Zugbegleiter vor einem Zug am Hauptbahnhof Frankfurt.
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Zugbegleiter sollen weiter entlastet werden.

Keine Spontan-Käufe mehr

Deutsche Bahn krempelt Ticketkauf um – Diese Option wird gestrichen

Auf Kunden der Deutschen Bahn kommt eine große Änderung zu: Der Ticketkauf im Zug beim Schaffner fällt weg – Spontan-Käufe gehen dann nur noch online.

Besonders für spontane Zugfahrten ist der Ticketkauf direkt beim Schaffner die optimale Lösung. Allerdings will die Deutsche Bahn diesen Service nun abschaffen – Papier-Fahrkarten werden dann nicht mehr in Fernzügen verkauft. Komplett eingestellt wird der Ticketkauf im Zug vom nächsten Jahr an, wie tagesschau.de berichtet.

Deutsche Bahn: Spontaner Ticketkauf beim Schaffner bald nicht mehr möglich

„Der Ticketkauf an Bord soll einfacher, preiswerter und digitaler werden“, erklärte die Bahn laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur zu der Entscheidung. Heißt: Wer spontan ein Ticket kaufen will, kann dies nur noch online am Smartphone oder Laptop erledigen – allerdings nur bis zu zehn Minuten nach der Abfahrt. Laut dem Fahrgastverband Pro Bahn sei diese Änderung „kein großer Verlust“. „Nach unserer Beobachtung nutzen das vor allem Geschäftsleute, denen es auf das Geld nicht ankommt und die zwei Handys dabei haben“, so der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann.

In den vergangenen Jahren wurden laut Bahn stets weniger als ein Prozent der Fahrkarten an Bord verkauft. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten Kunden frühzeitig buchen, um die preiswerteren Spar- und Superspartickets zu erhalten. Wer hingegen erst im Zug sein Ticket kauft, muss den teureren Flexpreis plus Bordzuschlag von 17 Euro zahlen. Im Jahr 2016 lag der Preis noch bei 7,50 Euro. Die Gebühr wurde bewusst erhöht, um Zugbegleitern mehr Zeit für den Service zu geben und den Verkauf von Handy-Tickets anzukurbeln. Außerdem können Tickets im Nahverkehr der Deutschen Bahn und in der S-Bahn sowieso nur vor der Fahrt gelöst werden. Den Kauf beim Schaffner gibt es nur noch bei Bahn-Konkurrenten im Nahverkehr.

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Ticketkauf bei Zugbegleiter: Kritik an Entscheidung der Deutschen Bahn

Durch das Abschaffen des Ticketkaufs im Zug sollen die Schaffner weiter entlastet werden. Zum Beispiel können sich Zugreisende schon seit einiger Zeit mit dem Komfort-Check-in selbstständig im Zug anmelden und somit die Handy-Kontrolle vermeiden. „Fragen etwa zu Anschlusszügen zu beantworten ist wichtiger, als Tickets zu verkaufen“, sagt Naumann. Allerdings zeigt sich nicht jeder mit dieser Entscheidung einverstanden. „Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen“, erklärt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Zudem soll es eine breite Kampagne geben, die Fahrgäste frühzeitig über die Änderung informiert. Pro Bahn verlangt zumindest auch eine Rückfallebene, falls der Online- oder Automaten-Kauf nicht funktioniert. „Wir fordern, dass der Zugbegleiter dann die Daten aufnimmt und die Bahn später eine Rechnung schickt“ – und das ohne „erhöhtes Beförderungsentgelt“. (fk)

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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