagiere in der Pflicht, sich vor dem Abflug einem Corona-Test zu unterziehen. Im letzten Beschluss des Bund-Länder-Gipfels am 22. März will die Regierung aber die Fluggesellschaften in die Pflicht nehmen: „Da insbesondere bei beliebten Urlaubszielen damit zu rechnen ist, dass Urlauber aus zahlreichen Ländern zusammentreffen und sich Covid-19-Varianten leicht verbreiten können, erwarten Bund und Länder von allen Fluglinien konsequente Tests von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien“, heißt es in dem Papier. Bei Easyjet lehnt man das aber ab.

Easyjet weigert sich, Corona-Tests an Passagieren durchzuführen

Das Testen vor Abflug und bei Ankunft läge in der Verantwortung der Passagiere, erklärte Easyjet am Dienstag (23. März) auf eine Anfrage des Tagesspiegels. Aus organisatorischer und medizinischer Sicht sei das vonseiten der Airlines nicht darstellbar. Stephan Erler, Easyjet-Deutschlandchef, zeigt sich zudem enttäuscht von den Beschlüssen der Bundesregierung: „Es gibt noch immer keine bundeseinheitliche Test- und Einreisestrategie, geschweige denn eine europäische Lösung“, kritisierte er gegenüber dem Tagesspiegel. „Basierend auf den Beschlüssen erwarten wir nun schnellstmöglich eine allgemeingültige, verbindliche Regelung wie grenzüberschreitender Verkehr nach Deutschland aus Risikogebieten, aber auch aus Nicht-Risikoländern erfolgen kann, sei es auf dem Landweg, per Schiene, Schiff oder Flugzeug, um allen Reisenden in diesem Jahr Planbarkeit, Verlässlichkeit sowie Sicherheit zu geben.“ Aktuell prüft die Bundesregierung, ob ein generelles Verbot von Auslandsreisen möglich wäre – in Großbritannien wird eine entsprechende Regel ab Montag zum Gesetz. Ab dann drohen den Briten umgerechnet 5.800 Euro Geldstrafe bei Verstößen.

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Laut Erler sei die Luftfahrt zentral für die europäische Konnektivität und sichere eine Mobilität der Menschen zwischen den Mitgliedsstaaten ab: „Die Pandemiebekämpfung bedarf einer europäischen Koordination, auch sollten Regierungen europaweit zügig Lösungen umsetzen, damit nachweislich geimpfte Personen wieder frei reisen können.“ In dieser Hinsicht hat zumindest die EU einen Fortschritt gemacht: Ab 1. Juni soll es einen gemeinsamen, digitalen Impfpass geben, der das Reisen in Europa erleichtern kann. (fk)

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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