Eine Frau ist mit zwei Koffern vor der Gepäckabgabe im Flughafen Stuttgart unterwegs.
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Wer vollständig geimpft ist, muss in manchen Bundesländern nicht mehr in Quarantäne.

Urlaub 2021

Vorteile für Corona-Geimpfte: Keine Quarantäne bei Reiserückkehr in mehreren Bundesländern

Reiserückkehrer, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, müssen in einigen Bundesländern bei der Einreise nach Deutschland nicht mehr in Quarantäne.

Die Bundesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in den letzten Monaten in der Regel eher verschärft als gelockert. So gilt grundsätzlich eine Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten. Einige Bundesländer haben jedoch Lockerungen für Menschen beschlossen, die vollständig geimpft sind. Heißt: Jeder, der vor mindestens 14 Tagen seine letzte Dosis der Corona-Impfung erhalten hat, profitiert davon. Aktuell sind 7,4 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft (Stand: 28. April).

Urlaubsrückkehrer: Keine Quaratänepflicht mehr in Bayern, Hessen und Brandenburg

Seit Mittwoch (28. April) sind vollständig Geimpfte in Bayern negativ Getesteten gleichgestellt. Wer zweimal eine Impfdosis erhalten habe und „nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Der Beschluss fußt auf der Einschätzung des Robert Koch-Instituts, welches das Risiko einer Übertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, geringer einschätzt, als beim Vorliegen eines negativen Antigen-Tests bei Personen ohne Symptome. Diese Lockerung betrifft auch die Quarantäne nach der Einreise.

Hessen hat seine Verordnung ebenfalls an die Empfehlung des Robert Koch-Instituts angepasst. Auch hier sind vollständig Geimpfte nun Personen mit einem negativen Corona-Test gleichgestellt. Die Verordnung soll für alle Bereiche gelten, in denen bislang Tests vorgelegt werden mussten. Davon betroffen sind also nicht nur der Friseurbesuch oder der Einkauf, sondern auch die Quarantäne-Regeln. Wer vor 14 Tagen vollständig geimpft wurde und keine Krankheitssymptome aufweist, braucht sich bei der Rückkehr aus dem Urlaub nicht mehr in Selbstisolation begeben.

In Brandenburg müssen Corona-Geimpfte nach der Einreise ebenfalls nicht mehr in Quarantäne – das gilt auch für Hochinzidenzgebiete. Die Lockerung gilt allerdings nicht bei der Rückkehr aus Gebieten mit Virusvarianten.

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In diesen Bundesländern gibt es ebenfalls keine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer

Baden-Württemberg und Niedersachsen hatten schon zuvor die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten abgeschafft. Auch Rheinland-Pfalz hat seine Verordnung zunächst befristet angepasst. Ausnahme sind Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten – hier müssen sich Betroffene weiterhin in Selbstisolation begeben. In anderen Bundesländern wie Bremen ist ein Wegfall der Quarantänepflicht zumindest geplant.

In Nordrhein-Westfalen wurde die Quarantänepflicht bereits vor einiger Zeit vom Oberverwaltungsgericht in Münster gekippt – und zwar unabhängig davon, ob jemand geimpft ist. (fk)

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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