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Flüssigkeitsverbot im Handgepäck - wird sich dieses Problem bald erledigen?

Im Handgepäck

Dürfen Passagiere bald wieder unbegrenzt Flüssigkeiten mit ins Flugzeug nehmen?

Aktuell sind auf Flugreisen nur bestimmte Mengen an Flüssigkeiten im Handgepäck erlaubt. Durch neue Technologien könnte sich das aber nun ändern.

Wer durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen geht, darf im Handgepäck nur begrenzte Mengen an Flüssigkeiten mitnehmen, verpackt in einem kleinen Plastikbeutel.

Neue Technologien für Sicherheitskontrollen

Nun sollen vermehrt neue Geräte an Flughäfen zum Einsatz kommen, so genannte CT-Technologien, also Computertomographie-Technologien. Diese Scanner können demnach Sprengstoffe erkennen. Dadurch ermöglichen sie dem Sicherheitspersonal, Gegenstände wie Flüssigkeiten noch genauer zu beurteilen. Auf diese Weise könnten Passagiere durch die Sicherheitskontrolle gehen, ohne die Flüssigkeiten gesondert abgeben zu müssen.

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Welche Menge an Flüssigkeit ist im Handgepäck erlaubt?

Laut EU-Richtlinien für Handgepäck im Flugzeug dürfen Flüssigkeiten nur noch in geringen Mengen mitgeführt werden. Für Gegenstände mit vergleichbarer Konsistenz, wie Cremes und Gels, gilt dasselbe. Die Flüssigkeiten müssen dabei in Einzelbehältnissen abgefüllt sein.

Bei Handgepäck gilt demnach: Maximal 100 Milliliter pro mitgeführte Flasche, insgesamt darf so ein Liter an Flüssigkeiten im Handgepäck mitgenommen werden. Die Flüssigkeiten müssen in einem durchsichtigen, verschließbaren Beutel verstaut werden. Hierfür kann gut ein wieder verschließbarer Gefrierbeutel hergenommen werden. Pro Person ist nur einer dieser Beutel erlaubt. Diese Regelung gilt mittlerweile auch in sehr vielen anderen Ländern der Welt.

Unter Flüssigkeiten für das Handgepäck fallen folgende Dinge:

  • Deo
  • Creme
  • Mascara
  • Parfum
  • Zahnpasta
  • Lipgloss
  • Rasierwasser
  • Gel

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Warum wurden die Regelungen zu Flüssigkeiten auf Flugreisen eingeführt?

Die verschärften Vorschriften für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck gibt es seit dem 6. November 2006 auf den Flughäfen der Europäischen Union. Seitdem dürfen aus Sicherheitsgründen nur noch begrenzte Flüssigkeitsmengen an Bord von Flugzeugen mitgeführt werden.

Jedoch dürfen seit dem 31. Januar 2014 alle an Flughäfen oder bei Fluggesellschaften erworbenen Duty-free-Flüssigkeiten im Handgepäck mitgenommen werden. Dies war vorher nicht möglich. Damals waren flüssige Duty-Free-Waren beim Weiterflug nach dem Umsteigen wie alle anderen Flüssigkeiten als Handgepäck nicht mehr zugelassen.

Video: Benimm-Check Flugzeug

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Keine Begrenzungen für Flüssigkeiten am Flughafen mehr: Durch neue Technologien bald möglich?

Mit einem CT-Scanner, der sonst vor allem für medizinische Zwecke zum Einsatz kommt, wollen Beamte am Flughafen in New York künftig das Handgepäck von Passagieren untersuchen. Die Technologie werde testweise an Terminal 8 des Flughafens John F. Kennedy eingesetzt, teilte die Fluglinie American Airlines mit. Auch in Phoenix und Boston würden solche CT-Scanner getestet.

Durch die genaueren Bilder sollen Beamte der Sicherheitsbehörde TSA Sprengstoff, Waffen und andere verbotene Gegenstände schneller erkennen. Passagiere könnten dadurch künftig auch Flüssigkeiten und Laptops im Handgepäck lassen, die bei der Kontrolle normalerweise ausgepackt werden müssen.

Die Computertomographie (CT) wird seit Anfang der 1970er Jahre immer weiter entwickelt. Die röhrenartigen Scanner ermitteln Tausende Werte, aus denen der Computer dann ein Schnittbild oder eine dreidimensionale Darstellung des jeweiligen Gegenstands erzeugt.

Bisher kommt an Flughäfen meist Röntgentechnik zum Einsatz, um verbotene Gegenstände aufzuspüren. In den USA sind auch chemische Schnelltests üblich, um Sprengstoff an Passagieren und deren Handgepäck zu entdecken. Reisende werden zudem mit Körperscannern durchleuchtet, die auch als Nacktscanner bekannt sind.

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sca / dpa

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