Sommerurlaub

Italien-Urlaub trotz Corona: Diese Regeln gelten für Reisende

Noch immer grassiert das Coronavirus in Europa, doch wie ist die Lage in Italien? Welche Corona-Regeln gelten dort im Urlaub?

Frankfurt/Rom – Hier ist der Sommer bisher verregnet. Wegen der Corona-Pandemie herrscht Unsicherheit, wohin man fahren kann, um dem Regenwetter zu entkommen. Hinzu kommt, dass die Inzidenzen seit einigen Tagen vielerorts wieder steigen und die Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus weiterhin Sorgen bereitet. Zur Vorsicht werden die Reiseregelungen regelmäßig angepasst. Doch wie ist die Lage in Italien? Kann man sich auf leckere Köstlichkeiten wie Pasta oder Pizza freuen oder auf den Spuren der alten Römer wandeln? Alles Wichtige zur Reise in der Übersicht.

Urlaub in Italien: Wie ist die Corona-Lage?

Italien hat zu Beginn der Pandemie sehr stark unter den Auswirkungen des Coronavirus gelitten. Die Lage hat sich dort im Laufe der Zeit entspannt. Seit Anfang Juni gilt Italien nicht mehr als Risikogebiet. Derzeit ist Italien eines der Länder, für das keine explizite Reisewarnung durch das Auswärtige Amt vorliegt. Dennoch ist auch Italien weiterhin von Corona betroffen und hat noch immer den gesundheitlichen Notstand ausgerufen, sodass es auch im Urlaub einige Regeln einzuhalten gilt, um das Geschehen der Pandemie einzudämmen.

Corona-Lage in beliebten Urlaubszielen der Deutschen

Corona: Was muss bei der Einreise nach Italien berücksichtigt werden?

Damit einem erholsamen Strandurlaub oder abwechslungsreichen Städtetrip in Italien nichts im Wege steht, müssen Touristinnen und Touristen bei der Einreise folgendes beachten. Die italienische Regierung verlangt einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Es dürfen sowohl Antigen- als auch PCR-Test vorgezeigt werden. Ausnahmen gelten für vollständig Geimpfte – ab dem 15. Tag nach der Impfung – oder Genesene. Diese müssen anstelle des Tests ihr Impfzertifikat oder den Nachweis, dass sie genesen sind, vorlegen. Der Nachweis soll über das EU Digital COVID Certificate erfolgen. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht befreit.

Unabhängig von der Art des Nachweises müssen sich alle Einreisende vorab über ein digitales Einreiseformular anmelden. Das Formular hatte zu Beginn des Sommers für Kritik gesorgt, da es fehlerhaft war und die Urlauber zunächst verunsicherte. Zudem gilt es zu beachten, dass für die Einreise nach Südtirol ein anderes Formular ausgefüllt werden muss.

Ob man mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug einreist, die Nachweise müssen für alle Einreiseoptionen erbracht werden.

Mit dem Auto in Italien unterwegs: Diese Corona-Regeln gelten für Autofahrer

Grundsätzlich können Autofahrer sowohl über Österreich als auch über die Schweiz nach Italien einreisen. Besondere Regeln für die Fahrt gelten insbesondere innerhalb Italiens. Wie der ADAC informiert, gebe es keine speziellen Regeln für Mitfahrer aus dem selben Hausstand. Doch sollten die Insassen des Fahrzeugs aus mehreren Haushalten stammen, gilt sowohl eine Abstands- als auch eine Maskenpflicht. Die Abstandsregeln haben zur Folge, dass bei einem Fünfsitzer beispielsweise der Beifahrersitz frei bleiben müsse und neben dem Fahrer nur noch zwei weitere Personen mitfahren dürfen. Der mittlere Sitz sollte unbesetzt bleiben. Diese Regelungen können, je nachdem in welchem Teil Italiens man sich aufhält, variieren, daher sollten sich Pkw-Reisende stets über die aktuellen Bestimmungen informieren. In Südtirol gelte laut ADAC nur die Maskenpflicht.

Wer innerhalb der EU nur durch Italien durchreisen möchte, um in ein anderes Land zu gelangen, darf dies innerhalb von 36 Stunden ohne Test machen.

Ob beim Sightseeing, wie hier in Venedig, oder beim Entspannen am Strand, auch in Italien müssen Coronaregeln eingehalten werden. (Symbolbild)

Endlich angekommen: Corona-Regeln während des Urlaubs in Italien

Die italienische Regierung hat die einzelnen Regionen Italiens je nach epidemiologischer Lage in vier verschiedene Risikofarben eingestuft. Je nach Situation wird in den Farben Weiß, Gelb, Orange und Rot unterschieden. Derzeit gelten alle Regionen als weiß. Doch da auch in Italien die Inzidenzen steigen, gelten seit dem 6. August auch in den weißen Zonen verschärfte Einschränkungen und Hygieneregeln.

  • Abstands- und Hygieneregeln in Italien
  • In geschlossenen Räumen, an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt ab sechs Jahren eine Maskenpflicht. Die Maskenpflicht im Freien wurde jedoch aufgehoben.
  • Es gilt einen Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Kann dieser nicht eingehalten werden, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Vor dem Betreten eines öffentlichen Gebäudes stehen Spender mit Desinfektionsmitteln bereit, die auch benutzt werden sollen. Zudem werde an manchen Orten zusätzlich Fieber gemessen.
  • Für einen Besuch im Museum, Schwimmbad, der Therme oder dem Innenraum eines Restaurants gilt ab zwölf Jahren zusätzlich die Testpflicht: Das heißt, man benötigt entweder einen Nachweis darüber, dass man geimpft oder genesen ist oder einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest. Diese Bestimmung schließt Sportverantsaltungen, Messen und Kongresse mitein.

Strandurlaub trotz Corona in Italien: Worauf muss man achten?

Wer seinen Sommerurlaub einfach nur am italienischen Strand verbringen möchte, muss auch dort einen Mindestabstand zwischen den Handtüchern oder Liegen der anderen Gäste einhalten. Bei freien Stränden gilt ein Abstand von mindestens einem Meter, bei Strandbädern ein Abstand von 1,50 Meter. Zudem kann es bei manchen Stränden sein, dass man sich zuvor anmelden und Fieber messen muss. Im Bereich von Strandbars und Restaurants gilt wiederum die Maskenpflicht.

Hitzewelle und Waldbrände in Italien

Einige Gebiete in Mitte- und Süditalien sind derzeit nicht nur von der Corona-Pandemie, sondern auch von Waldbränden betroffen. Besonders betroffen sind laut ADAC Umbrien, Abruzzen, Latium, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata, Kalabrien sowie Sardinien und Sizilien. In der Adria-Gemeinde Campomarino mussten nach Medienberichten kürzlich Häuser und Hotels evakuiert werden. Urlauber, die sich in Waldbrandregionen aufhalten, sollten sich daher stets an die Anweisungen der Behörden vor Ort halten.

Diese Corona-Bestimmungen gelten für die Rückreise nach Deutschland

Der letzte Urlaubstag ist angebrochen und der Heimweg steht an. Um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen, muss auch bei der Rückreise einiges beachtet werden. Zunächst gilt seit dem 1. August für alle Rückreisenden, also auch aus Nicht-Risikogebieten wie Italien, dass ein negativer Coronatest erfolgen muss. Die Antigentests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein, die PCR-Tests nicht älter als 72 Stunden. Alternativ reicht auch ein Nachweis darüber, dass man vollständig geimpft oder genesen ist. Dies gilt unabhängig davon, ob man mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug zurückkehrt. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Da Italien derzeit nicht als Risikogebiet gilt, müssen Reiserückkehrer in Deutschland keine digitale Einreiseanmeldung vornehmen und auch nicht in Quarantäne. (Sophie Mahr) Stand: 10.08.2021

Rubriklistenbild: © Eberhard Thonfeld/imago

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