Das Tui-Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 2“ läuft am Morgen nach einem knapp dreitägigen Kurztrip in den Hafen auf der Elbe ein.
+
Bei TUI und Costa dürfen erst einmal keine Schweizer mehr an Bord.

Corona-Krise

TUI Cruises und Costa lassen keine Schweizer mehr an Bord – es könnte auch andere treffen

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
    schließen

Die Kreuzfahrt-Reedereien TUI Cruises und Costa lassen wegen der Corona-Pandemie aktuell keine Schweizer mehr an Bord. Es könnte aber noch mehr Urlauber treffen.

Wer aktuell eine Kreuzfahrt-Reise* plant, sollte ganz genau darauf achten, ob er überhaupt an Bord gelassen wird. Unsere Nachbarn aus dem Süden haben es da gerade schwer: Sowohl die deutsche Reederei TUI Cruises als auch die italienische Kreuzfahrtgesellschaft Costa Corciere wollen derzeit keine Reisende aus der Schweiz. Schuld sind die hohen Corona-Infektionszahlen.

TUI Cruises und Costa : Schweizer dürfen nicht mehr mit auf Kreuzfahrt

„Es ist korrekt, dass wir aktuell Gästen aus der Schweiz keine Reise an Bord der Mein Schiff Flotte ermöglichen können. Bei einem Aufenthalt in einem internationalen Risikoland können wir leider keine Mitreise ermöglichen. Diese zusätzliche Vorsichtsmaßnahme betrifft bis auf Weiteres alle Länder, die eine höhere Infektionsrate aufweisen, als Deutschland“, erklärte Godja Sönnichsen, Director Communications von TUI Cruises gegenüber Travelnews. Auch Reisende, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor der Abreise in der Schweiz aufgehalten haben, sind von dieser Regel betroffen. Die Reederei bezieht bei ihren Entscheidungen die Daten des Robert-Koch-Instituts mit ein. Trotz dieser Maßnahmen spüre die Reederei aber keine Auswirkungen auf das Geschäft, so Sönnichsen. Die Schweizer würden längerfristig buchen und die neu eingeführten „Blauen Reisen“ sehr kurzfristig vermarktet.

Die italienische Reederei Costa hat ebenfalls auf die hohen Fallzahlen reagiert und Schweizer von ihren Schiffen verbannt: „Wir haben die aktuelle Situation aufmerksam beobachtet und bewertet und ihre Entwicklung führte zu zusätzlichen restriktiven Maßnahmen. Daher haben wir uns in unserem Verantwortungsbewusstsein vorerst entschlossen, die Einschiffung jener Nationalitäten bis Ende November zu beschränken, deren Infektionsrate höher ist als in Italien – dazu zählt derzeit auch die Schweiz – wie aus der offiziellen Quelle des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC - European Centre for Disease Prevention and Control) hervorgeht.“

Auch interessant: Kreuzfahrt-Urlaub: So unterschiedlich reagieren die Reedereien auf den Corona-Lockdown.

Kreuzfahrt-Urlauber: Einschränkungen betreffen nicht nur Schweizer

Aus den Aussagen der Reedereien geht hervor, dass nicht nur Schweizer von einer Ausschließung von Reisen betroffen sind – sondern alle Reisenden, die aus einem Gebiet kommen, an dem die Infektionszahlen höher sind als in dem Land, wo die Reederei ihren Sitz hat. Ob diese Einschränkung noch den ganzen Dezember andauert, ist nicht bekannt. Wer also einen Urlaub plant, sollte sich zuvor darüber informieren. Es gibt aber auch Reedereien, die keine derartigen Einschränkungen planen: MSC Kreuzfahrten betont gegenüber Travelnews zum Beispiel, dass Schweizer weiterhin mitreisen dürfen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Nach vier Tagen abgebrochen: Karibik-Kreuzfahrt endet frühzeitig nach Corona-Desaster.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare