Reisen in Corona-Zeiten

Kritik an deutschen Urlaubern in Mallorca: Kein „schlechtes Gewissen“ bei Reisenden

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während sich Mallorca-Reisende über den Urlaub freuen, sorgt der Ansturm auf die Baleareninsel auch für viel Kritik.

Seit dem 14. März gilt keine Reisewarnung mehr für das beliebte Urlaubsziel Mallorca. Ferienflieger in Richtung der Baleareninsel waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht – immer mehr werden ins Programm der Airlines aufgenommen. Was bei den einen für Euphorie sorgt, lässt bei anderen aber nur Frust zurück. So ärgern sich nicht nur zurückgebliebene Bürger oder die deutsche Tourismusbranche über die Reisewelle nach Mallorca, sondern auch Festland-Spanier, die nicht auf die Balearen reisen dürfen. Aber wie sehen das die deutschen Reisenden selbst?

Ärger und Frust über Mallorca-Urlaub: Das sagen die Reisenden

Nachgefragt haben unter anderem Reporter von Focus Online, die vor Ort waren. Es zeigt sich: Der Großteil der Urlauber kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Im Oktober letzten Jahres waren wir hier, da haben wir uns sehr, sehr sicher gefühlt. Sicherer als in Deutschland“, meinen unter anderem Reisende aus Nordrhein-Westfalen, die nun erneut nach Mallorca gekommen sind. Ähnlich sehen es Urlauber aus Frankfurt: „Wir leben auch hier sehr zurückhaltend, genauso wie wir auch in Frankfurt zurückhaltend leben. Wir werden keine Massenpartys hier feiern, sowieso nicht. Was soll passieren?“ Eine weitere Reisende meint: „Jeder muss selber wissen, ob er reisen will und wohin er reisen will und welches Risiko er dafür auf sich nehmen will. Das muss jeder selber für sich entscheiden.“

Auch das ARD-Magazin Weltspiegel hat sich umgehört und viele positive Stimmen vernommen: „Test zur Einreise, die Maßnahmen an Bord sind auch hervorragend. Man hat sich nicht unwohl gefühlt“, erklärt eine Reisende. In einer Hotellobby prosten sich Urlauber zu. „Mit schlechtem Gewissen?“, fragt ein Reporter. „Gar nicht“, kommt die Antwort von einem Herren. „In Deutschland sind die Inzidenzzahlen viel höher als hier in Palma.“

Angesichts der entfallenen Reisewarnung für Mallorca haben Airlines ihr Angebot aufgestockt.

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Mallorca-Urlaub in der Corona-Pandemie: Die Gefahr von Auslandsreisen

Laut aktuellen Zahlen der Mallorca Zeitung ist die Inzidenz auf der Insel leicht gestiegen und liegt nun bei einem Wert von 27,57 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen (Stand: 22. März). Allerdings wurde auf Mallorca die gefährlichere, brasilianische Variante des Coronavirus festgestellt. Einer der Gründe, warum viele Regierende in Deutschland von Auslandsreisen abraten.

Auch Hoteliers scheinen zwiegespaltener Meinung zu sein: „Klar freuen wir uns“, sagt die Hoteldirektorin Tina Ferrer dem ARD-Team. „Aber gleichzeitig müssen wir sehr vorsichtig sein. Wenn wir jetzt nicht alle Maßnahmen strikt befolgen, gefährden wir doch die Sommersaison.“ (fk)

Lesen Sie auch: Mallorca vom Thron gestoßen: Wo die Deutschen 2021 am liebsten ihren Sommerurlaub verbringen wollen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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