Gerade bei Nachtflügen hat es Grusel-Potenzial, wenn im Flugzeug beim Starten und Landen das Licht ausgeht.
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Gerade bei Nachtflügen hat es Grusel-Potenzial, wenn im Flugzeug beim Starten und Landen das Licht ausgeht.

Sicherheit geht vor

Nicht gerade beruhigend: Warum beim Starten und Landen im Flugzeug das Licht ausgeht

Startet ein Flugzeug, schaltet die Crew in der Kabine alle Lichter aus. Ebenso beim Landen. Für die Passagiere ist das gerade im Dunkeln etwas unheimlich – aber notwendig.

  • Sobald ein Flugzeug vom Flughafen Frankfurt abhebt, geht in der Kabine das Licht aus – auch beim Landen.
  • Das hat spezielle Gründe für die Sicherheit der Passagiere und der Crew an Bord.
  • Die Erklärung für den Vorgang mit Grusel-Potenzial ist biologisch – und simpel.

Frankfurt – Lang hat man auf den Urlaub hingefiebert. Die Vorfreude ist groß. Endlich sitzt man im Flieger für den Nachtflug – die Sitzposition aufrecht. Das Flugzeug rollt auf die Startbahn am Flughafen Frankfurt. Plötzlich gehen die Lichter aus. Beim Landeanflug dasselbe Spiel. Das macht die ohnehin schon irgendwie aufregende Situation noch unheimlicher. Aber warum eigentlich?

Flughafen Frankfurt: Beim Starten und Landen geht im Flugzeug das Licht aus

Dass im Flugzeug zum Beispiel beim Start vom Flughafen Frankfurt bei einem Nachtflug die Lichter ausgehen, ebenso beim Landen, hat Sicherheitsgründe. Denn gerade beim Start und während der Landung sind hohe Sicherheitsstandards wichtig. Die Crew dunkelt in dieser Zeit die Kabinen ab – aus reiner Vorsichtsmaßnahme.

Denn die Augen sowohl der Passagiere als auch der Crew sollen sich an die draußen herrschenden Lichtverhältnisse gewöhnen. Im Falle eines Notfalls mit Stromausfall und einer Evakuierung haben sich alle Beteiligten an Bord bereits an die Dunkelheit gewöhnt. Das erklärte der Thomas-Cook-Pilot Tom Richards einmal der britischen Tageszeitung „Mirror“.

Start und Landung sind gefährlich – deshalb löscht die Crew im Flugzeug die Lichter

Start und Landung gelten als kritische Phase – auch für das Flugpersonal. Im Ernstfall muss das Personal schnell handeln. Jede Sekunde zählt dabei. Die Flugbegleiter sind für die Sicherheit aller Passagiere zuständig. Zur Not müssen sie alle in Sekundenschnelle evakuieren. Passagiere benötigen dann weniger Zeit, um sich in der dunklen Flugzeugkabine zurechtzufinden und über die im Dunkeln leuchtenden Wegweiser zu den Notausgängen zu kommen. Auch kann man dadurch besser erkennen, was draußen vor sich geht.

Auch die Fensterblende im Flugzeug muss beim Start und Landen offen bleiben

Unter anderem aus diesem Grund sollten auch die Fensterblenden während des Starts und Landens offen sein. Das ist im Übrigen auch für die Rettungskräfte wichtig, die von draußen die Lage innerhalb des Flugzeugs einschätzen müssen.

Nicht nur das Licht schaltet die Crew beim Starten und Landen des Flugzeugs aus. Auch die Fensterblenden müssen offen sein.

Flughafen Frankfurt: Lichter im Flugzeug aus – und Handy auch

Ebenfalls aus Sicherheitsgründen sollten Sie beim nächsten Start vom Flughafen Frankfurt aus nicht vergessen, den Flugmodus an ihrem Handy einzuschalten. Das gilt übrigens generell beim Fliegen, denn ein eingeschaltetes Handy im Flugzeug kann ernste Folgen haben. Außerdem gehören aus Sicherheitsgründen auch bestimmte Dinge nicht in den Koffer: Wie Feuerzeuge und Streichhölzer, die weder im Koffer noch im Handgepäck erlaubt sind.

Was außerdem oft aus Sicherheitsgründen genutzt wird, ist eine Geheimsprache, in der die Flugbegleiter mittels bestimmter Codes kommunizieren. Sie haben zum Beispiel Codes dafür, wenn sich ein Toter unter den Passagieren befindet, damit keine Panik ausbricht. (Von Jessica Sippel)

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