Rückansicht durch eine Blume einer Frau, die alleine am Strand von Mallorca sitzt.
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Wer keinen negativen Corona-Test vorweisen kann, muss zunächst auf Mallorca bleiben.

Urlaub auf Balearen

Positiver Corona-Test auf Mallorca? Das müssen deutsche Urlauber zur Quarantäne wissen

Wer vor der Heimreise positiv auf das Coronavirus getestet wird, darf nicht in den Flieger steigen und muss auf Mallorca bleiben. Aber was gilt für die Kosten der Quarantäne?

Seit Mitte März strömen wieder zahlreiche deutsche Urlauber auf ihre Lieblingsinsel Mallorca. Wer aber jetzt von den Balearen nach Deutschland zurückkehren will, muss seit dem 30. März einen negativen Corona-Test vorlegen können – und das schon vor dem Abflug. Wer kein negatives Ergebnis vorlegen kann, darf gar nicht erst in den Flieger steigen. Aber kommt für die Quarantäne der gestrandeten Urlauber auf?

Mallorca-Urlauber mit positivem Corona-Test: Wer kommt für die Quarantäne auf?

Urlauber im EU-Ausland können nicht darauf setzen, dass ihre gesetzliche Krankenversicherung bei einem positiven Corona-Test die unplanmäßige Hotel-Quarantäne bezahlt. Unterbringungskosten können nicht auf Basis der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) abrechnet werden, sagt Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes. Sie könnten auch nicht über den Weg der Kostenerstattung bei der zuständigen deutschen Krankenkasse geltend gemacht werden. Mit Blick auf Mallorca gilt: Ein Hotel, in dem die Quarantäne nach einem positiven Test vor Abreise in der Regel stattfindet, ist kein Leistungserbringer des spanischen öffentlichen Gesundheitssystems.  

Das heißt: Reisende müssen die Kosten für die Übernachtungen selbst zahlen. Sofern der Reiseveranstalter oder das Hotel nicht anderweitig dafür aufkommen. Der Deutsche Reiseverband (DRV) erklärt: Bei einem positiven Test gelten die jeweiligen infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen des Reiselandes. Und in der Regel tragen Reisende die dafür entstehenden Kosten selbst.

Auf Mallorca in Quarantäne: Unterschied zwischen Unterbringung und Behandlung

Wichtig: Es gibt einen Unterschied zwischen Unterbringungskosten und Behandlungskosten während der Quarantäne. Sollten Versicherte während dieser behandlungsbedürftig werden, können sie laut GKV-Spitzenverband Leistungen auf Basis der EHIC erhalten. Sofern ein paar Bedingungen erfüllt sind. So müsse der behandelnde Arzt zum öffentlichen Gesundheitssystem gehören und die Behandlung medizinisch notwendig sein. Dies entscheide der Arzt vor Ort.

Allerdings sind die Unterbringungskosten selbst davon eben nicht erfasst und können daher nicht abgerechnet werden. Das wäre laut Verband nur der Fall, wenn das Hotel über die Ausstattung verfügt, die für einen stationären Aufenthalt notwendig ist. Und wenn das Hotel als Leistungserbringer des Gesundheitssystems qualifiziert ist.

Zuvor hatte eine Sprecherin des balearischen Gesundheitsministeriums gegenüber der Mallorca Zeitung versichert, dass die Zusatzkosten für Urlauber, die in speziellen Covid-Quarantänehotels unterkommen, über die europäische Versichertenkarte abgedeckt seien.

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Mallorca-Reise während Corona-Pandemie: Pauschalurlauber in der Regel gut versichert

Tui-Sprecher Aage Dünhaupt weist laut Mallorca Zeitung darauf hin, dass Pauschalurlauber ohnehin keine Probleme haben dürften, da sie durch die Covid-Protect-Versicherung geschützt seien. Die gebe es ohne Aufpreis zum Reisepaket dazu. Sie übernimmt bis zu 14 Tage lang die Kosten für einen Aufenthalt, der aufgrund eines positiven Corona-Tests anfällt – auch ein Krankenhausaufenthalt für Menschen, die Symptome zeigen, sei dabei abgedeckt. Andere Reiseveranstalter würden demnach ähnliche Angebote bereitstellen. Nur Individualreisende müssen die Kosten für die Quarantäne-Unterkunft eventuell selbst bezahlen. (fk/dpa)

Lesen Sie auch: Kritik an deutschen Urlaubern in Mallorca: Kein „schlechtes Gewissen“ bei Reisenden.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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