Drohnenaufnahme von Loibichl am Mondsee mit Schafberg in Österreich.
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Wanderausflüge sind momentan sehr beliebt. Geben Sie aber Acht auf Zecken.

Vorsicht

Abseits von Corona: Dieses Virus sollten Sie bei der Reiseplanung im Kopf behalten

Der Fokus vieler Urlauber liegt momentan auf der Corona-Pandemie. Dabei sollten Sie die Gefahr, die von einem anderen, längst bekannten Virus ausgeht, nicht übersehen. 

Gelockerte Einreise-Regeln machen einen Urlaub in fast ganz Europa wieder möglich. Doch auch mit vollständiger Impfung gegen das Coronavirus sollten Reisende nicht unvorsichtig werden. Gerade in den Sommermonaten macht sich nämlich wieder ein anderes Virus bemerkbar – und zwar FSME. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird von Zecken auf den Menschen übertragen und kann bei schweren Verläufen gefährliche Entzündungen im Gehirn oder neurologische Ausfälle auslösen. Gerade im Süden Deutschlands, in Bayern und Baden-Württemberg sowie Regionen in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen, ist die Gefahr einer Übertragung des FSME-Virus laut den aktuellsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hoch. Im Jahr 2020 wurde mit 704 FSME-Erkrankungen sogar die bislang höchste Zahl an Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung gemeldet. Aber auch in anderen Ländern Europas besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion.

In diesen Ländern Europas ist das FSME-Risiko hoch

FSME-Endemiegebiete befinden sich mit Blick auf Mitteleuropa laut RKI in Österreich, in der Schweiz, in Polen, in Tschechien und in der Slowakei sowie in Nordeuropa in den baltischen Ländern, Süd- und Mittelschweden, an der Südküste Norwegens und Finnlands sowie in Teilen Dänemarks. Auch im europäischen Teil Russlands und in Südosteuropa – Ungarn, Kroatien, Slowenien und Albanien müssen Reisende sich vor einer FSME-Erkrankung in Acht nehmen. Weniger von Bedeutung seien die niedrigen FSME-Fallzahlen oder Einzelfälle in Frankreich (Elsass), Italien (Trentino), England und den Niederlanden.

Gerade in einigen unserer Nachbarländer sollte also Vorsicht geboten sein: „In Österreich selbst sind wir nach wie vor besonders stark von FSME betroffen, das ganze Land gilt als Endemiegebiet“, erklärte zuletzt Primar Rainer Gattringer, Leiter Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum Wels-Grieskirchen laut dem österreichischen Portal nachrichten.at. Abgesehen von Österreich seien dem Portal zufolge die Infektionszahlen gerade in Slowenien sehr hoch und lagen in den vergangenen Jahren zwischen 62 und 531 Fällen pro Jahr. In Kroatien wurden im letzten Jahr nur 20 Fälle gemeldet, doch es gäbe ingesamt nur wenige Daten.

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FSME-Risikogebiete: Impfschutz wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden

Der wirksamste Schutz gegen eine FSME-Infektion sei eine Schutzimpfung, wie Gattringer informiert: „Anders als bei anderen Infektionskrankheiten können wir FSME nicht dadurch eindämmen, dass möglichst viele Menschen geimpft sind. Aufgrund des Übertragungsweges über die Zecken gibt es nur die Möglichkeit eines individuellen Impfschutzes. Das Virus bleibt in jedem Fall präsent.“ Bei einer Infektion ohne vorhandenen Impfschutz könne es sowohl zu asymptomatischen als auch schweren Krankheitsverläufen kommen. Da bei etwa einem Drittel der Patienten lang andauernde Folgeschäden nach durchgemachter Erkrankung auftreten können, sei es wichtig, sich gleich im vornherein mit einer Impfung zu schützen. (fk)

Lesen Sie auch: Reisewarnung für Corona-Risikogebiete soll ab 1. Juli fallen – fast 100 Länder weltweit betroffen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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