Eine Flugbegleiterin bedient Passagiere in einem Flugzeug (Symbolbild).
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Auch unter Flugbegleitern gibt es im Flugzeug geheime Codes. Die Passagiere sollen schließlich nicht alles mitbekommen (Symbolbild).

Geheimsprache

Was Passagiere nicht merken sollen: Das bedeuten die geheimen Codes der Flugbegleiter

Flugbegleiter benutzen geheime Codes, um im Flugzeug miteinander zu kommunizieren. Schließlich sollen die Passagiere nicht immer alles mitbekommen.

  • Flugbegleiter kommunizieren häufig mittels geheimer Code-Wörter.
  • Es gibt für viele Situationen im Flugzeug einen speziellen Code.
  • Wussten Sie, was „Dead Head“ und „Baby Jesus“ bedeuten?

Frankfurt – Am Frankfurter Flughafen heben schon wieder viele Flugzeuge ab. Vielleicht haben Sie als Passagier die Flugbegleiter schon einmal Wörter sagen hören, die Sie nicht direkt verstanden haben. Das kann daran liegen, dass Flugbegleiter untereinander oft mittels bestimmter Codes kommunizieren.

Unter anderem die Huffington Post hat veröffentlicht, was hinter diesen geheimen Codes stecken kann. Die Zeitung bezieht sich dabei auf Informationen von Mitgliedern einer Fluggesellschaft.

Die Geheimsprache ist zwar nicht Teil der offiziellen Flugbegleiter-Ausbildung – auch nicht am Frankfurter Flughafen –, wird aber beim alltäglichen Arbeiten im Flugzeug oft genutzt. Meistens handelt es sich schlicht um wertneutrale Arbeitsbezeichnungen, Tarnnamen innerhalb der Crew oder um das Verhalten von Passagieren. Manche Codes werden aber auch genutzt, damit im Falle des Falles an Bord keine Panik ausbricht.

Flugbegleiter-Code: „Dead Head“ im Flugzeug

Auch wenn es auf Anhieb so klingt: Um die Beschreibung eines Todesfalls an Bord geht es bei dem Code-Wort „Dead Head" nicht. Vielmehr wird damit ein Flugbegleiter-Kollege bezeichnet, der als Passagier mitfliegt und nicht im Dienst ist. Denn oftmals müssen Flugbegleiter zum Arbeiten von einem Ort zum anderen pendeln. Das trifft zum Beispiel zu, wenn ein Stewart vom Frankfurter Flughafen zu ihrem Arbeitsbeginn etwa nach München pendelt.

Flugbegleiter-Code: „Hugo“ und „Jim Wilson“

Zwar geht es beim Code-Wort „Dead Head“ nicht um Tote, dafür aber beim Wort „Hugo“. Dieser Code wird benutzt, wenn zum Beispiel eine Leiche von A nach B transportiert wird oder sich sogar ein Toter unter den Passagieren befindet. „Hugo“ steht dabei für „human gone“.

Dieses Wort benutzen Flugbegleiter, damit an Bord keine Panik ausbricht. Darüber berichtet unter anderem auch die Reisewebseite Travelbook. Also gilt auch weiterhin – und das nicht nur am Flughafen Frankfurt – Ruhe bewahren und die Flugbegleiter ihre Arbeit machen lassen. Ein anderes Wort für einen Toten, der im Flugzeug transportiert wird, ist laut der Zeitschrift „The Sun“ der Name „Jim Wilson“.

So sieht die Arbeit und das Leben von Flugbegleitern aus:

Flugbegleiter-Code: „Baby Jesus“

Auch wenn es niedlich klingt, so ist mit dem Code „Baby Jesus“ etwas anderes gemeint: Damit wird nach Angaben der Huffington Post häufig ein von den Eltern verhätscheltes Kind im Flugzeug bezeichnet – ein Sorgenkind für die Flugbegleiter. Bei diesem befürchten die Flugbegleiter, dass es sich während des Fluges wahrscheinlich nicht benehmen wird oder ständig schreit.

Flugbegleiter-Code: „Bin“

Hier ist eine Verwechslung vorprogrammiert: Denn während das englische Wort „Bin“ einen Abfalleimer bezeichnet, wird es in der Fluggesellschaft häufig als Code genutzt, um schlicht die Gepäckfächer unter den Sitzen zu beschreiben.

Flugbegleiter-Code: „Miracle Flight“

Manchmal kommt es scheinbar zu Wunderheilungen im Flugzeug. Denn hin und wieder gelangen ältere Menschen einzig mit großer Hilfe der Flugbegleiter und Rollstuhl in das Flugzeug – vorbei an den langen Warteschlangen. Wenn es Zeit ist, das Flugzeug zu verlassen, sind sie plötzlich beschwerdefrei. Das wird dann laut der Huffington Post mit dem Code „Miracle Flight“ bezeichnet.

Flugbegleiter-Code: „Landing Lips“

Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, wie gut die Flugbegleiter am Flughafen Frankfurt auch selbst nach langen Flügen aussehen? Häufig ist das kein Zufall. Denn kurz vor der Landung frischen viele Stewardessen noch einmal ihr Make-up auf, was mit dem Code „Landing Lips“ bezeichnet wird. Laut der Webseite euflight.de sollte man auch auf die Schuhe der Frauen achten: Denn während die Flugbegleiterinnen beim Willkommens- und Abschiedsgruß oft hochhackige Schuhe tragen, tragen sie während des Fluges in den Gängen bequemere Arbeitsschuhe.

Flugbegleiter-Code: „Slam Clicker“

Wenn ein Crew-Mitglied nicht am gesellschaftlichen Leben innerhalb der Mannschaft teilnimmt und bei Übernacht-Aufenhalten lieber im Hotelzimmer verbringt, wird es von den Flugbegleiter-Kollegen mit dem Code „Slam Cicker“ bezeichnet. „Slam“ steht hier für „slams the door“ (schlägt die Tür zu) und „Clicker“ steht für „clicks the lock“ (Geräusch beim Türverriegeln).

Flugbegleiter-Code: „Crotch watch“

Hier ist der Blick unter die Gürtellinie erlaubt, denn es dienst der Sicherheit aller Passagiere am Flughafen Frankfurt. Denn mit dem Code-Wort „Crotch watch“ ist ein Rundgang gemeint, bei dem die Flugbegleiter prüfen, ob alle Passagiere angeschnallt sind.

Flugbegleiter-Code: „Senior Mama“

Auch für erfahrene Flugbegleiter gibt es entsprechende Code-Wörter. Ein Stewart mit langjähriger Erfahrung wird allgemein als „Senior“ bezeichnet. Das weibliche Gegenstück in Kollegenkreisen dazu lautet „Senior Mama“. Die Mamas im Flugzeug haben oft den Ruf, etwas strenger zu sein.

Für Notfälle an Bord gibt es eindeutige Signale.

Flugbegleiter-Code: „Kaktus“

Wie einmal ein Flugbegleiter dem Online-Magazin heute.at verraten hat, gibt es auch einen besonderen Code für Gefahren: Bei ernsten Notfällen gibt es ein dreifaches Signal zusammen mit einem aufleuchtendem Licht im vorderen Teil der Kabine. Außerdem wird häufig der Code „Kaktus“ verwendet, um auf einen Notfall hinzuweisen. Dazu zählen zum Beispiel medizinische Notfälle, bei denen Lebensgefahr droht.

Flughafen Frankfurt: Eine Flugbegleiterin berichtet von ihrer Arbeit im Corona-Alltag

Eine Flugbegleiterin vom Frankfurter Flughafen berichtet zudem über ihren neuen Alltag in Zeiten der Corona-Krise, in denen vor allem Frachtgut gestartet und gelandet ist. Zudem sollten Sie stets darauf achten, dass an Ihrem Handy im Flugzeug der Flugmodus eingeschaltet ist. Denn Handys können die Technik der Piloten stören. (jes)

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